Stutz Jakob (1824–1890)

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Jakob Stutz (1824–1890)

Jakob Stutz (1824–1890) war Wirt im Gasthaus Raben in Cham, Posthalter, zudem Politiker und Militär.


Stationen

1824 Jakob Stutz kommt am 25. Januar zur Welt. [1] Er besucht die Schulen in Cham.

1829 Stutz’ Vater, Ratsherr Michael, kauft den «Raben» am Rabenplatz.

1835 Michael Stutz baut den westlichen Hausteil beim «Raben» an. [2]

1852 Jakob Stutz, jetzt 28-jährig, wird für die Freisinnigen in den Kantonsrat gewählt. Er bleibt zwei Jahre im Kantonsparlament. [3] Sein Sohn Johann Josef kommt zur Welt. Zudem übernimmt er die kantonale Post in Cham und wird der erste Posthalter und Briefträger Chams. Er bekommt dafür 1852 eine jährliche Besoldung von 232 Franken. [4]

1869 Stutz bekommt in der gewachsenen Poststelle Cham einen jährlichen Lohn von 900 Franken. [5]

1870 Jakob Stutz gibt die Poststelle an Jost Burri weiter und lässt sich nach längerer Pause nochmals in den Kantonsrat wählen. Er verbleibt dort wiederum für zwei Jahre. [6]

1877 Die Liegenschaft Raben geht von Jakob Stutz auf dessen Sohn Johann Josef über. [7]

1889 Jakob Stutz’ Gattin, eine geborene Wickart, stirbt.

1890 Der «Raben»-Besitzer Jakob Stutz stirbt am 25. Mai im Alter von 66 Jahren. Dem Schulfonds hinterlässt er 3000 Franken. [8]


Stutz’ Wirken

Jakob Stutz war «geachtet und geliebt von Allen, die ihn kannten. Und wer kannte ihn nicht den alten Gastgeber zum Raben, den vieljährigen Grossrath, den Hauptmann der Infanterie? Herr Stutz wirkte ruhig, ohne Aufsehen zu erregen, aber seine Zieles bewusst, in Aemtern, Gesellschaften, in der Familie, in Freundschaftskreisen.» [9]


Die Stutz-Töchter vom «Raben»

Drei Töchter von Jakob Stutz und dessen Frau heiraten bekannte Männer: Martha Stutz (1853–1900) heiratet David Steven Page (1844–1903), den Direktor der «Anglo-Swiss Condensed Milk Company» und Bruder des legendären George Ham Page. Tochter Maria ehelicht Josef Stuber (1844–1932), der ebenfalls Direktor bei der «Anglo-Swiss» war. Tochter Elisa heiratet Fritz Spillmann, Gerber, Interims-Direktor der Metallwarenfabrik Zug und Regierungsrat des Kantons Zug. [10]


Einzelnachweise

  1. Staatsarchiv Zug, Zuger Personen- und Ämterverzeichnis [Stand: 01.05.2018]
  2. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 127
  3. Staatsarchiv Zug, Zuger Personen- und Ämterverzeichnis [Stand: 01.05.2018]
  4. Gruber, Eugen et al., Geschichte von Cham, Bd. 2, Cham 1962, Anhang, S. 313
  5. Gruber, Eugen et al., Geschichte von Cham, Bd. 2, Cham 1962, Anhang, S. 313
  6. Staatsarchiv Zug, Zuger Personen- und Ämterverzeichnis [Stand: 01.05.2018]
  7. Staatsarchiv Zug, G 337, Gebäudeversicherung, Lagerbuch II, Cham, Ass.-Nr. 108a
  8. Zuger Neujahrsblatt 1893, Chronik 25.05.1890
  9. Zuger Volksblatt, 28.05.1890
  10. Steiner, Hermann et al., Vom Städtli zur Stadt Cham. Geschichte und Geschichten einer Zuger Gemeinde, Cham 1995, S. 237