Raben

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Restaurant Raben, im Vordergrund die erste Wetter-Messstation
Restaurant Raben auf einer Postkarte
Der Rabenplatz, gesehen vom Kirchturm, mit dem Kirchbüel-Quartier; der «Raben» befindet sich in der Mitte
Der Rabenplatz mit dem Restaurant Raben und Lastwaage, um 1916
Kein Verkehr auf der Hünenbergerstrasse, dafür wird die Strasse gekehrt, der «Raben» auf der linken Seite
Wirtshausschild des «Raben»
Der «Raben», 1993

Der stattliche Gasthof «Zum Raben» aus dem frühen 19. Jahrhundert dominiert den nach ihm benannten Rabenplatz. Die Geschichte des Wirtshauses lässt sich fast vier Jahrhunderte zurückverfolgen. Bis 1651 stand es auf der anderen Lorzenseite im Ortsteil Städtli.


Chronologie

Das Wirtshaus zum Raben im Städtli

1537 Der Chamer Untervogt Jakob Räber beklagt sich beim Zuger Stadtrat, dass er kein Wirtshaus zur Verfügung habe, um in einem geschlossenen Raum seine Gerichtstage anzusetzen («wie das jetz zuo kam dhein wirtt sÿge, unnd wann er [der Untervogt] richten welle, so finde er dhein wirtzhuß»). Die Zuger Ratsherren bescheiden ihm, er solle in Cham «uff offnem platz under Heitterm Himell richten». Die ehemalige Dingstatt (offenes Gericht) befindet sich im Kirchbüel etwa beim heutigen Rigiplatz. [1]

2. Hälfte 16. Jahrhundert Im Gebiet Kirchbüel ist ein (noch namenloses) «Wirtshus» belegt (z.B. 1579 «zuo Kham uff der wirttschafftt ... zuo kilchbuel bÿ der kilchen») evtl. sind es zeitweise sogar deren zwei. [2]

1636/1638 Ein Gasthaus «Raben» und dessen Gastwirt Rudolf Hess («ruodolff hess, der Würt zum Rappen», gest. 1642/1643) wird erstmals erwähnt, als der Zuger Stadtrat die Führung einer Wirtschaft genehmigt. [3] Das Gasthaus befindet sich östlich der Lorze im Ortsteil Städtli. [4]

1647/1649 Der Städtliwirt Adam Schwyzer will das Wirtshausrecht in den Ortsteil Kirchbüel verlegen. [5]


Das Wirtshaus zum Raben im Kirchbüel

1651 Der Zuger Stadtrat bewilligt Adam Schwyzer, den «wirth schilt» von Städtli auf die Liegenschaft im Quartier Kirchbüel zu ziehen. [6] «Die wirthschafft jm stättlj» dagegen soll «thotth und ab sein». Auch ist Schwyzer nicht befugt, einen Stall zu bauen, um Reisende zu Pferd über Nacht zu beherbergen. [7] Schwyzer bleibt sicher Wirt bis 1654. [8] Der Zuger Stadtrat kauft die ehemalige Wirtshausliegenschaft im Städtli, um sie als Pfrundhaus zu verwenden. [9]

1664 Die Rabenwirtschaft auf dem Kirchbüel geht von einem Adam Hüsli (Hüsler?) an die Familie Bütler über. Sie dürfen dort mit den gleichen Rechten wirten wie ihre Vorgänger. [10]

1667 Es sind zwei Wirte von Cham namentlich erwähnt: Hans Sattler vom «Roten Bären» und Mathias Bütler. Beide klagen vor dem Zuger Stadtrat, sie würden durch das «usschenkhen» der bäuerlichen Konkurrenz grosse Einbussen erleiden, besonders durch Oswald Ritter und durch die Familie des Sigristen. [11]

1695 Es kommt zu einem Wirtewechsel: Schützenmeister Michael Bütler verkauft Pfleger Michael Bütler von Hünenberg die «wihrtschafft beÿ dem Rappen zuo Cham». [12] Der Umzug von Hünenberg in den Kirchbüel ist nicht billig: 40 Gulden Einzugsgebühren muss Bütler entrichten, je die Hälfte gehen an den Zuger Stadt und das Chamer Gemeindegericht. Die Gemeinde Kirchbüel erhält zudem weitere 12 Gulden Einzugsgebühr. [13]

