Friesencham

Aus Chamapedia
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Zwei Luftbilder von Friesencham: das erste aus dem Jahr 1946, eine zweite aus dem Jahr 2020.


1971: Das Gebiet Friesencham ist weitgehend unberührt, nur einige Bauernhöfe sind in der Landschaft erkennbar
1981: Die Abwasserreinigungsanlage (ARA) Schönau befindet sich im Bau
1991: Nördlich der ARA Schönau wird 1982/83 das Ausbildungszentrum (AZ) Schönau gebaut
2001: Die ARA Schönau wird erweitert
2011: Die ARA und das Schönau prägen die Landschaft entlang der Lorze
2020: Die ARA wächst weiter und bleibt, wenigstens von oben gesehen, die dominierenden Erscheinung in Friesencham

Friesencham ist ein bis heute landwirtschaftlich geprägter Weiler nordwestlich von Cham, auf der östlichen Seite des Lorzentals gelegen. Der Name geht wahrscheinlich auf den Familiennamen Fries zurück.


Chronologie

13. und 14. Jahrhundert Im Verlauf des 13. und des 14. Jahrhunderts führen Veränderungen in der Herrschafts- und Wirtschaftsorganisation auch im Ennetsee zu einem räumlichen Konzentrationsprozess, d.h. in Siedlungen wie Friesencham bilden sich zusammenhängende Einheiten mit klaren Nutzungsgrenzen aus. Nutzungsfragen im gemeinsam genutzten Allmendgebiet (Weiden und Wald) werden in der Dorfgemeinschaft geregelt. Von diesen territorialen Einheiten – den Zehntbezirken – wird nun auch der Zehnt erhoben. Gemeinsam ist allen Siedlungen rund um Cham die Zugehörigkeit zur Pfarrei und zur Kirche St. Jakob. Das heisst, die Menschen sind in eine lokale, dorfähnliche Nutzungsgenossenschaft, aber eben auch in eine übergeordnete Kirchgenossenschaft eingebunden. [1]

1370 Ritter Gottfried IV. von Hünenberg (gest. 1387) hat finanzielle Probleme. Er muss das Schloss St. Andreas in Cham an die Herzöge Albrecht III. (1349/50–1395) und Leopold III. (1351–1387) von Österreich verkaufen. In der heute im Bürgerarchiv Zug aufbewahrten Verkaufsurkunde erscheint auch erstmals der Hof «ze Fryesen Kame». [2]

1383 Der Lehenhof des Zisterzienserinnenklosters Frauenthal in Friesencham wird erstmals erwähnt. Bis 1809 bleibt er im Besitz des Klosters und wird als Erblehen an verschiedene Lehensnehmer ausgegeben. [3]

um 1420 (Kopie 16. Jahrhundert) Ein «Uolricus Fryes» (= Ulrich Fries) in «Fryesencham» ist namentlich in einem Einkünfteverzeichnis der Pfarrei St. Jakob erwähnt. [4]

1477 Die Stadt Zug gewinnt im Verlauf des 15. Jahrhunderts im Ennetsee immer mehr an Einfluss. [5] Jakob von Cham (hier ist nicht der Ort Cham gemeint, die «von Cham» sind im Spätmittelalter eine bedeutende Stadtzürcher Familie), Propst am Grossmünster, verkauft die umfangreichen, mit der Pfarrkirche Cham verbundenen Rechte und Besitzungen an die Stadt. Dazu gehören auch Zehntrechte in Friesencham. [6]

1627 Der Gemeindebrief von Friesencham wird vom Zuger Stadtrat bestätigt. Offenbar ist die Siedlung gewachsen. Künftig dürfen ohne ausdrückliche Zustimmung der ganzen Genossenschaft keine weiteren Hausgenossen mehr aufgenommen werden. Auch der Zugang zu den Gemeindewaldungen wird eingeschränkt. [7] In Friesencham sind zu dieser Zeit die Geschlechter Bucher und Werder heimisch. Die Bucher haben auch das Stadtzuger Bürgerrecht. [8]

1655 Der Gemeindebrief von Friesencham wird am 6. März bestätigt. Nebenbei wird gutgeheissen, dass ein Neuzuzüger, der Güter gekauft hat und dann ins Friesenchamer Gemeinwerk einziehen will, auch drei Gulden Einzugsgebühr an die Gemeinde Friesencham entrichten und noch einmal drei Gulden als Gebühr für den Zuger Stadtrat zahlen soll. [9]

