Spillmann Josef Martin (1748–1827)

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Portrait von Spillmann Josef Martin (1748–1827)
Portrait von Josef Martin Spillmann

Vorname: Josef Martin
Nachname: Spillmann
Geschlecht: männlich
Geburts­datum: 16. Januar 1748
Geburt­sort: Zug ZG
Todes­datum: 22. Juni 1827
Todes­ort: Cham ZG
Beruf: Pfarrer
Religion: römisch-katholisch

Josef Martin Spillmann ist mit über 46 Jahren Amtszeit der katholische Pfarrer, der wohl am längsten in der Pfarrei Cham-Hünenberg gewirkt hat. In seine Amtszeit fallen der Bau der heutigen Pfarrkirche St. Jakob, aber auch alle Umwälzungen, die 1798 durch den Einmarsch Frankreichs, den Zusammenbruch der Alten Eidgenossenschaft und das Ende Chams als Untertanengebiet der Stadt Zug ausgelöst wurden.



Josef Martin Spillmann, Porträt und Sinnspruch, Lithographie
Strahlenmonstranz von Karl Amade Spillmann (1773–1861)
Die alte Chamer Pfarrkirche 1780, kurz bevor Spillmann sein Amt antritt, im Vordergrund auf der Halbinsel Schloss und Kapelle St. Andreas
Die neue Chamer Pfarrkirche 1872, die Kirche wurde während Spillmanns Amtszeit gebaut und geweiht


Stationen

Spillmanns Jugend und Ausbildung

1748 Josef Martin Spillmann wird am 16. Januar als Sohn von Johann Peter Spillmann und Margareth, geborene Brandenberg, in Zug geboren. [1]

1764 Spillmann beginnt sein Studium am Collegium Helveticum in Mailand. [2] Dort werden Priester für die katholischen Orte und deren Untertanengebiete sowie für Graubünden und das Wallis ausgebildet. In der Eidgenossenschaft gibt es noch kein Priesterseminar.

1769 Spillmann erhält das sogenannte Patrimonium. [3] Dieses wird von einem Priesteramtskandidaten gefordert, damit im Fall einer späteren Amtsunfähigkeit des Klerikers dessen Versorgung sichergestellt ist. Die Familie, eine Stiftung oder eine vermögende Person verpflichten sich, in einer Notlage für den Unterhalt aufzukommen. Nach dem Erhalt des Patrimoniums steht der Zugang zur Priesterweihe offen.

1772 Spillmann wird am 14. März in Mailand zum Priester geweiht. Anschliessend wird er in Zug Hilfspriester. [4] Laut Iten war Spillmanns erste Wirkungsstätte am Stift St. Gallen. Spillmann habe den damaligen Abt Beda Angehrn (1725–1796) näher gekannt, da er ihm seine in Mailand verfasste These zugeeignet habe. [5]

1773 Spillmann wird Benefiziat der St. Annapfründe in Zug. [6]


Spillmann wird Pfarrer in der Pfarrei St. Jakob

1781 Der Sechser (Bezeichnung für einen der sechs Stadtzuger Kapläne) Spillmann wird am 2. Januar von der Bürgerversammlung der Stadt Zug zum Pfarrer von Cham gewählt. [7] Am 13. Januar gelobt er an den Stab, d.h. er berührt den Stab des Zugerischen Herrschaftsträgers und gelobt, die Vorschriften zu beachten und das Amt pflichtgemäss zu erfüllen. [8] Um eine Übersicht über seine «weitschichtige und beschwerliche pfarreÿ» zu gewinnen, führt Spillmann eine umfassende Volkszählung durch. [9]

1782 Spillmann gerät erstmals in Konflikt mit der Zuger Obrigkeit: Er soll wegen seines Betragens bei einem Leichenbegängnis getadelt werden. [10]


Kirchenbau und gesundliche Krise

1783 Pfarrer Spillmann, beide Untervögte und ein Ausschuss des Kirchgangs Cham ersuchen den Zuger Stadtrat am 8. März um Erlaubnis, die Chamer Kirche erweitern oder neu bauen zu dürfen. Zug gestattet vorerst, Spenden zu sammeln. Das Spendenverzeichnis ist dem Stadtrat in schriftlicher Form einzureichen. In der Folge sammelt Spillmann mit den Kirchmeiern Michael Werder und Ambrosius Baumgartner in nur zwei Tagen 28'000 Gulden an Spenden für den Neubau. [11]