1703 Rabenwirt Bütler führt zusammen mit Bärenwirt Melchior Gretener vor dem Zuger Stadtrat Beschwerde gegen die zwei Söhne von Ludwig Ritter. Diese hätten an ihrem Haus im Städtli ein Büschel mit Tannzweigen («dannbuschlin») angebracht und so ihre Gasthäuser konkurrenziert. Der Rat bestätigt die beiden Tavernenrechte, bewilligt den Bauern im Städtli aber auch, Gäste in der Stube mit Speise und Trank aus der eigenen Produktion (Wein oder Most, Käse oder Brot) zu bewirten. [14] Im «Raben» und im «Roten Bären» werden vor allem Fremde und Durchziehende bewirtet. [15]

1712 Ulrich Hildebrand erhält das Tavernenrecht für den Raben. Er bleibt sicher bis 1741 der Gastwirt. [16]

1729 Als es in den Stadtzuger Vogteien Cham, Steinhausen und Gangolfswil (Risch) zu Unruhen kommt, gehört auch Rabenwirt und Kirchmeier Hildebrand, vulgo «Rappen-Uoli», zu den Unruhestiftern («complotenmacher»). [17]

1743 Josef Werder (gest. 1762/1763) von Hünenberg, der Schwiegersohn des verstorbenen Rabenwirts (Hildebrand?), wird von der Gemeinde Kirchbüel als Genosse aufgenommen. [18] Werder bleibt bis zu seinem Tod Gastwirt.

1763 Leutnant Josef Lutiger pachtet den Raben vorerst für sechs Jahre und kauft ihn später. Der Zuger Stadtrat erlaubt ihm das Wirten und das Metzgen für den Hausgebrauch. Verkaufen darf er sein Schlachtgut nicht, weil er so den Stadtzuger Metzgern schaden könnte. Lutiger wird als «gemeindtsmann» angenommen und wirkt zehn Jahre lang als Gastgeber im Raben. [19]

1770/1773 Auf der Vogteienkarte von Franz Fidel Landtwing (1714–1782) und Jakob Joseph Clausner (1744–1797), einer der ältesten, Detail getreu gezeichneten Karten mit einem grossen Teil des heutigen Kantons Zug, ist der «Rappen» eingetragen.

1771 Die Luzernerstrasse – die Landstrasse zwischen Cham und Chämleten – wird im Rahmen einer gross angelegten Strassenbaukampagne saniert und ausgebaut. Rabenwirt Lutiger gibt dazu einen Teil seines Mattlandes ab. [20]

1773 Die Tradition, dass die Chamer Rabenwirte aus Hünenberg zuziehen, setzt sich fort: German Baumgartner wird als neuer Rabenwirt zusammen mit seinen Söhnen als Gemeindemann angenommen. [21]

1778 Josef Lutiger verkauft das Wirtshaus an Baumgartner. [22]

1790 Rabenwirt Josef Baumgartner erhält vom Zuger Stadtrat die Erlaubnis, das Wirtshausrecht auf sein neu gebautes Haus in der Neumatt (oder auch von dort wieder zurück auf das alte Haus) zu verlegen. [23]

Ende 18. Jahrhundert Auf dem (undatierten) Plan von Sigrist Oswald Villiger ist das «Wirtshauß Rappen» etwa beim heutigen Haus «Merkur» (Kirchbüel 2) am Kirchenplatz, eingezeichnet. [24]


Brand und Neubau im Kirchbüel

1791 Das alte Wirtshaus von Josef Baumgartner wird am 27. November ein Raub der Flammen. Die Nachbarn wecken die Leute im Haus, die sonst alle verbrannt wären. Vieles kann noch gerettet werden. Der Brand soll aus Unvorsichtigkeit beim Löschen des Feuers nach dem Kochen entstanden sein. [25] Anschliessend wird das Gasthaus neu aufgebaut.

