Wettersäule am Rabenplatz

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Die erste Wetterstation gegenüber dem Restaurant Raben
Der Rabenplatz mit Wetterstation im Hintergrund, rechts das Restaurant Raben mit Lastwaage
Die Wetterstation mit dem Rabenplatz (noch ohne Kreisel), 1997
Die Wetterstation sieht noch beinahe gleich aus wie vor 20 Jahren, 2017

Auf dem Rabenplatz vor der Liegenschaft Luzernerstrasse 17 steht eine kleine Wettersäule von 1949. Sie ersetzte eine frühere Säule von 1906. Sie liefert Messwerte zu Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Man wollte damit naturkundliches Wissen der Bevölkerung nahe bringen und die Reisenden informieren.


Chronologie

1906 Eine erste Wettersäule wird auf dem Rabenplatz aufgestellt, ein Geschenk von Frau Bertha Sträuli [1]. Es handelt sich um eine «Lambrecht’sche Wetterhütte» [2], erstellt wir sie vom Spezialisten F. Ulbrich, Zürich [3]. Das Postgebäude steht zu dieser Zeit noch nicht.

1949 Die erste Wettersäule vor der Liegenschaft Luzernerstrasse 17 weicht einem moderneren Modell. Es ist die ortsansässige Firma, welche die neue Wettersäule dem «Verkehrs- und Verschönerungsverein Cham» spendiert. Die Kosten betragen 2941 Franken und 65 Rappen. Auf dem Granitsockel thront die eigentliche Wetterstation, die von einer Zementplatte gedeckt wird, die in Blech eingepackt ist.

Den Entwurf für die Station lieferte der Chamer Architekt Otto von Rotz (1914–2009), offenbar unentgeltlich. «Die klassische Dreiteilung eines Gebäudes, Sockel – Hauptgeschoss – Dach, wird hier in verkleinerter Form zelebriert.» [4] Die Wetterstation liefert Messwerte zu Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck.


Fotogalerie

Die vier Fenster der Wetterstation am Rabenplatz:


Einzelnachweise

  1. Steiner, Hermann et al., Vom Städtli zur Stadt Cham. Geschichte und Geschichten einer Zuger Gemeinde, Cham 1995, S. 177
  2. Eintrag in der Wettersäulen-Datenbank von Paul Bächtiger, Horgen
  3. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 127
  4. Neue Zuger Zeitung, 23.05.1996