1669 In den Zuger Stadtratsprotokollen wird das Wegkapellchen («heyligenheüslin») bei Friesencham erwähnt. Es dürfte sich um eine grössere, betretbare Wegkapelle gehandelt haben, die auf freiem Feld zwischen den damals in grösseren Abständen gruppierten Häusern lag. Der Stadtrat ist einverstanden, Teile des alten Altars mit den Pest-Heiligen Sebastian und Rochus aus der Zuger Pfarrkirche St. Michael nach Friesencham zu transportieren. [10]

1748 In einem Dokument werden die Inhaber der sechs Friesenchamer Gerechtigkeitsbesitzer namentlich erwähnt: Rudolf Schwerzmann d.Ä., Rudolf Schwerzmann d.J., Oswald Hausheer, Johann Bucher, Balz Gattiker und – in zwei Hälften geteilt – Johann Jakob Hausheer und Heinrich Baumgartner. [11]

1770/1773 In der Vogteienkarte der Zuger Kartografen Franz Fidel Landtwing (1714–1782) und Jakob Joseph Clausner (1744–1797)) ist «Friesen Cham» eingezeichnet.

1775–1779 Der Zuger Stadtrat gibt der Gemeinde Friesencham die Bewilligung, das Allmendgebiet («gemeindtwerckh») auf die sieben nutzungsberechtigten Wohnstätten zu verteilen. [12]

1846 Mit dem Bau der Knonauerstrasse, die man als neue Verbindung vom Zentrum Chams nach Norden angelegt, wird Friesencham besser erschlossen.

1887 Auf der Schweizerischen Landeskarte von Hermann Siegfried (1819–1879) erscheint Friesencham mit 23 Liegenschaften (Wohnhäuser und Ökonomiegebäude). Zwei Gebäude verfügen über eine Einfahrt.

1930 bis 1970 Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ist Friesencham von grossen Obstbaumgärten umgeben. Der Strukturwandel in der Landwirtschaft und der steigende Siedlungsdruck führen zu einem Rückgang der Obstanbauflächen. Nach dem Zweiten Weltkrieg entsteht im Pfad östlich von Friesencham eine erste Einfamilienhaussiedlung. [13]

1970 bis 1975 Der Bau der Autobahn N4 (heute A4) von Rotkreuz bis Knonau mit der offenen Linienführung verändert den Charakter der Kulturlandschaft südlich von Friesencham stark. [14]

1979 Nordwestlich von Friesencham nimmt am 9. November die Abwasserreinigungsanlage in der Schönau den Betrieb auf. Die Anlage klärt die Abwässer der im Gewässerschutzverband Region Zugersee–Küssnachtersee–Ägerisee zusammengeschlossenen Gemeinden. [15] Zu Beginn der 1970er-Jahre hatte man an diesem Standort eine Abfallverbrennungsanlage bauen wollen. [16]

1983 Vier Jahre später wird in der Schönau nordwestlich von Friesencham am 7. Oktober mit dem Zivilschutzzentrum einer weiterer wichtiger kantonaler Infrastrukturbetrieb eingeweiht. Der Bau kostet rund 10 Millionen Franken. [17]

2005 Der Weiler mit 17 Hauptgebäuden (4 landwirtschaftliche und 28 nicht landwirtschaftliche Haushalte) präsentiert sich auch noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts locker bebaut und landwirtschaftlich geprägt.

2019 In Friesencham stehen nördlich der Untermühlestrasse 10 Wohnhäuser, dazu kommen zahlreiche Ökonomiegebäude, Stallungen, Garagen und Lagerhallen. [18] Südlich der Untermühlestrasse beim Hof Merzenstei stehen zwei Wohnhäuser. [19]

Nordöstlich von Friesencham befinden sich das Pfadiheim der Pfadi Winkelried (Cham–Steinhausen–Hünenberg) und die Gartenanlagen des 2011 gegründeten Gartenvereins Friesencham.


Bevölkerungsentwicklung im 18. und 19. Jahrhundert

Die ersten Volkszählungen bis und mit derjenigen im Jahr 1850 müssen mit Zurückhaltung interpretiert werden. [20] Trotzdem lassen sich aus den Zählungen Hinweise zur damaligen Bevölkerung von Friesencham herauslesen.

1781 In der Volkszählung 1781 registriert Pfarrer Josef Martin Spillmann (1748–1827) in Friesencham 12 «Stuben» [21], in denen 95 Personen leben: Es sind 20 verheiratete Personen, 51 Jünglinge und Jungfrauen, 14 minderjährige Knaben und Mädchen, 2 Witwer und 3 Witwen sowie 2 fremde Männer und 3 fremde Frauen.