1793 Einige hundert Meter vom Raben entfernt geht Heinrich Balmer, der Wirt im «Roten Bären», Konkurs. Papiermacher Jakob Bär, bei dem Balmer verschuldet war, verzichtet auf sein Tavernenrecht und verkauft es Alt Rabenwirt Josef Baumgartner. So gibt es in Cham nur noch ein «offizielles» Gasthaus. [26]

1794 Ein frühes Beispiel der Chamer Theatertradition: Maler Bütler von Chämleten und einige Mitstreiter erhalten vom Zuger Stadtrat die Erlaubnis, beim Raben ein ehrbares Lustspiel aufzuführen, jedoch nicht an den Sonntagen. [27]

1801 Cham erlebt 1798 während der Helvetischen Revolution und der Besatzung durch französische Truppen den Untergang der alten, jahrhundertelang geltenden politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen. Drei Jahre später bemüht sich Kaspar Hildebrand beim helvetischen Unterstatthalter in Zug um den Rückgewinn des zweiten Tavernenrechts. Die 1798 neu entstandene Chamer Munizipalität (Gemeinde) setzt sich zur Wehr und weist darauf hin, dass «an einem so geringen Ort, welcher nur aus 13 oder 14 Häusern besteht», ein Gasthof (derjenige zum Raben) genüge. [28]

1803 Rabenwirt Jakob Baumgartner (gest. 1812), Sohn des Josef, veräussert das vakante zweite Tavernenrecht an Weibel Jakob Meyer. Der Kaufvertrag wird am 15. Juni genehmigt. Nach zehn Jahren gibt es in Cham wieder zwei Wirtshäuser. Der «rote Bären» erlebt eine (kurze) Renaissance. [29]

1812/1813 Rabenwirt Jakob Baumgartner ist verstorben. [30] Der Raben geht an den Chamer Michael Stutz (1765–1839).


Der «neue Raben» im Kirchbüel

1815 Michael Stutz verkauft den Alten Raben an Alois Baumgartner. Das alte Wirtshaus wird abgebaut und an die Luzernerstrasse gezügelt, wo es fortan als Wohnhaus dient (Luzernerstrasse 40). Offenbar nur kurze Zeit später baut Stutz den neuen Raben am heutigen Standort am Rabenplatz. [31] Zur Liegenschaft gehört eine grosse Scheune (bis 1930, heute Luzernerstrasse 17, alte Post), eine grosse Gartenwirtschaft (bis 1950, heute Luzernerstrasse 22) und eine weitere Scheune (bis ca. 1960, heute Hünenbergerstrasse 3). [32]

1817 Zusammen mit Papierfabrikant Josef Bär (gest. 1829) veranstaltet Stutz vom 28. September bis zum 2. Oktober ein «Ehr- und Freyschießen», «wozu alle sowohl Fremde als einheimische Herren und Schützen» eingeladen sind. Es lockt ein Gesamtgewinn von 5000 Gulden. [33]

1835 Der westliche Hausteil wird angebaut. [34]

1850 Im «Raben» wirtet die 51-jährige Witwe Anna Maria Stutz-Degen. [35] Kurze Zeit später übernimmt Sohn Jakob Stutz (1824–1890) das Wirtshaus.

1852 Rabenwirt Stutz organisiert in der Vorfasnachtszeit einen «Maskenball» im Raben. [36]

1861–1868 In den 1860er Jahren finden – jeweils an den Sonntagen – die Gemeindeversammlungen beim Gasthaus Raben statt. [37]

1877/1878 Die Liegenschaft geht von Jakob auf dessen Sohn Johann Josef Stutz (1852–1895) über. [38]

1886 George Ham Page (1836–1899), der Generaldirektor der Anglo-Swiss Condensed Milk Company, führt auf der Rabenmatt Viehausstellungen durch. Er will damit den Wettbewerb unter den Bauern und die Qualität der Viehzucht fördern. [39]

1890 Der frühere «Raben»-Besitzer Jakob Stutz stirbt im Alter von 66 Jahren. Dem Schulfonds hinterlässt er 3000 Franken. [40]

1891 Johann Josef Stutz verkauft den Raben an seinen Schwager Josef Stuber-Stutz (1844–1932), Direktor der «Anglo-Swiss Condensed Milk Company». [41]

1896 Der «Raben» wird auf Marie Stuber-Stutz überschrieben. [42] Nach aussen tritt aber nach wie vor Ehemann Josef Stuber als Wirt auf. [43]

1903 Gasthof und Umgelände gehen an Ludwig Gassner-Uttinger. [44] Gassner ist 43-jährig, Mechaniker und Kaufmann und stammt aus Bludenz im Vorarlberg. [45]