Am 11. Mai spricht Spillmann mit den Untervögten und weiteren Delegierten beim Zuger Rat vor. Die Delegation beteuert, dass durch den grossen Zuwachs an Pfarreiangehörigen ein Neubau der Kirche dringlich sei. Der Rat erteilt die Bewilligung zum Neubau, überträgt aber einen grossen Teil der Lasten an den Kirchgang Cham. [12] Damit kann die neue Kirche realisiert werden. Im Juli wird der letzte Gottesdienst in der alten Kirche gefeiert. [13] Spillmann spendet 40 Dublonen an die Kanzel und zusammen mit anderen auch einen Beitrag an die Sakristei. [14] Das Bauprojekt nimmt Spillmann stark in Anspruch. [15]

1784 Spillmann öffnet am 11. März in Gegenwart von Kaplan Alois Keiser (1742–1818), German Hausheer, Untervogt von Cham und Thomas Suter, Untervogt von Hünenberg, das Grab des Bischofs ohne Namen. Am 19. April werden die Gebeine aus dem steinernen Sarkophag entnommen, in einen Holzsarg umgelagert, in die Sakristei und später in den Pfarrhof überführt. Erst zwei Jahre später werden sie wieder in den Sarkophag gelegt. [16]

Am 1. Mai wird der Grundstein für die neue Pfarrkirche gelegt. [17]

1785 Die alte Pfarrkirche wird abgebrochen. [18] Spillmann hat nun kein Gotteshaus mehr zur Verfügung.

1787 Spillmann wird vom Zuger Rat wegen schlechter Besorgung seiner Pfründe gerügt, weil er dem Zolleinnehmer Dogwiler, Schmied in der Schmiede Dogwiler bei der Lorzenbrücke, der wegen seiner Tobsuchtsanfälle als «verrufener Mann» galt, Rinder verkauft hatte. [19]

1788 Der Zuger Ratsherr Bossard wird zum Aufseher über die obrigkeitlichen Güter in Cham bestellt, namentlich über jene des Pfarrers von Cham und des Kaplans im Städtli. An deren Gütern dürfe ohne Wissen Bossards und ohne Zustimmung des Rats nichts verändert werden. [20]

1790 Pfarrer Spillmann erstellt zusammen mit Kirchmeier Baumgartner ein geografisch gegliedertes und nach Einzelpersonen aufgeschlüsseltes Verzeichnis der Steuern für die neun Altäre. [21]

1792 Spillmann will für den Chamer Joseph Sidler, der in Basel als Angehöriger des stadtzugerischen Truppenkontingents gestorben ist, trotz des Amtsberichts von Ratsherr und Kommandant Letter und trotz der schriftlichen Empfehlung des Dekans keine Totenmesse halten. Der Rat beschliesst am 1. September, dass der Untervogt dem Pfarrer befehlen soll, im Lauf der nächsten Woche ohne weitere Widerrede für Sidler die «exequien» zu halten. Weil Sidler in einem reformierten Ort gestorben sei und die Truppen keinen bestimmten Feldprediger haben, sei es nicht möglich, einen Totenschein zu erhalten. [22]

1793 Spillman hat ernsthafte gesundheitliche Probleme: Seine Verwandtschaft teilt dem Zuger Rat mit, er leide dermassen unter Schwermut, dass er seinen Pflichten nicht mehr nachkommen könne. Die Betreuung der Pfarrei wird am 28. Juni vorderhand Kaplan Josef Keiser im Städtli und Herren (Josef?) Werder (vor 1770–1818) übergeben. Die beiden Geistlichen sollen die Tauf-, Ehe-, Sterbe- und Jahrzeitbücher genau überprüfen und allfällige Unkorrektheiten bereinigen, die Stellvertretung Spillmanns übernehmen und den Rat über alles, auch über den Gesundheitszustand des Pfarrers, auf dem Laufenden halten. Dieser darf ohne Erlaubnis der weltlichen und der geistlichen Obrigkeit keine Amtsfunktionen mehr ausüben. [23] Spillmann geht für etwa sechs Wochen in eine Kur. [24]