1820 In seiner Kommunikantenzählung erfasst Gemeindeschreiber Oswald Hausherr (1793–1859) in Friesencham 53 Kommunikanten. Vorsichtig geschätzt leben also in diesem Jahr etwa 70 bis 80 Menschen in Friesencham. Vertreten sind die Familien Bucher, Stuber, Schwerzmann, Kaufmann, Sifrig, Gattiker und Hausheer sowie die Familie von Harzer Twerenbold. [22]

1850 Einige Jahre vor dem Beginn der Industrialisierung hat sich die Bevölkerungszahl in Friesencham erhöht: 98 Einwohner in 21 Haushalten und 14 Häusern (durchschnittlich also 4.7 Personen pro Haushalt und 7 Personen pro Haus) werden in der Volkszählung von 1850 festgestellt. [23]


Namensgebung

Im Spätmittelalter wird für den heutigen Raum Lindencham-Hagendorn-Friesencham meist der Name Nidercham verwendet. Ab dem späten 14. Jahrhundert taucht dann der Name Friesencham auf und im frühen 15. Jahrhundert – erstmals 1417 – ist auch der Familienname Fries nachgewiesen. [24] Die Fries oder Frieso sind in dieser Zeit sonst hauptsächlich in der Pfarrei Baar ansässig. Der Familienname wird auf das mittelhochdeutsche Wort vriese m. zurückgeführt, was «Dammarbeiter, Erdarbeiter, Grabenbauer» bedeutet. [25]


Das alte Haus im Merzenstei

Die Friesenchamer Bauernhäuser stammen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Der kleine Weiler weist «ein aussergewöhnlich breites Spektrum an Bauernhaustypen auf.» [26] Einzig das Wohnhaus (Assekr.-Nr. 126a) beim südlichsten Friesenchamer Hof Merzenstei reicht ins Spätmittelalter zurück. Der nördliche Hausteil entsteht 1464 und wird zwischen 1475 und 1480 um einen Anbau nach Süden erweitert. [27] Der nördliche Hausteil «bestand damals im Erdgeschoss lediglich aus der nach Westen ausgerichteten Stube, der Küche und einem Keller, alle Räume quer zum First hintereinander gruppiert. Vom mittig angeordneten, bis ins Dach offenen Küchenraum erfolgte auch der Zugang zur Schlafkammer über der Stube.» [28]

Der Flurname Merzenstei geht wahrscheinlich auf den Familiennamen Merz zurück. Die Familie ist in nördlichen Chamer Gemeindegebiet vom 15. bis ins 18. Jahrhundert nachweisbar. [29]

150420 Merzenstein 220225 DSC2717.jpg

Die Liegenschaft Merzenstei in Friesencham, 25.02.2022


Fotoalben

Historische Aufnahmen

150450 friesencham untermühle 811228 0005.jpg

Situation bei Untermüli, Ende 1981: Die Linienführung der Untermühlestrasse ändert, als nördlich der Strasse eine neue Brücke über die Lorze gebaut wurde. Der Verkehr führt nicht mehr südlich der Liegenschaft Untermühlestrasse 34 vorbei, sondern in einer Kurve nördlich des Hauses mit der Möglichkeit, zur Abwasserreinigungsanlage Schönau abzuzweigen, 28.12.1981


Luftaufnahmen


Bummel durch Friesencham, 2022


Karten

3D-Karte

Der genutzte Browser unterstützt nicht die direkte Anzeige von PDF-Dateien. Alternativ kann die PDF-Datei heruntergeladen werden.


Historische Karten

1507 Gygerkarte Ausschnitt Friesencham.jpg

Ausschnitt der Zürcher Karte von Hans Conrad Gyger aus dem Jahr 1667: Friesencham wird auf dieser Karte mit «nider kham» bezeichnet. Auch eine Mühle, die Untermüli, ist eingezeichnet und mit «müli» beschriftet


150420 friesencham dufourkarte map.geo.admin.ch 20220224192549436.jpg

Ausschnitt aus der Landeskarte von Guillaume-Henri Dufour (1787–1875) («Dufourkarte») von 1845


150420 siegfried-karte map.geo.admin.ch 20220213183859213 Kopie.jpg

Ausschnitt aus der Schweizerischen Landeskarte von Hermann Siegfried («Siegfriedkarte») von 1887