1908 Ludwig Gassner-Uttinger verkauft den «Raben» mit einem Stück Land von ca. 144 Aren an der Reuss bei der Stadelmatt, Gemeinde Hünenberg, für 110'000 Franken an den 34-jährigen Hotelier Josef Franz Rady-Suter aus dem badischen Laufenburg. [46]

1910 Nach erneuten Verkauf der Liegenschaft stellt der 26-jährige (Albert) Johann Fridlin, lediger Kellner aus Zug, das Gesuch für ein Wirtepatent. Er bleibt nicht lange und geht schliesslich in Konkurs. [47]

1911 Das Konkursamt versteigert den «Raben» am 8. November. Roman Schmidlin-Schröter (1855–1935), Senn und Handelsmann aus Adligenswil LU, ersteigert die Liegenschaft für 69'100 Franken. [48]

1916 Die Liegenschaft geht an die Geschwister Schmidlin über. [49]

1929 Am 4. Juli beschliesst die Brückenwaage Cham AG, ihre Lastwaage beim «Raben» abzubrechen, da diese den zunehmend motorisierten Verkehr behindert. [50]

1938 Die Liegenschaft Raben geht in der Verwandtschaft der Schmidlin weiter: Neu sind die Gebrüder Josef, Leo und Gottlieb Schmidlin Eigentümer. [51] Heidy Schütz-Pfenninger betreibt im «Raben» einen Damen-Coiffeursalon und eine Pedicure. Schon ein Jahr später zieht sie in den neu erbauten Sonnhof (Luzernerstrasse 28) weiter. [52]

1939 Die Ära Schmidlin geht zu Ende. Neuer Eigentümer des «Raben» ist Josef Sigrist. [53] Im Hinterhaus eröffnet Fotograf Jakob Marfurt sein Fotogeschäft (bis 1946). [54]

1943 Wiederum eine Handänderung: Sigrist verkauft den «Raben» an Josefa Katharina Gräni-Wieser (*1897). [55]

1950 Die Geschwister Johann und Josefine Russi stammen aus den Urserental und übernehmen Marfurts Fotogeschäft. Ende der 1950er Jahre ziehen sie zurück ins Urnerland. [56]

1955 Xaver Kaufmann-Widmer (1896–1981) und seit 1955 in Cham, kauft den «Raben» und betreibt ihn mit seiner Frau Lina (1898–1984). Sie haben sieben Kinder. [57] Zur Neueröffnung lädt Besitzer Xaver Kaufmann die ganze Bevölkerung ein. [58]

1968 Generationenwechsel im «Raben»: Liegenschaft und Gastwirtschaft gehen an Josef «Joe» Kaufmann-Wymann (1930–1986) über. Von Beruf ist er Koch. [59] Kaufmann ist Küchenchef und mit Rita, geborene Wymann, verheiratet. Er ist seit 1955 in Cham ansässig. Das Hotel weist sieben Zimmer mit 15 Betten auf sowie zehn Zimmer für Angestellte. [60]

1970 Zusammen mit dem Chamer Architekten Erich Weber führt Kaufmann einen umfangreichen Umbau der Liegenschaft durch. [61]

1982 Josef Kaufmann baut nochmals um und aus, diesmal mit den Steinhauser Architekten Notari, Notter, Schaepe. [62]

1986 Josef Kaufmann stirbt am 19. März. Die Walirawi AG mit Geschäftsführer Heinz Keller (*1956), Bürger von Widnau SG, übernimmt die Pacht. [63]

1988 Der «Raben» wird durch die Firma Erni & Müller AG mit Sitz in Cham übernommen. Als «Restaurateur» und neuer Pächter verantwortlich ist Werner Erni (*1958). Die Taverne verfügt über 35 Plätze, das Restaurant im ersten Stock über 35 Plätze und der Garten über 70 Plätze. [64]

2017 Hausi und Irma Hocher sind ab dem 1. Januar die neuen Pächter im Restaurant Raben in Cham. Seit 2008 bewirtete Hausi Hocher als Geschäftsführer mit seinem Team die Gäste im Restaurant Raben. Nun konnte er zusammen mit seiner Frau das Restaurant von der Raben GmbH übernehmen, das Team bleibt bestehen. [65]