Am 23. August darf Spillmann seine Tätigkeit wieder aufnehmen, falls der Dekan ihn für amtsfähig hält. Die Herren Vikare in St. Wolfgang und im Städtli sowie der Untervogt sollen aber auf seine Verrichtungen achten und allenfalls dem Rat genauen Bericht erstatten. [25]

Im Oktober will die Familie Spillmann dem noch immer angeschlagenen Chamer Pfarrer dessen Bruder Johann Georg, der unter dem Klosternamen Pater Daniel dem Kapuzinerorden angehört, als Vikar zur Seite stellen. Der Rat zweifelt, dass dieser akzeptiert würde. [26] Schliesslich schlägt die Verwandtschaft Vikar Hildebrand von Cham vor. Dieser wird vom Rat als Stellvertreter des Pfarrers akzeptiert. [27]

1795 Pfarrer Spillmann von Cham und Kaplan Bossard von St. Wolfgang haben die Erträge auf Getreide aus ihrer Pfründe an Händler verkauft, welche die zulässige Gewinnspanne beim Handel überschritten haben. Den beiden und allen anderen Geistlichen, die Getreide beziehen, soll befohlen werden, dieses im Kaufhaus respektive den Zuger Bäckern für den bürgerlichen Gebrauch zu verkaufen. [28]


Ruhigere Zeiten nach der Kirchenweihe

1796 Der Konstanzer Weihbischof Wilhelm Josef Leopold Willibald (1740–1798) weiht am 26. Juli nach zwölf Jahren Bauzeit die neue Kirche ein. [29]

1798 In der Umbruchphase der Helvetischen Revolution rücken französische Truppen in die Eidgenossenschaft ein. Die politischen, wirtschaftlichen und militärischen Verhältnisse werden neu geordnet. Mit dem Franzoseneinfall werden die alten Abhängigkeiten und Untertanengebiete aufgehoben, die Stadt gibt im Februar ihre fünf Vogteien Cham, Hünenberg, Steinhausen, Risch (Gangolfswil) und Walchwil frei. [30]

Pater Daniel Spillmann, der Bruder von Pfarrer Spillmann, der ihm auf Wusch der Familie Spillmann bereits 1793 zur Seite gestellt werden sollte, vom Zuger Rat aber abgelehnt worden war, tritt seine Stelle als Vikar in Cham an [31], nachdem er aus dem Kapuzinerorden ausgetreten war.

Der Dekan und Zuger Stadtpfarrer Johann Konrad Bossard (1765–1830) schreibt noch im selben Jahr an den Bürgerpräsidenten und die Munizipalität der Gemeinden Cham und Hünenberg wegen Beschwerden der Kirchgenossen über Nachlässigkeiten des Pfarrers Josef Martin Spillmann bzw. seines Bruders Vikar Daniel Spillmann beim Gottesdienst, die zur Entlassung des Vikars führen sollen. [32]

1799 Bereits ein Jahr später schreibt Bossard an den Bürgerpräsidenten und die Munizipalität der Gemeinden Cham und Hünenberg, dass die Kirchgenossen mit der Amtsführung des ein Jahr zuvor in die Kritik geratenen Vikars Daniel Spilmann nun zufrieden seien. [33] Die politischen Behörden von Cham und Hünenberg bitten Pfarrer Spillmann um Unterstützung der vom Krieg betroffenen Bewohner des Kantons Waldstätten aufzurufen und über die Erhebung einer Beisteuer zu informieren. [34]

1802 Der Gemeinderat von Cham lobt die Arbeit von Vikar Pater Daniel Spillmann. Dieser habe seine geistlichen Pflichten vier Jahre zuverlässig und zur allgemeinen Zufriedenheit versehen. Sein Beistand sei für dessen Bruder und die grosse Pfarrei nötig. Der Gemeinderat wünscht einstimmig, dass Pater Daniel Spillmann weiter in Cham wirken kann. [35]

Pfarrer Spillmann stellt im August den Antrag an die Gemeinde, Geld für eine neue Orgel zu sammeln. Der Gemeinderat unterstützt dieses Vorhaben.[36] Spillmann legt ein Verzeichnis der von ihm in der Gemeinde Hünenberg gesammelten Beiträge an. [37]

