Schulhausstrasse Übersicht

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Schulhausstrasse und Bärenplatz, undatiert, vor 1909

Die Schulhausstrasse ist die Verbindung zwischen Bärenplatz und Rigistrasse. Sie ist eine innerörtliche Verbindung und entspricht ungefähr dem früheren Verlauf der alten Landstrasse nach Luzern. [1]

Die Schulhausstrasse hat ihren Namen, weil sie zuerst zum Schulhaus im «Neuhaus» und ab 1917 zum Schulhaus Kirchbühl führt. An der Schulhausstrasse befinden sich das alte Gemeindehaus (Nr. 1), das ehemalige Spritzenhaus (1902), die zwei Gewerbe- und Wohnhäuser direkt hinter dem Haus Locher (Nr. 2 und 4), das Haus Gigeriweid (Nr. 8) [2], das «Doktorhaus» (Nr. 10) und schliesslich der Gasthof Schiess (Nr. 12) aus der Zeit vor 1813. Seit 1977 ist die Darlehenskasse Cham (heute Raiffeisenbank) an der Schulhausstrasse 8 ansässig.

Das 1908 erbaute Haus an der Schulhausstrasse 10, erbaut von Dr. Clemens Zürcher (1854–1927), der darin seine Arztpraxis einrichtete


Chronologie

1671 Namensgebend für die Liegenschaft Gigeriweid war ein Klaus Giger. Diesem wird 1671 «aúff sein wolhalten hin» bewilligt, vom Sohn des Chamer Schmieds ein «haúß undt güetle» zu kaufen. [3]

1834 Das Haus Gigeriweid an der Schulhausstrasse 8 wird gebaut.

Nordseite des Hauses zur Gigeriweid (benannt nach einem Besitzer) an der Schulhausstrasse. Erste Wohnung der emigrierten Baldegger Schwestern, erste Arztpraxis von Dr. Clemens Zürcher. Nach mehreren Eigentümerwechseln wurde das Haus 1976 abgebrochen und durch den Neubau der Raiffeisenbank ersetzt.

1841 Das «Neuhaus» an der Schulhausstrasse Nr. 1 entsteht, zuerst als Gasthaus.

1855 Die Gemeinde kauft das «Neuhaus» für 24'000 Franken. Die Liegenschaft dient fortan als Schulhaus. In insgesamt sieben Schulzimmern sind je drei Mädchen- und Knabenklassen der unteren, mittleren und oberen Stufe sowie die Sekundarschule untergebracht.

1886 Die Häuser Schulhausstrasse 2 und 4 entstehen miteinander.

1902 Das Spritzenhaus wird als Feuerwehrdepot errichtet.

1909 Dr. Clemens Zürcher (1854–1927) lässt sein Wohnhaus mit Praxis (Nr. 10) erbauen, es bekommt den Namen «Doktorhaus».

1917 Die Schule zieht vom «Neuhaus» ins neue Schulhaus Kirchbühl um; das repräsentative «Neuhaus» wird zum Gemeindehaus.

1976 Abbruch des Haus Gigeriweid (Nr. 8). An dessen Stelle entsteht der Neubau der Darlehenskasse Cham.


Einzelnachweise

  1. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 135
  2. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 156
  3. Dittli, Beat, Zuger Ortsnamen. Lexikon der Siedlungs-, Flur- und Gewässernamen im Kanton Zug. Lokalisierung, Deutung, Geschichten, Zug 2007, Bd. 2, S. 254