2020 Das Gasthaus ist im Inventar der schützenswerten Denkmäler der Gemeinde Cham aufgeführt. [66]


Der Wirtshausname «Raben»

Der Bezug zum schweizerdeutschen Vogelnamen Rapp (Kolkrabe, lat. corvus corax) ist offensichtlich. Als Wirtshausname ist «Raben» sonst vor allem rund um Zürichsee verbreitet im einstigen Einflussgebiet des Benediktinerklosters Einsiedeln, in dessen Gründungsgeschichte zwei Raben eine Schlüsselrolle spielen. [67]


Kunsthistorische Beschreibung

«Die Baugruppe besteht aus zwei in Volumen und Gliederung ähnlichen, firstparallelen Häusern, die durch einen Zwischentrakt verbunden sind. Die beiden schon ursprünglich verputzten Fachwerkbauten zeigen je drei auf fünf Fensterachsen und sind von Stutzwalmdächern mit leichtem Knick abgeschlossen. Die Mittelachse der zur Luzernerstrasse gerichteten Traufseite des älteren, dem Bänihaus ähnlichen Hauses, ist in biedermeierlicher Art durch weitere Stellung der mittleren Fensterachse betont. Die Fensterachsen des westlichen, etwas höheren Hauses sind regelmässsig verteilt, seine Giebelfelder ursprünglich beidseitig durch eine Serliana akzentuiert. Das ursprüngliche Empire-Wirtshausschild mit plastischem Raben ist verloren.» [68]

Hatte nach ihrem Halt im Raben am 18. August 1868 keine besonders hohe Meinung von Cham: die englische König Victoria (1819–1901)


Die Königin im «Raben»

Victoria (1819–1901), 63 Jahre lang Königin von England und Irland, weilt vom 7. August bis 9. September 1868 in Luzern. Sie ist psychisch angeschlagen und will sich in der Zentralschweiz erholen. Am 18. August besucht sie bei einem Ausflug über Brunnen und Goldau auch den Zugersee. Von der Schönheit der Seelandschaft und von der Stadt Zug ist sie beeindruckt. Und dann erreicht ihre rund zehnköpfige Reisegesellschaft das Dorf Cham.

Pausiert wird im Raben, «eine Art Raststätte auf halbem Weg, in der Nähe des Bahnhofs». Rund ¾ Stunden dauert der Aufenthalt in der Gartenwirtschaft, bis die Pferde ausgeruht sind. Die Queen notiert kritisch in ihrem Tagebuch: «Und wir sahen uns genötigt, unseren Tee (den wir mitgebracht hatten) in einem faden Teegarten, in der Nähe der Kegelanlage!!, zu uns zu nehmen ... niemand war dort und kein Mensch kannte uns, aber es war höchst unpoetisch!» Immerhin spaziert sie anschliessend in Cham «bis zum dem Punkte, von dem aus die Rigi, Pilatus und Schneeberge den schönsten Anblick gewähren». Die Queen skizziert die Landschaft und malt ein Aquarell des Zugersees mit dem Westabhang des Zugerbergs (das Bild gehört heute zur Sammlung der «Royal Collection Trust», der Kunstsammlung der englischen Königsfamilie). [69]