1804 Pfarrer Spillmann wird vom Gemeinderat Cham aufgefordert, Personen aus auswärtigen Pfarreien nur unter Vorweisung einer Quittung des Gemeinderats zu trauen. [38]

1806 Spillmann erwirbt in Zug am Fischmarkt das Haus mit der Assekuranznummer 84 von Franz Schell für 409 Gulden und 15 Schilling. Spillmann verkauft das Haus im gleichen Jahr an die Brüder Anton und Andreas Suter weiter. [39]

Die Orgel, deren Realisierung Spillmann seit 1803 vorangetrieben hatte, wird von Franz Josef Remigius Bossard (1777–1853), dem letzten Orgelbauer aus der bedeutenden Baarer Orgelbauerdynastie Bossard, erstellt. [40]


Die letzten Jahre

1817 Der Gemeinderat Hünenberg fordert Pfarrer Spillmann auf, die Verkündigung oder die Einsegnung der Ehen von Gemeindeangehörigen nur mit einer Bestätigung des Gemeindepräsidenten gegen Bezahlung von 25 Gulden zur Armenunterstützung vorzunehmen. [41]

1821 Der Zuger Goldschmied Karl Amade Spillmann (1773–1861), vermutlich ein Onkel zweiten Grades des Chamer Pfarrers, gestaltet eine Strahlenmonstranz für die Kirche St. Jakob in Cham. Die Ratsherren Hildebrand, Bibersee, und Weiss, Hagendorn, stiften diese. [42]

1822 Spillmann feiert am 14. April sein Goldenes Priesterjubiläum. [43] Die Kanzlei der Stadt Zug mahnt Pfarrer Spillmann zur Bezahlung des verweigerten Rats- und Fabrikgelds. [44] [45]

1824 Spillmann ist Erstunterzeichner der Stiftungsurkunde für das Waisen- und Armenhaus im ehemaligen Gasthaus zum Roten Bären. [46]

1827 Spillmann stirbt am 22. Juni um 23 Uhr im Alter von 83 Jahren. [47] In der Zuger Zeitung und in der Züricher Freitagszeitung [48] erscheinen Nachrufe. Er wird als von seiner Gemeinde geliebter Pfarrer beschrieben, der sich besonders für den Jugendunterricht verdient gemacht habe.


Würdigung / Einschätzung

Der Stadtzuger Josef Martin Spillmann wurde Pfarrer in Cham, als der Bau einer neuen, grösseren Pfarrkirche immer dringlicher wurde. In Spillmanns ersten 18 Amtsjahren war Cham noch eine Vogtei der Stadt Zug. Zug hatte das Sagen und war auch in kirchlichen Fragen die massgebende Instanz. Kaum war Spillmann Pfarrer geworden, begann der Neubau der Pfarrkirche St. Jakob, den Spillmann aktiv förderte. Er sprach beim Zuger Rat vor, sammelte Geld und spendete auch aus dem eigenen Vermögen an den Kirchenbau.

Diese Zeit muss für Spillmann sehr herausfordernd gewesen sein. Die alte Kirche wurde bald nach Baubeginn abgebrochen, die neue stand noch nicht und dann später lange Jahre nur als Baustelle zur Verfügung. Dies erklärt wohl, wieso Spillmann seine Amtsgeschäfte nicht immer zur Zufriedenheit der stadtzugerischen Obrigkeit führen konnte, wieso ihm mehrmals Verfehlungen angekreidet wurden und wieso er unter einer starken Depression litt. Spillmann hat mindestens zweimal fragwürdige Geschäfte mit den Erträgen seiner Pfründe gemacht. Vielleicht hat er dies getan, um Mittel für den Kirchenbau zu generieren. Unklar ist auch, wie der Kauf des Hauses am Fischmarkt im Jahr 1806 zu bewerten ist. Spillmann hat dieses Haus im gleichen Jahr wieder verkauft. Konnte er bei diesem Geschäft einen Gewinn erzielen, den er in die neue Orgel gesteckt hat, die 1806 gebaut wurde? Auffällig ist, wie aktiv Spillmanns Familie versuchte, ihn während seiner schweren Depression in den 1790er-Jahren im Amt zu halten. Spillmanns Familie hatte wohl das Patrimonium für ihn übernommen und wäre deshalb verpflichtet gewesen, für seinen Unterhalt aufzukommen, wenn er amtsunfähig geworden wäre.

