Landi Cham

Aus Chamapedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Scheune im Rörliberg, wo heute die Schulanlage steht: das erste Landi-Magazin
Der Landi-Turm (Silo) wurde 1958 erbaut und im Jahr 2000 abgebrochen
Landi-Inserat, undatiert, ca. 1950–1970

Die Landwirtschaftliche Genossenschaft Cham wurde 1895 gegründet. Nach der Fusion mit der Käsereigenossenschaft im Jahre 2009 heisst sie jetzt Buuregnossi Cham.


Chronologie

1895 45 Chamer Bauern schliessen sich zur Landwirtschaftlichen Genossenschaft Cham zusammen. [1]

1897 Das erste Landi-Magazin befindet sich in der Rörlibergscheune von Jakob Grob. [2]

1902 Die Landi braucht mehr Platz; sie zieht um in das Käsereigebäude an der Sinserstrasse 8. Dort führt sie ein Depot für Düngemittel, Kraftfutter, Sämereinen und landwirtschaftliche Konsumartikel. [3]

1919 Die Landi zieht weiter; sie kann das ehemalige Bierdepot der Brauerei Spiess an der Poststrasse 2 kaufen. Die Vorstandsmitglieder sind vom Kauf, dem Preis und der Lage dermassen überzeugt, dass sie das Haus auch als Privatpersonen erworben hätten – falls die Generalversammlung ihrem Antrag nicht gefolgt wäre. Doch die Chamer Bauern kaufen die neue Zentrale für 61'500 Franken – und zahlen zudem dem Wirt des benachbarten Restaurants Bahnhof eine Provision von 600 Franken. Fortan holen die Chamer Bauern hier ihr Saatgut, lassen Getreide mahlen, lagern Torf, Stroh und Dünger, verkaufen ihre Waren. [4]

1922 Landi-Geschäftsführer Heinrich Baumgartner zieht mit seiner Familie in die Wohnung oberhalb des Landi-Magazins. [5]

1949 Die Chamer Landi-Bauern kaufen einen Teil des Nestlé-Geländes an der Zuger-/Seehofstrasse mit Schuppen, Wohnhaus, Strohlager und Garagen: Die 4678 Quadratmeter kosten 152'000 Franken. [6]

1954 Die Landi stellt eine Baukommission zusammen; sie will das ehemalige Nestlé-Gelände mit Neubauten überziehen, das Projekt stammt von Architekt Hans Büchler aus Cham.

1957 Die Genossen stimmen dem Bauprojekt zu. Die alten Bauten werden abgebrochen, die einstige Gasfabrik sogar gesprengt. Die Neubauten haben Platz. [7]

1958 Die Landi hat das neue Gelände im Chamer Dorfzentrum mit Werkbau mit Laden und Rampe sowie dem Siloturm überbaut. Deshalb zieht sie um und verkauft die Poststrasse 2 an Buchdrucker Josef Meienberg-Rey für 95'000 Franken. [8]

1967 Neuerdings können die Automobilisten bei der Landi Cham tanken, und zwar an einer Selbstbedienungstankstelle. [9]

1971 Die Landi modernisiert die Heizung: Sie stellt von Kohlenheizung auf Ölbetrieb mit Warmwasseraufbereitung um. [10]

1989 Die Chamer Bevölkerung kann ihren Bedarf für «Haus und Garten» in neu eröffneten Landiladen decken. [11]

2000 Die Landi gibt die Geschäftstätigkeit auf. Das zentrale Gelände weicht einer Überbauung mit 28 Wohnungen und Geschäftsräumen, in die unter anderem der Coop Cham einzieht. [12]

2009 Die Landwirtschaftliche Genossenschaft und die Käsereigenossenschaft fusionieren. Sie heissen neu «Buuregnossi Cham».


Weblink

Homepage der Buuregnossi Cham


Die Präsidenten der Chamer Landi

  • Siegfried Unternährer (1852–1943), Schönau, Präsident 1895–1907
  • Josef Hausheer (1873–1945), Tobel, Präsident 1907–1945
  • Josef Kaufmann (1892–1972), Schluecht, Präsident 1945–1963
  • Josef Fässler (1915–2014), Schluecht, Präsident 1963–1968
  • Xaver Gretener (*1930), Enikon, Präsident 1968–1983
  • Josef Hausheer (1930–2015), Hatwil, Präsident 1983–1993
  • Josef Grob (*1945), Niederwil, Präsident 1993–2005
  • Hans Baumgartner (*1959), Stumpen, Präsident 2005–2009, seit 2009 Präsident der «Buuregnossi Cham»


Einzelnachweise

  1. Baumgartner, Heinrich, Von der Landwirtschaftlichen Genossenschaft zur Landi Cham, 1895–1995, Cham 1995, S. 4
  2. Baumgartner, Heinrich, Von der Landwirtschaftlichen Genossenschaft zur Landi Cham, 1895–1995, Cham 1995, S. 5
  3. Baumgartner, Heinrich, Von der Landwirtschaftlichen Genossenschaft zur Landi Cham, 1895–1995, Cham 1995, S. 5
  4. Baumgartner, Heinrich, Von der Landwirtschaftlichen Genossenschaft zur Landi Cham, 1895–1995, Cham 1995, S. 5
  5. Baumgartner, Heinrich, Von der Landwirtschaftlichen Genossenschaft zur Landi Cham, 1895–1995, Cham 1995, S. 6
  6. Baumgartner, Heinrich, Von der Landwirtschaftlichen Genossenschaft zur Landi Cham, 1895–1995, Cham 1995, S. 6f.
  7. Zugersee-Zeitung, 05.07.1958
  8. Staatsarchiv Zug, G 337, Gebäudeversicherung, Lagerbuch IV, Cham, Ass.-Nr. 322a
  9. Baumgartner, Heinrich, Von der Landwirtschaftlichen Genossenschaft zur Landi Cham, 1895–1995, Cham 1995, S. 8
  10. Baumgartner, Heinrich, Von der Landwirtschaftlichen Genossenschaft zur Landi Cham, 1895–1995, Cham 1995, S. 8
  11. Baumgartner, Heinrich, Von der Landwirtschaftlichen Genossenschaft zur Landi Cham, 1895–1995, Cham 1995, S. 8
  12. Informationen gemäss Webseite http://www.buuregnossi-cham.ch/Geschichte/ [Stand: 19.12.2016]