Weblink

Homepage Restaurant Raben


Dokumente

Menükarten

– Menuekarte 2017


Aktueller Kartenausschnitt

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Einzelnachweise

  1. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.0.255, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1471–1623, fol. 62v (17.11.1537). Dittli, Beat, Zuger Ortsnamen. Lexikon der Siedlungs-, Flur- und Gewässernamen im Kanton Zug. Lokalisierung, Deutung, Geschichten, Zug 2007, Bd. 2, S. 18f.
  2. Dittli, Beat, Zuger Ortsnamen. Lexikon der Siedlungs-, Flur- und Gewässernamen im Kanton Zug. Lokalisierung, Deutung, Geschichten, Zug 2007, Bd. 5, S. 243f.
  3. «Dem rudolph hessen im Stättlj zuo Kham ist erloubt zuo würten und ein schilt usen zuo hänkhen.» Bürgerarchiv Zug, A 39.26.1.1736, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1552–1649, fol. 201r (undatiert, zwischen dem 15.03.1636 und dem 05.04.1636)
  4. Gemäss einer Überlieferung des Zuger Arztes und Lokalhistorikers Franz Karl Stadlin (1777–1829) stand das «Wirtshaus zum Raaben» ursprünglich auf der Badmatt, einer Wiese am östlichen Lorzenufer beim Ausfluss aus dem Zugersee. Dem Wirtshaus sei auch ein Bad angegliedert gewesen. Stadlin, Franz Karl, Die Geschichten der Gemeinden Chaam, Risch, Steinhausen u. Walchwyl. Des ersten Theils zweiter Band, Luzern 1819, S. 114f.
  5. «Dem Wirth jm Stätli jst bewilliget, die Rächtsami deß wirtenß uff den Kilchbuell zu zuchen, falls er dort khaufft.» Bürgerarchiv Zug, A 39.26.2.2768, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1641–1650, fol. 213v (14.12.1647); A 39.26.2.3354, fol. 255v (20.11.1649)
  6. Dittli, Beat, Zuger Ortsnamen. Lexikon der Siedlungs-, Flur- und Gewässernamen im Kanton Zug. Lokalisierung, Deutung, Geschichten, Zug 2007, Bd. 4, S. 31f.
  7. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.3.454, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1650–1660, fol. 31r (14.10.1651)
  8. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.3.1280, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1650–1660, fol. 86v (19.12.1654)
  9. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.3.476, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1650–1660, fol. 32r (04.11.1654), A 39.26.3.1262, fol. 85v (20.11.1654)
  10. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.4.1047, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1660–1668, fol. 85r (11.10.1664)
  11. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.4.1637, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1660–1668, fol. 132r (27.05.1667)
  12. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.9.1092, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1692–1696, fol. 108v (04.02.1695). Staatsarchiv Zug, Hypothekenbücher, Bd. 29, S. 118
  13. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.9.1113, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1692–1696, fol. 110v (12.03.1695)
  14. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.12.187, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1703–1705, fol. 27v (25.08.1703)
  15. Gruber, Eugen et al., Geschichte von Cham, Bd. 1, Cham 1958, S. 271
  16. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.14.1128, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1709–1712, fol. 129r (27.02.1712); A 39.26.22.569, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1733, fol. 78v (10.10.1733)
  17. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.20.401, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1729–1730, S. 181 (04.08.1729); A 39.26.20.421, S. 198 (08.08.1729)
  18. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.27.422, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1743–1745, fol. 50v (23.11.1743)
  19. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.31.1042, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1761–1768, fol. 81r (20.05.1763)
  20. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.32.1911, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1768–1772, S. 304 (26.10.1771)
  21. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.33.353, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1773–1779, S. 50 (18.12.1773)
