Luzernerstrasse 23

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Übersicht Bahnhofgebiet mit der Liegenschaft Luzernerstrasse 23 rechts im Bild
Die Liegenschaft Luzernerstrasse 23, 2017
Die Liegenschaft Luzernerstrasse 23, 2017

Das klassizistische Wohnhaus an der Ecke Bahnhof- / Luzernerstrasse stammt von 1863 und ist damit eines der ältesten Häuser des Quartiers.


Chronologie

1863 Jakob Hildebrand lässt das Wohnhaus an der Ecke Bahnhof-/ Luzernerstrasse erstellen. [1] Ein Jahr später wird der Bahnhof Cham eröffnet, so dass sich die Lage bald als vorteilhaft erweist. Der Bauherr ist in Cham ein Person des öffentlichen Interesses: Hildebrand ist zu dieser Zeit Gemeindeschreiber. Später wird er Gemeinderat, Kirchenpräsident, Kantonsrichter, Kantonsrat, Regierungsrat, Landammann und Ständerat. [2]

1877 Jakob Hildebrand überschreibt die Chamer Liegenschaft seinem Sohn Emil Hildebrand. [3]

1903 Die Liegenschaft geht von der Familie Hildebrand an Strohhutfabrikant Xaver Milz über. [4]

1905 Zwei Jahre später heisst der neue Eigentümer Moritz Ritter.

1909 Baumeister Hans Miesch (1880–1941), der fast das ganze Bahnhofsquartier überbaut, erwirbt auch die Liegenschaft Luzernerstrasse 23. [5]

1914 Nach dem Konkurs von Hans Miesch kommt das Haus als Teil der Konkursmasse zur Hypothekargenossenschaft Cham.

1915 Tierarzt Dr. med. vet. Leo Meyer (1882–1932) kauft die Liegenschaft. [6]

1932 Nach dem Tod von Tierarzt Meyer geht die Liegenschaft an Frieda Meyer-Müller und Kinder.

1937 Der Tierarzt Dr. med. vet. Othmar Frei (1901–1980) übernimmt die Liegenschaft. Frei ist zeitweilig auch Kirchenratspräsident von Cham-Hünenberg.

1944 Der neue Eigentümer heisst Josef Alois Zürcher.

1956 Marie Zürcher-Zünti übernimmt das Haus.

1974 Die Liegenschaft geht an Johann Moritz Meier-Odermatt. [7]

2004 Bauherr Martin Müller will die Liegenschaft umbauen und legt das Projekt vor.

2016 Die Liegenschaft gehört Martin Müller. [8]


Kunsthistorische Beschreibung

Klassizistisches, verputztes Wohnhaus von drei auf fünf Fensterachsen mit strassenseitigem Treppenrisalit. Gepflegte Sandsteinelemente und neugotische Fenstergitter. Am flach geneigten Dach ausgeschiedene Giebelfelder mit Lünetten. [9]


Einzelnachweise

  1. Staatsarchiv Zug, G 337, Gebäudeversicherung, Lagerbuch I, Cham
  2. Morosoli, Renato, Hildebrand Jakob, in: Historisches Lexikon der Schweiz, http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D4386.php
  3. Staatsarchiv Zug, G 337, Gebäudeversicherung, Lagerbuch I, Cham
  4. Staatsarchiv Zug, G 337, Gebäudeversicherung, Lagerbuch II, Cham
  5. Staatsarchiv Zug, G 337, Gebäudeversicherung, Lagerbuch II, Cham
  6. Staatsarchiv Zug, G 337, Gebäudeversicherung, Lagerbuch II, Cham
  7. Staatsarchiv Zug, G 337, Gebäudeversicherung, Lagerbuch IV, Cham
  8. www.zugmap.ch, Eintrag Grundstücknummer 79 [Stand: 19.12.2016]
  9. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 128