Baumgartner-Dahinden Gottfried (1878–1942)

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Portrait von Baumgartner-Dahinden Gottfried (1878–1942)
Portrait von Baumgartner-Dahinden Gottfried (1878–1942), im Alter

Vorname: Gottfried
Nachname: Baumgartner-Dahinden
Geschlecht: männlich
Geburtsdatum: 26. April 1878
Geburtsort: Cham ZG
Todesdatum: 30. August 1942
Todesort: Cham ZG
Beruf: Unternehmer, Handwerker, Schreiner, Politiker
Religion: römisch-katholisch
Partei: Freisinnig-Demokratische Partei FDP

Gottfried Baumgartner-Dahinden betrieb in dritter Generation die Schreinerei Baumgartner in Cham. Zudem war er Posthalter, Bürger- und Kantonsrat. Ein späteres Zukunftsprojekt wird ihm zu Ehren nach ihm benannt.



Der junge Gottfried Baumgartner
Anna Elisabetha Baumgartner-Dahinden
Gottfried Baumgartner (wahrscheinlich mit Sohn Gottfried) vor einer Arbeit, um 1927


Stationen

1878 Gottfried Baumgartner kommt am 26. April in Hagendorn zur Welt, seine Eltern sind Anna Maria (1838–1903) und Josef Baumgartner-Wiss (1838–1910). Er wächst in Hagendorn an der Lorzenweidstrasse 88 auf und lernt wie sein Vater den Schreinerberuf. [1]

1907 Gottfried ist 29 Jahre alt und übernimmt die Firma seines Vaters Josef. Er bezahlt für die Liegenschaften und den Boden 30'000 Franken. Damit wächst die dritte Generation in die Verantwortung hinein. Wie sein Vater hat auch Gottfried die Meisterprüfung abgelegt und bestanden. Gottfried bringt den Betrieb zur Blüte, auch finanziell. [2]

1910 Gottfried übernimmt nicht nur die Schreinerei, sondern 1910 auch die Hagendorner Poststelle von seinem Vater. [3]

1924 Gottfried Baumgartner-Dahinden hat mit seiner Frau Anna Elisabetha sieben Kinder und engagiert sich auch in der Politik. Die Chamer Bürger wählen ihn in den Bürgerrat. Er nimmt daraufhin auch Einsitz in der Chamer Asyl-Kommission. Er bleibt bis zu seinem Tod in diesem Gremium, also während 18 Jahren. [4]

1931 Die Chamer Stimmbürger entsenden Gottfried Baumgartner auch in den Kantonsrat, dem er bis 1938 angehört. [5]

1934 In der Schreinerei verbessert er die Energieversorgung, in dem er eine Peltonturbine im betriebseigenen Kraftwerk installiert. Dadurch erzielt er einen höheren Wirkungsgrad bei der Nutzung des Wassers am Tobelbach. [6]

1942 Mitten im Zweiten Weltkrieg stirbt Gottfried Baumgartner-Dahinden am 30. August im Alter von 64 Jahren. [7] Der älteste Sohn (aber der Drittgeborene), Gottfried Heinz Baumgartner (1909–1998), führt den Betrieb erfolgreich weiter. [8]

2018 Die G. Baumgartner AG rüstet sich mit einem Erweiterungsprojekt für die Zukunft. Zu Ehren des einstigen Firmenleiters heisst das Vorhaben «Innovationsprojekt Gottfried Baumgartner». Die 300 Arbeitsplätze sollen auf diese Weise gesichert werden. [9]


Würdigung

Gottfried Baumgartner-Dahinden leitet während 35 Jahren die Schreinerei Baumgartner, dabei auch in den wirtschaftlich schwierigen Krisenjahren 1921/22 und während der grossen Weltwirtschaftskrise nach dem Zusammenbruch der Börsen im Herbst. Gottfried Baumgartner erfreut sich «über die Kantonsgrenze hinaus eines vortrefflichen Rufes». [10]


Einzelnachweise

  1. Orsouw, Michael van, Zur Geschichte der Fensterfabrik Baumgartner, Typoskript, Zug 2010. Villiger, Emil, Stammbaum der Baumgartner von Cham und Hünenberg, 1931
  2. Orsouw, Michael van, Zur Geschichte der Fensterfabrik Baumgartner, Typoskript, Zug 2010, S. 8
  3. Staatskalender des Eidgenössischen Standes Zug 1911/1912
  4. Staatsarchiv Zug, Personen- und Ämterverzeichnis [Stand: 01.01.2021]
  5. Staatsarchiv Zug, Personen- und Ämterverzeichnis [Stand: 01.01.2021]
  6. Orsouw, Michael van, Zur Geschichte der Fensterfabrik Baumgartner, Typoskript, Zug 2010, S. 8
  7. Staatsarchiv Zug, Personen- und Ämterverzeichnis [Stand: 01.01.2021]
  8. Orsouw, Michael van, Zur Geschichte der Fensterfabrik Baumgartner, Typoskript, Zug 2010, S. 10
  9. Zuger Presse, 12.12.2018. Zuger Zeitung, 21.01.2019
  10. Zuger Kalender, Chronik 30.08.1942