Zimmermann Karl (1924–1995)

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Portrait von Zimmermann Karl (1924–1995)
Portrait von Karl Zimmermann (1924–1995)

Vorname: Karl
Nachname: Zimmermann
Geschlecht: männlich
Geburts­datum: 1. Mai 1924
Geburt­sort: Cham ZG
Todes­datum: 24. Juli 1995
Todes­ort: Cham ZG
Beruf: Landwirt
Amt: Kantonsrat
Partei: Christlichdemokratische Volkspartei CVP

Karl Zimmermann-Moos war Landwirt auf dem Kirchbühlhof in Cham. Er vertrat die CVP im Kantonsrat und war aktiv im Chamer Schwingsport tätig.



Karl Zimmermann war auch Führer dieses …
… Leichenwagens der Gemeinde Cham und führte über 1000 Verstorbene auf den Friedhof
Der «neue» Kirchbühlhof, 1965


Stationen

1924 Karl Zimmermann kommt am 1. Mai als jüngstes Kind von sieben Kindern von Martin (1888–1959) und Theresia Zimmermann-Iten (1888–1979) zur Welt. Schon als Kind hilft Karl auf dem elterlichen Kirchbühlhof mit. [1]

1934 Karl erleidet einen Unfall mit einer Kalkverbrennung. Sein linkes Auge erblindet. Er besucht die Schulen in Cham und später die landwirtschaftliche Schule in Pfäffikon. [2]

1940 Die Familie Zimmermann ist in Cham zuständig für die Leichentransporte (bis 1970). Im pferdebespannten Leichenwagen führen die Zimmermanns über 1000 Verstorbene auf den Friedhof.

1950 Karl Zimmermann, genannt «Kari», heiratet Louise Moos (1925–2021) vom Vordergeissboden auf dem Zugerberg. Gemeinsam haben sie neun Kinder, zwei Mädchen und sieben Knaben. Einer der Knaben, Josef, stirbt schon im Alter von zwei Jahren. [3]

1954 Karl Zimmermann übernimmt den Kirchbühlhof am Allmendweg 1 von seinem Vater Martin. [4] Sein Bruder Walter, Knechte und Lehrlinge helfen bei der Arbeit auf dem Hof.

1959 Zimmermann ist einer Mitinitianten zur Geldbeschaffung der grossen Sakramentsglocke für die Pfarrkirche St. Jakob. Seine Frau Louise wird Glockenpatin.

1961 Der Schwingklub Cham-Ennetsee wird am 7. Januar im Restaurant Sternen gegründet. Eines der Gründungsmitglieder ist Karl Zimmermann, der später sogar Ehrenmitglied des Vereins wird.

1964 Karl Zimmermann lässt ein neues Bauernhaus im traditionellen Heimatstil am Allmendweg 6 erstellen. Architekt ist der Chamer Otto von Rotz (1914–2009), der Projektleiter ist Adolf Gretener (*1931), ein Mitarbeiter von Architekt von Rotz.

1971 Die Chamerinnen und Chamer wählen Kari Zimmermann als Vertreter der CVP in den Kantonsrat (bis 1982). [5] Zudem ist er Präsident der Käsereigenossenschaft Cham und Prüfungsexperte an der Landwirtschaftlichen Schule im Schluecht. Bei der Musikgesellschaft Cham wird er aufgrund seiner Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt. [6]

1987 Karl Zimmermann übergibt den Hof seinem Sohn Martin.

1989 Zusammen mit seiner Frau zieht er an den Allmendweg 13. Karl hilft täglich bei der Feld- und Stallarbeit mit, es bleibt aber auch Zeit für sein Hobby, das Fischen in der Reuss oder im Bannalpsee NW. [7]

1995 Karl Zimmermann stirbt überraschend am 24. Juli im Alter von 71 Jahren.


Einzelnachweise

  1. Zuger Nachrichten, 22.08.1995
  2. Familienarchiv Martin Zimmermann, Weidhof, Cham, Nekrolog (1995)
  3. Zuger Nachrichten, 22.08.1995
  4. Staatsarchiv Zug, G 617.6.4, Assekuranzregister Cham, 3. Generation (1929–1960), 1. Band
  5. Staatsarchiv Zug, Zuger Personen- und Ämterverzeichnis [Stand: 01.02.2023]
  6. Familienarchiv Martin Zimmermann, Weidhof, Cham, Nekrolog (1995)
  7. Familienarchiv Martin Zimmermann, Weidhof, Cham, Nekrolog (1995)