  22. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.33.1786, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1773–1779, S. 255 (31.01.1778)
  23. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.35.992, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1788–1791, fol. 121r (07.08.1790)
  24. Twerenbold, Monika, Cham, Luzernerstrasse 40, Alter Raben (Aussensanierung und Restaurierung Buffet), in: Tugium 32, 2016, S. 55
  25. Bürgerarchiv Cham, A 1/1492, Notizen von Sigrist und Organist Oswald Villiger zu den Geistlichen und den Häusern von Cham, 1802
  26. Bürgerarchiv Zug, A 29.26.36.676, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1792–1795, fol. 71v (07.12.1793). Gruber, Eugen et al., Geschichte von Cham, Bd. 1, Cham 1958, S. 271
  27. Bürgerarchiv Zug, A 29.26.36.713, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1792–1795, fol. 76v (11.01.1794).
  28. Gruber, Eugen et al., Geschichte von Cham, Bd. 1, Cham 1958, S. 271
  29. Gruber, Eugen et al., Geschichte von Cham, Bd. 1, Cham 1958, S. 271
  30. Zürcherische Freitagszeitung, 04.09.1812
  31. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 127
  32. Freundliche Mitteilung von August Sidler, Cham, 01.11.2020
  33. Zürcherische Freitagszeitung, 19.09.1817
  34. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 127
  35. Glauser, Thomas / Hoppe, Peter / Schelbert Urspeter, 12 Bevölkerungsporträts: eine Auswertung der Volkszählung von 1850, in: Der Kanton Zug zwischen 1798 und 1850, Bd. 2, Zug 1998, S. 114
  36. Neue Zuger Zeitung, 07.02.1852
  37. Neue Zuger Zeitung, 16.03.1861. Der Zugerbieter, 23.06.1868
  38. Staatsarchiv Zug, G 337, Gebäudeversicherung, Lagerbuch II, Cham, Ass.-Nr. 108a
  39. Steiner, Hermann et al., Vom Städtli zur Stadt Cham. Geschichte und Geschichten einer Zuger Gemeinde, Cham 1995, S. 208
  40. Zuger Neujahrsblatt 1893, Chronik 25.05.1890
  41. Zuger Volksblatt, 17.10.1891. Staatsarchiv Zug, G 337, Gebäudeversicherung, Lagerbuch II, Cham, Ass.-Nr. 108a
  42. Staatsarchiv Zug, G 337, Gebäudeversicherung, Lagerbuch II, Cham, Ass.-Nr. 108a
  43. Zuger Volksblatt, 24.02.1900
  44. Staatsarchiv Zug, G 337, Gebäudeversicherung, Lagerbuch II, Cham, Ass.-Nr. 108a
  45. Staatsarchiv Zug, CD 27, Wirtepatente 1892–1918, Mappe Raben, Gesuch vom 17.10.1903
  46. Staatsarchiv Zug, CD 27, Wirtepatente 1892–1918, Mappe Raben, Gesuch vom 11.05.1908. Zuger Neujahrsblatt 1911, Chronik 12.05.1908
  47. Staatsarchiv Zug, CD 27, Wirtepatente 1892–1918, Mappe Raben, Gesuch vom 26.11.1910
  48. Zuger Neujahrsblatt 1917, Chronik 08.11.1911
  49. Staatsarchiv Zug, G 337, Gebäudeversicherung, Lagerbuch II, Cham, Ass.-Nr. 108a
  50. Zuger Kalender 1931, Chronik 04.07.1929
  51. Staatsarchiv Zug, G 337, Gebäudeversicherung, Lagerbuch III, Cham, Ass.-Nr. 108a
  52. Zugersee-Zeitung, 08.07.1960
  53. Staatsarchiv Zug, G 337, Gebäudeversicherung, Lagerbuch III, Cham, Ass.-Nr. 108a
  54. Steiner, Hermann, Der Kanton Zug und seine Fotografen, 1850 bis 2000. Auch ein Stück Kulturgeschichte, Rotkreuz 2000, S. 42
  55. Staatsarchiv Zug, G 337, Gebäudeversicherung, Lagerbuch III, Cham, Ass.-Nr. 108a
  56. Steiner, Hermann, Der Kanton Zug und seine Fotografen, 1850 bis 2000. Auch ein Stück Kulturgeschichte, Rotkreuz 2000, S. 42
  57. Staatsarchiv Zug, G 468, Wirtepatente, Mappe Raben, Gesuch vom 08.05.1955
  58. Zugersee-Zeitung, 01.07.1955
  59. Staatsarchiv Zug, G 337, Gebäudeversicherung, Lagerbuch IV, Cham, Ass.-Nr. 108a
  60. Staatsarchiv Zug, G 468, Wirtepatente, Mappe Raben, Erneuerungsgesuch Wirtepatent vom 20.06.1974
  61. Staatsarchiv Zug, G 468, Wirtepatente, Mappe Raben, Baupläne vom 28.07.1970
  62. Staatsarchiv Zug, G 468, Wirtepatente, Mappe Raben, Baupläne vom 12.01.1982
  63. Staatsarchiv Zug, G 468, Wirtepatente, Mappe Raben, Gesuch vom 05.08.1986
  64. Staatsarchiv Zug, G 468, Wirtepatente, Mappe Raben, Gesuch vom 03.03.1994
  65. Zuger Zeitung, 13.12.2016
  66. Amt für Denkmalpflege und Archäologie, Inventar der schützenswerten Denkmäler, Grundstücknummer 60 [Stand: 17.03.2020]
  67. Dittli, Beat, Zuger Ortsnamen. Lexikon der Siedlungs-, Flur- und Gewässernamen im Kanton Zug. Lokalisierung, Deutung, Geschichten, Zug 2007, Bd. 4, S. 31f.
  68. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 127f.
  69. Zuger Zeitung, 19.08.2020