Einzelnachweise

  1. Baumgartner, Alex, Herrschaftswandel und Gemeindebildung im Zuger Ennetsee 1300 bis 1550, Lizentiatsarbeit Universität Zürich, Zug 1997, S. 59f. Eggenberger, Peter / Glauser, Thomas / Hofmann, Toni, Mittelalterliche Kirchen und die Entstehung der Pfarreien im Kanton Zug, Zug 2008 (Kunstgeschichte und Archäologie im Kanton Zug 5), S. 27
  2. Urkundenbuch von Stadt und Amt Zug vom Eintritt in den Bund bis zum Ausgang des Mittelalters 1352–1528, 2 Bde., Zug 1952–1964. UBZG I, Nr. 110, S. 53–55
  3. Urkundenbuch von Stadt und Amt Zug vom Eintritt in den Bund bis zum Ausgang des Mittelalters 1352–1528, 2 Bde., Zug 1952–1964. UBZG I, Nr. 212, S. 96
  4. Urkundenbuch von Stadt und Amt Zug vom Eintritt in den Bund bis zum Ausgang des Mittelalters 1352–1528, 2 Bde., Zug 1952–1964. UBZG I, Nr. 610, S. 296–298
  5. Büsser, Nathalie, Wenn Bürger zu Feudalherren werden. Die Stadt Zug und ihre abhängige Landschaft, in: Universum Kleinstadt. Die Stadt Zug und ihre Untertanen im Spiegel der Protokolle von Stadtrat und Gemeinde (1471–1798), Zug 2019, S. 94–96
  6. Urkundenbuch von Stadt und Amt Zug vom Eintritt in den Bund bis zum Ausgang des Mittelalters 1352–1528, 2 Bde., Zug 1952–1964. UBZG I, Nr. 1215, S. 633f.
  7. Gruber, Eugen et al., Geschichte von Cham, Bd. 1, Cham 1958, S. 260f.
  8. Bürgerarchiv Zug, A 39.27.1, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1627–1631, fol. 10v; A 39.26.5, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1669–1681, S. 41
  9. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.3, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1650–1660, fol. 92v
  10. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.5, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1669–1681, S. 30
  11. Vgl. Anmerkung 7 (Gruber et al.), S. 261
  12. Bürgerarchiv Zug, A 39.26.33, Ratsprotokolle der Stadt Zug 1773–1779, S. 108, 167, 323
  13. map.geo.admin.ch, Luftbilder 1931, 1942, 1965 und 1971 [Stand: 03.09.2019]
  14. map.geo.admin.ch, Luftbilder von 1965 und 1971 [Stand: 03.09.2019]
  15. Zuger Neujahrsblatt, 09.11.1979
  16. Zuger Kalender, Chronik 15.06.1972
  17. Zuger Kalender, Chronik 07.10.1983
  18. www.zugmap.ch, Einträge Grundstücknummern 500–504, 684–687, 1414, 2258, 2270 [Stand: 25.08.2019]
  19. www.zugmap.ch, Einträge Grundstücknummern 2273, 2830 [Stand: 25.08.2019]
  20. Glauser, Thomas / Hoppe, Peter / Schelbert Urspeter, 12 Bevölkerungsporträts: eine Auswertung der Volkszählung von 1850, in: Der Kanton Zug zwischen 1798 und 1850, Bd. 2, Zug 1998, S. 7. Morosoli, Renato, Zweierlei Erbe. Staat und Politik im Kanton Zug 1803–1831/47 nach den Erfahrungen von Ancien Régime und Helvetik, Dissertation Universität Zürich, Zug 1991, S. 27–33
  21. Stube ist nicht mit «Wohnhaus» gleichzusetzen. In einem Wohnhaus gab es durchaus mehrere Haushalte
  22. Pfarrarchiv / Kirchgemeindearchiv Cham-Hünenberg, A 1/24. Zu den Chamer «Harzerfamilien» Kaufmann und Twerenbold ausführlich Hoppe, Peter, Harzgewinnung in zugerischen Wäldern 1650–1800. eine untergegangene Form der gewerblichen Waldnutzung, in: Tugium 27, 2011, S. 67–85, insbesondere S. 82–84
  23. Vgl. Anmerkung 20 (Glauser / Hoppe / Schelbert), S. 115
  24. Urkundenbuch von Stadt und Amt Zug vom Eintritt in den Bund bis zum Ausgang des Mittelalters 1352–1528, 2 Bde., Zug 1952–1964. UBZG I, Nr. 570, S. 272–278
  25. Dittli, Beat, Zuger Ortsnamen. Lexikon der Siedlungs-, Flur- und Gewässernamen im Kanton Zug. Lokalisierung, Deutung, Geschichten, Zug 2007, Bd. 2, S. 187f.; Bd. 3, S. 390
  26. Hochuli, Stefan et al., Ausflug in die Vergangenheit. Archäologische Streifzüge durch den Kanton Zug, Basel / Frankfurt am Main 2019, S. 107
  27. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 158f.
  28. Furrer, Benno, Selten und wenig geschätzt: traufbetonte Bauernhäuser im Kanton Zug, in: Mittelalter – Zeitschrift des Schweizerischen Burgenvereins 10, 2005, Heft 2, S. 66f.
  29. Vgl. Anmerkung 25 (Dittli), Bd. 3, S. 294–296