Baumallee

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Luzernerstrasse, Blick vom Bärenplatz Richtung Westen mit der markanten Baumallee
Die Rosskastanien werden gefällt
1995 besteht auf der Nordseite der Luzernerstrasse eine Baumallee

Zwischen dem alten Gemeindehaus und der Luzernerstrasse befand sich dereinst ein repräsentativer Platz, zuerst für die Gastwirtschaft, dann für Schule und schliesslich für das Gemeindehaus.


Chronologie

1841 Das «Neuhaus» entsteht als Gasthaus, nach Plänen von Baumeister Johann Keusch (1786–1865) von Boswil AG. Der Eingang ist auf die Schulhausstrasse ausgerichtet, die entsprechend der damaligen Verkehrsführung der Hauptverkehrsweg durch Cham darstellt. [1]

1854 Durch den Bau der neuen Bärenbrücke verändert sich die Verkehrsführung in Cham, und es entsteht die heutige Luzernerstrasse. Der kleine Abhang zwischen dem «Neuhaus» und der Luzernerstrasse wird zu einem prominenten Vorplatz im Ortsbild von Cham.

1855 Die Gemeinde kauft das «Neuhaus» nach einem Konkurs für 24'000 Franken. Die Liegenschaft dient fortan im Erdgeschoss als Schulhaus (bis 1916).

1882 Die Milchsiederei Cham, offiziell Anglo-Swiss Condensed Milk Company, erstellt auf eigene Kosten Trottoirs in Cham, auch entlang der Luzernerstrasse.

1905 Bau der Turnhalle mit den Sandsteinsäulen und dem aufgesetzten Portikus in Richtung Südosten, also zur Luzernerstrasse hin.

1917 Das ehemalige Restaurant und Schulhaus erhält nun die Funktion als Gemeindehaus. Mit der Turnhalle nebenan ergibt sich ein kleiner Vorplatz mit Bäumen und Grünflächen. Aufgrund des dichten Blattwerks wirkt die Luzernerstrasse in diesem Bereich wie eine baumgesäumte Allee.

1950er-Jahre Für die Verbreiterung der Luzernerstrasse fällt der Kanton die Rosskastanien. Der Vorplatz verliert an Aufenthaltsqualität.

1998 Das neue Gemeindehaus «Mandelhof» wird eingeweiht. Dadurch verändert sich nochmals der Freiraum in Richtung Süden, in dem dieser durch den mandelförmigen Verwaltungsbau begrenzt wird.


Einzelnachweise

  1. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 107f.