Zugerstrasse Übersicht

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Zugerstrasse, ab Bärenplatz mit Gasthaus Bären, Poststempel vom 16.09.1901

Die Zugerstrasse ist die Hauptverbindung zwischen Alpenblick und Bärenplatz. Sie führt den Verkehr von Zug nach Cham und umgekehrt. Ihre heutige Linienführung bekam die Strasse 1846. Heute ist sie eine intensiv genutzte Kantonsstrasse mit fast 20'000 Fahrzeugen pro Tag. [1]

Zugerstrasse mit den Restaurants Krone, Hirschen, Sternen; Neudorf-Theater, Poststempel vom 13.09.1913


Chronologie

1846 Die Zugerstrasse erhält ihre heutige Linienführung und wird zur Kantonsstrasse ausgebaut. [2]

1882 Die Anglo-Swiss Condensed Milk Company erstellt auf eigene Kosten Trottoirs. [3] Dies tut sie, weil deren Milchfuhrwerke die Strasse dermassen beanspruchen.

1885 Die Generaldirektion der «Anglo-Swiss» fordert beim Regierungsrat eine Verbesserung der Strassen. Der Kanton unterstreicht die Verantwortlichkeit der Gemeinde «innerhalb des Gemeindebanns». [4] Die Gemeinde klagt dagegen bis vor Bundesgericht, bekommt allerdings nicht Recht.

1905 Die ersten Autos hinterlassen auf den Strassen grosse Staubwolken. Die Zuger Nachrichten schreiben anschaulich: «Die hiesige Bevölkerung ist darüber empört, dass seit einiger Zeit Automobilfahrer mit ihren in wirbelnder Staubwolke trabenden Büffeln unsere Gegenden durchrasen und in gewissenloser Weise die öffentliche Sicherheit gefährden.» [5]

Zugerstrasse, Blick von Ost nach West

1911 Der Kantonsrat beschliesst ein Sonntagsfahrverbot; trotz eines Antrags auf Wiedererwägung hält der Rat daran fest und erweitert es sogar dahingehend, dass der Einwohnerrat das Verbot nach Belieben auf die Gemeindewege und die Werktage ausdehnen kann. [6]

1920 Der Kanton lässt die Zugerstrasse pflästern; die Zeit des Strassenstaubs und der Fahrrinnen geht zu Ende. [7]

Zugerstrasse, von Westen Richtung Osten

1953 Aufgrund der Bauvorhaben der Firmen Paveva und Abnox findet eine Überprüfung der Strassensituation statt. Die Fahrbahn der Zugerstrasse zwischen «Hirschen» und «Bären» weist eine Breite von acht Metern auf. Wegen Parkstreifen vor dem «Hirschen» und vor dem «Bären» sind für den Fliessverkehr nur sechs Meter nutzbar. «Der Verkehr auf diesem schmalen Fahrbahnstreifen setzt sich zu einem beträchtlichen Anteil aus Lastwagen und Lastzügen, in der guten Jahreszeit aber auch aus sehr vielen schweren Gesellschaftswagen zusammen. Bei einer solchen Verkehrsstruktur in Verbindung mit der erwähnten Verkehrsdichte muss eine freie Strassenbreite von 6m als äusserst bescheiden bezeichnet werden. Neben einem starken Strom von Personenwagen, Gesellschaftswagen und Lastwagen bleibt auf diese Weise für die sehr zahlreichen Radfahrer praktisch überhaupt kein Platz mehr.» [8] Der untersuchende Verkehrsingenieur H. W. Thommen empfiehlt die Aufhebung der Parkierungsstreifen, wodurch acht Meter zur Verfügung stünden, auch wenn das Normmass von neun Metern wünschbar wäre. Allerdings wäre die Verbreiterung wertlos, wenn die Brücke unangetastet bliebe. [9]

Die Zugerstrasse mit dem Restaurant Grütli und dem Riesenmammutbaum, dem einstigen Chamer Wahrzeichen


Links

Verkehrsführung


Bildergalerie

Die Zugerstrasse im Laufe der Zeit


Filmarchiv


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Einzelnachweise

  1. Zugerstrasse Höhe Neudorf 19'000 Fahrzeuge; gemäss Kanton Zug/ Einwohnergemeinde Cham/ Gemeinde Hünenberg, Verkehrsforum UCH, Präsentation 27.06.2013, S. 27
  2. Steiner, Hermann et al., Vom Städtli zur Stadt Cham. Geschichte und Geschichten einer Gemeinde, Cham 1995, S. 163
  3. Gruber, Eugen et al., Geschichte von Cham, Bd. 2, Cham 1962, S. 92
  4. Gruber, Eugen et al., Geschichte von Cham, Bd. 2, Cham 1962, S. 92
  5. Zuger Nachrichten 104/1905, zit. n. Gruber, Eugen et al., Geschichte von Cham, Bd. 2, Cham 1962, S. 100
  6. Gruber, Eugen et al., Geschichte von Cham, Bd. 2, Cham 1962, S. 100
  7. Gruber, Eugen et al., Geschichte von Cham, Bd. 2, Cham 1962, S. 91f.
  8. Staatsarchiv Zug, G 1/85, 1953–1954, Strasse 4c Zug-Cham: Gutachten von H.W. Thommen, Zürich, 25.08.1953; betr. Verkehrsverbesserungen in Cham, besonders im Bereich zwischen Hirschen und Bären (AN 466)
  9. Staatsarchiv Zug, G 1/85, 1953–1954, Strasse 4c Zug-Cham: Gutachten von H.W. Thommen, Zürich, 25.08.1953; betr. Verkehrsverbesserungen in Cham, besonders im Bereich zwischen Hirschen und Bären (AN 466)