Werkstattgasse 2, Schreinereigebäude

Aus Chamapedia

Wo sich heute die «Ennetsee-Schreinerei» befindet, war früher die Schreinerei der Papierfabrik Cham, 2014
Ein Brand beschädigte die Werkstatt der «Ennetsee-Schreinerei», 2019
Blick in die Werkstatt der Ennetsee-Schreinerei, 06.09.2022
Das Gebäude der Papierfabrik-Schreinerei an der Lorze, 22.12.2022
Ansicht Süd und Werkstattgasse, 22.12.2022
Ansicht Süd, 22.12.2022

1929 errichtete die Papierfabrik ein separates Gebäude für die fabrikeigene Schreinerei und zeigt die zunehmende Bedeutung der Nebenbetriebe.


Chronologie

1929 Die Papierfabrik Cham ist auf Expansionskurs, so dass der Nebenbetrieb der Schreinerei aus den Fabrikräumlichkeiten weichen muss und westseits der Lorze ein eigenes, neues Gebäude erhält (Ass.-Nr. 1652a). [1] Ursprünglich ist es eingeschossig mit Satteldach und Quergiebel. [2] Architektur und Bauführung obliegen dem Chamer Baugeschäft von Wilhelm Hauser (1874–1943), der viel für die Papierfabrik arbeitet und unter anderem Reihenhäuser für Arbeiter, eine Villa für den leitende Angestellte sowie den Umbau der Villa Hammer für Direktor Robert Naville (1884–1970) bewerkstelligen kann.

1975 Die Schreinerei erstellt die Gartenhäuschen für die Familiengärten im Streckiwäldli. [3]

2001 In der Schreinerei kommt es zu einem Brand. Das Gebäude wird wiederhergestellt und um ein Stockwerk erhöht. [4]

2019 In der Ennetsee-Schreinerei, ein Betrieb von 1991, der sich in dem Gebäude befindet, kommt es wieder zu einem Brand. Die Feuerwehr Cham ist schnell vor Ort. Sie kann Büro und Lagerraum schützen, nicht aber die Werkstatt, die stark beschädigt wird. [5]

2021 Im Zuge einer Neubenennung der Strassen auf dem Papieri-Gelände bekommt das Schreinereigebäude die Adresse Werkstattgasse 2. [6]


Würdigung

Viola Müller (*1966), Architekturhistorikerin und Gutachterin der Denkmalpflege, meint zur Qualität des Gebäudes: «Als erstes Gebäude der Abfolge von Werkstatt- und Lagerbauten am Westufer der Lorze hat die Schreinerei ortsbildende Bedeutung. Ein erkennbarer Bestandsteil der Fabrikanlage ist sie durch die Verwendung von Zementsteinen für die Fassaden, vergleichbar mit der Ausrüsterei (Ass.-Nr. 30b), dem Werkstattgebäude (Ass.-Nr. 1651a) oder dem Trafogebäude (Ass.-Nr. 32e).» [7]


Filmdokument

Übung der Betriebsfeuerwehr der Papierfabrik bei der Schreinerei und an der Obermühlestrasse bei der Obermühle, 1976


Aktueller Kartenausschnitt

Die Karte wird geladen …



Einzelnachweise

  1. Müller, Viola, Die Papierfabrik Cham. Baugeschichte und Detailinventar, Direktion des Innern des Kantons Zug/Amt für Denkmalpflege und Archäologie, Zug 2014, S. 13
  2. Vgl. Anmerkung 1 (Müller), S. 76
  3. Vgl. Anmerkung 1 (Müller), S. 14
  4. Vgl. Anmerkung 1 (Müller), S. 76
  5. Zuger Zeitung, 16.07.2019
  6. www.zugmap.ch, Eintrag Grundstücknummer 2981; Grundbuchfläche: 1558 m²; Gebäude: 407 m²; Strasse, Weg: 272 m²; übrige befestigte Fläche: 833 m²; Gartenanlage: 40 m²; fliessendes Gewässer: 6 m² [Stand: 23.12.2022]
  7. Vgl. Anmerkung 1 (Müller), S. 76