Bemerkenswert ist ein weiterer Umstand: Spillmanns Bruder, der Kapuziner Pater Daniel, war 1793 von Spillmanns Familie als Vikar und Pfarrhelfer vorgeschlagen und von den Zuger Behörden abgelehnt worden. 1798, als Cham aus dem Untertanenverhältnis entlassen worden war, wurde Daniel, der den Kapuzinerorden verlassen hatte, als Vikar nach Cham geholt. Zuerst gab es Beschwerden über seine Amtsführung, vier Jahre später wird sein Wirken gelobt. Der Gemeinderat wollte ihn in Cham halten.


Spillmanns Nachruf in der Zuger Zeitung

Im Nachruf auf «Herrn Pfarrer, Sextar [49] und Jubilat, Joseph Martin Spillmann aus Zug» in der Zuger Zeitung finden sich nur lobende Worte für sein Wirken in der Pfarrei Cham-Hünenberg, kein Hinweis auf die Querelen mit Zug und die schwierige Zeit der Depression. In Cham herrschte nach Spillmanns Tod laut dem Bericht eine Art kollektiver Trauer. Spillmann wird als allgemein geliebter und geschätzter Seelenhirte und hoch gelehrter Pfarrer bezeichnet, der in Wort und Tat viel Gutes befördert habe. Sein priesterlicher Amtseifer wird ausdrücklich hervorgehoben.

Betont wird, dass es ihm gelungen sei, zusammen mit den Kirchmeiern Michael Werder und Ambrosius Baumgartner in zwei Tagen 28'000 Gulden an Spenden für den Neubau der Kirche zu sammeln.

Hervorgehoben wird auch, dass er anlässlich seines Goldenen Priesterjubiläums 1822 versprochen habe, sich für die Unterstützung der Jugend und der Armen einzusetzen und Wort gehalten habe. Spillmann habe Teile seines Vermögens für das Chamer Schul- und Sozialwesen gespendet. [50]


Spillmanns Leitspruch

Im Pfarrarchiv Cham-Hünenberg findet sich eine Lithografie von Pfarrer Spillmann, gedruckt von den Gebrüdern Spillmann, wohl auch Verwandte des Chamer Pfarrers. Unter seinem Porträt steht folgender Leitspruch:

1502420 Inschrift.jpg

«Gleich dem Saamenkorn so muss die liebe Jugend gepflegt und erzogen werden. Bildung des Herzens und Verstandes, Vermehrung nüzlicher Kenntnisse, legen den Grund zum Seelenfrieden, durch wahre Religion; zum bürgerlichen Wohlstand durch rastlose Thätigkeit; und daraus entsprost die Blume des ewigen Lebens.

Jos. Mart. Spillmann, Pfarrer u. Sex.[tar] in Cham»


