Baumgartner-Widmer Margrit (1915–2000)

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Portrait von Baumgartner-Widmer Margrit (1915–2000)
Portrait von Margrit Baumgartner-Widmer (1915–2000)

Vorname: Margrit
Nachname: Baumgartner-Widmer
Geschlecht: weiblich
Geburtsdatum: 1. Februar 1915
Geburtsort: Cham ZG
Todesdatum: 29. Januar 2000
Todesort: Cham ZG

Margrit Baumgartner-Widmer war die Gattin des Schreiners in Hagendorn: Sie zog vier Kinder gross, verantwortete die Administration des wachsenden Betriebs und war der ruhende Pol in Familie und Firma.




Stationen

1915 Margrit Widmer kommt am 1. Februar zur Welt. Sie ist das erste Kind von Josy (1884–1979) und Gottfried Widmer-Baumgartner (1879–1935) vom Kleidergeschäft Widmer in Cham. Sie wächst mit ihren drei Schwestern Rosa (1916–2000), Erika (1920–2017) und Hanni (1923–2015) auf. Nach der obligatorischen Schulzeit in Cham lernt Margrit ein Jahr lang in Sondrio Italienisch, anschliessend weilt sie ein Jahr in der Westschweiz, wo sie neben Französisch auch die Haushaltsführung lernt. [1]

1932 Nach den Sprachaufenthalten besucht Margrit Widmer eine zweijährige Ausbildung in Haushalt und Handel am Institut Heiligkreuz in Lindencham und eine einjährige Anlehre als Schneiderin. [2]

1935 Als Margrit Widmer 20-jährig ist, stirbt ihr Vater Gottfried an Leukämie. Margrit arbeitet daraufhin als Verkäuferin im Kleidergeschäft Widmer, wo sie den jungen Hagendorner Schreiner Gottfried Baumgartner (1909–1998) kennenlernt. [3]

1940 Kurz nach dem Ausbruch des Zweitem Weltkriegs heiratet Margrit Widmer Schreiner Baumgartner. Sie zieht nach Hagendorn, wo sie als Ehefrau, Haushälterin und Sekretärin wirkt. Im gleichen Haus befindet sich auch die Post Hagendorn, die von Margrits Schwägerin Elisabeth (Elsa) Baumgartner (1907–1990) geführt wird. [4]

1942 Margrits Schwiegervater Gottfried Baumgartner-Dahinden (1878–1942) stirbt im Alter von 64 Jahren. Margrits Ehemann Gottfried Baumgartner-Widmer, mittlerweile 33 Jahre alt, übernimmt die Leitung der Schreinerei und führt den Betrieb erfolgreich. [5]

1944 Margrit Baumgartner-Widmer bringt Tochter Brigitte zur Welt; ihr folgen Monika (*1946), Margrit (Totgeburt 1949), Thomas (*1949) und Andrea (*1952). [6]

1953 Als Mutter von vier Kindern ist Margrit Baumgartner-Widmer für den Haushalt besorgt, aber zeigt sich auch noch verantwortlich für die administrativen Belange der Schreinerei. «Dort war sie der ruhende Pol.» [7]

1975 Um den Fortbestand der Firma zu sichern, gründet Gottfried Baumgartner-Widmer eine Aktiengesellschaft, die «Gottfried Baumgartner AG», um erbtechnisch unabhängiger agieren zu können und die Firmenübergabe zu vereinfachen. Im gleichen Jahr übernimmt Sohn Thomas, eidg. dipl. Schreinermeister und einzige Sohn, die Führungsverantwortung. Damit ist bereits der Vertreter der fünften Generation Chef der Firma – Thomas war zuvor seit 1970 im Betrieb angestellt. [8]

1976 Margrit und Gottfried Baumgartner-Widmer zügeln von Hagendorn nach Zug, wo sie eine Wohnung beziehen. Sie haben Zeit für ihre Enkelkinder, für die Pflege von Freundschaften und für Reisen. [9]

1995 Zunehmend machen sich bei Margrit Baumgartner-Widmer Altersbeschwerden bemerkbar. Ihr Ehemann Gottfried kümmert sich um sie und pflegt sie. [10]

1998 Margrits Ehemann Gottfried Baumgartner stirbt am 9. Juli im Alter von 89 Jahren. [11] Margrits Gesundheitszustand verschlechtert sich in der Folge.

2000 Margrit Baumgartner-Widmer stirbt am 29. Januar im Alter von 84 Jahren. [12]


Würdigung

Margrit Baumgartner-Widmer hatte eine wichtige Rolle in Firma und Familie: «Sie war stets zur Stelle, wenn es Schwierigkeiten gab. Sie fand immer den richtigen Ton und wendete alles wieder zum Guten.» [13]


Einzelnachweise

  1. Neue Zuger Zeitung, 24.02.2000
  2. Neue Zuger Zeitung, 24.02.2000
  3. Neue Zuger Zeitung, 24.02.2000
  4. Neue Zuger Zeitung, 24.02.2000
  5. Orsouw, Michael van, Zur Geschichte der Fensterfabrik Baumgartner, Typoskript, Zug 2010, S. 10
  6. Neue Zuger Zeitung, 24.02.2000
  7. Neue Zuger Zeitung, 24.02.2000
  8. Orsouw, Michael van, Zur Geschichte der Fensterfabrik Baumgartner, Typoskript, Zug 2010, S. 11
  9. Neue Zuger Zeitung, 24.02.2000
  10. Neue Zuger Zeitung, 24.02.2000
  11. Leidbildchensammlung Marie Theres Widmer, Cham, zur Verfügung gestellt am 12.06.2021
  12. Neue Zuger Zeitung, 24.02.2000
  13. Neue Zuger Zeitung, 24.02.2000