Einzelnachweise

  1. Iten, Albert, Tugium Sacrum. Der Weltklerus zugerischer Herkunft und Wirksamkeit bis 1952, Stans 1952, S. 385f. In seinem Nekrolog wird der 15. Januar als Geburtstag angeführt. Wochenblatt für die vier löblichen Kantone Ury, Schwytz, Unterwalden und Zug, 29.06.1827
  2. Vgl. Anmerkung 1 (Iten), S. 385
  3. Vgl. Anmerkung 1 (Iten), S. 385
  4. Wochenblatt für die vier löblichen Kantone Ury, Schwytz, Unterwalden und Zug, 29.06.1827
  5. Vgl. Anmerkung 1 (Iten), S. 385
  6. Vgl. Anmerkung 1 (Iten), S. 385
  7. Bürgerarchiv Zug, A 39.27.10.900, Gemeindeversammlungsprotokolle der Stadt Zug, S. 212 (02.01.1781)
  8. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.34.271, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1780–1787, S. 47 (13.01.1781)
  9. Pfarrarchiv / Kirchgemeindearchiv Cham-Hünenberg, A 1/21
  10. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.34.864, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1780–1787, S. 139 (26.10.1782)
  11. Wochenblatt für die vier löblichen Kantone Ury, Schwytz, Unterwalden und Zug, 29.06.1827
  12. Bürgerarchiv Zug, A 39.27.10.996, Gemeindeversammlungsprotokolle der Stadt Zug, S. 226 (11.05.1783)
  13. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.34, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1780–1787, S. 182 (05.09.1783)
  14. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 75
  15. Vgl. Anmerkung 1 (Iten), S. 385
  16. Pfarrarchiv / Kirchgemeindearchiv Cham-Hünenberg, A 1/119
  17. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.34, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1780–1787, S. 212 (24.04.1784)
  18. Grünenfelder, Josef, Die Pfarrkirche St. Jakob in Cham am Zugersee, Bern 2010, S. 17f.
  19. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.34.2421, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1780–1787, S. 422 (17.11.1787)
  20. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.35.266, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1788–1791, fol. 25r (27.09.1788)
  21. Pfarrarchiv / Kirchgemeindearchiv Cham-Hünenberg, A 1/121. Freundliche Mitteilung vom Dominik Sieber, Archivar VKKZ, April 2022
  22. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.36.259, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1792–1795, fol. 27r (01.09.1792)
  23. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.36.526, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1792–1795, fol. 55v (28.06.1793)
  24. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.36.549, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1792–1795, fol. 58r (27.07.1793)
  25. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.36.563, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1792–1795, fol. 60r (23.08.1793)
  26. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.36.598, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1792–1795, fol. 64r (12.10.1793)
  27. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.36.670, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1792–1795, fol. 70r (29.11.1793)
  28. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.36.1123, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1792–1795, fol. 116r (14.02.1795)
  29. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.37.259, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1796–1798, fol. 29r (01.07.1796)
  30. Morosoli, Renato, Zweierlei Erbe. Staat und Politik im Kanton Zug 1803–1831/1847 nach den Erfahrungen von Ancien Régime und Helvetik, Dissertation Universität Zürich, Zug 1991, S. 54f.
  31. Einwohnergemeindearchiv Cham, Gemeinderatsprotokolle 1798-1814, 19.04.1802
  32. Pfarrarchiv / Kirchgemeindearchiv Cham-Hünenberg, A 1/895
  33. Pfarrarchiv / Kirchgemeindearchiv Cham-Hünenberg, A 1/896
  34. Pfarrarchiv / Kirchgemeindearchiv Cham-Hünenberg, A 1/1448
  35. Einwohnergemeindearchiv Cham, Gemeinderatsprotokolle 1798-1814, 19.04.1802
  36. Einwohnergemeindearchiv Cham, Gemeinderatsprotokolle 1798-1814, 04.08.1802
  37. Pfarrarchiv / Kirchgemeindearchiv Cham-Hünenberg, B 1/556
  38. Pfarrarchiv / Kirchgemeindearchiv Cham-Hünenberg, A 1/798
  39. Luthiger Victor, Der Fischmarkt in Zug; in: Zuger Kalender 1936, S. 57
  40. Vgl. Anmerkung 18 (Grünenfelder), S. 7
  41. Pfarrarchiv / Kirchgemeindearchiv Cham-Hünenberg, A 1/802
  42. Pfarrarchiv / Kirchgemeindearchiv Cham-Hünenberg, B 1/562
  43. Wochenblatt für die vier löblichen Kantone Ury, Schwytz, Unterwalden und Zug, 29.06.1827
  44. Fabrikgeld = Baufond, vgl. Schweizerisches Idiotikon, Bd. 1, S. 636
  45. Pfarrarchiv / Kirchgemeindearchiv Cham-Hünenberg, A 1/277
  46. Gruber, Eugen et al., Geschichte von Cham, Bd. 2, Cham 1962, S. 55
  47. Wochenblatt für die vier löblichen Kantone Ury, Schwytz, Unterwalden und Zug, 29.06.1827
  48. Züricher Freitagszeitung, 06.07.1827
  49. Sextar: Einer der sechs gewählten Priester, die den Dekan beim Priesterkapitel unterstützen. Schweizerisches Idiotikon, Bd. 7, S. 1517
  50. Wochenblatt für die vier löblichen Kantone Ury, Schwytz, Unterwalden und Zug, 29.06.1827