Alte Post, Rigistrasse

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«Alte Post» an der Rigistrasse, undatierte Aufnahme
Die «Alte Post» an der Rigistrasse nach dem Brand vom 24. Februar 1924
«Alte Post», Gemälde von Jakob Rast

Der einfache Blockbau lag am südlichen Ende der Rigistrasse, beherbergte zeitweilig die Post von Cham. Das Gebäude lag früher an der ehemaligen Landstrasse Zug–Luzern.


Chronologie

18. Jahrhundert Der zweigeschossige Blockbau an der Rigistrasse entsteht an der alten Landstrasse Zug–Luzern. Das Haus bekommt sein charakteristisches Aussehen mit hohem Stutzwalmdach und Klebdachreihen. [1]

1. Hälfte 19. Jahrhundert Die Liegenschaft wird um einen eingeschossigen Anbau auf der Südseite erweitert und mit einem Rundschindelschirm verkleidet. [2] Der erste fassbare Besitzer ist «President» Josef Fähndrich. [3]

1835 Kirchmeier Leonz Suter kauft am 1. Juni die Liegenschaft. [4]

1838 Philipp Jakob Bär übernimmt am 13. Februar die Liegenschaft und richtet auch ein Kaufladen ein. [5] Bär und sein Vater waren einst Besitzer der Papiermühle an der Lorze gewesen.

1848 Das Eidgenössische Postbüro von Cham kommt auch in dieses Gebäude. Geführt wird sie von Rabenwirt Jakob Stutz (1824–1890).

1858 Die Liegenschaft geht zurück an die Familie Suter: Michael Suter kauft sie am 18. Juli. [6]

1860 Zwei Jahre später stirbt Michael Suter. Die Postliegenschaft geht an seine Witwe Anna Maria Suter, geborene Baumgartner. [7]

1875 Durch Heirat gelangt der Laden an die Posthalterfamilie Burri: Posthalter Jost Burri heiratet die Witwe Suter, die Stiefschwester seiner ersten Frau Marie Bär. Die Post hat im Gebäude an der Rigistrasse zu wenig Platz. Deshalb fasst Burri die Erstellung eines Neubaus ins Auge. [8] Er lässt gleich neben der bisherigen Post das «Burri-Haus» an der Hünenbergerstrasse erstellen. Die Post zieht dorthin um. Doch Burri kauft auch die alte Postliegenschaft am 5. März. [9]

1897 Die Liegenschaft geht an den Sohn von Jost Burri, Philipp (1866–1905), über. [10]

1924 Die alte Post wird in der Nacht zum 24. Februar durch einen Brand zerstört. Es wird Brandstiftung vermutet. [11]


Einzelnachweise

  1. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 133
  2. Vgl. Anmerkung 1 (Grünenfelder), S. 133
  3. Staatsarchiv Zug, G 617.6.1, Assekuranzregister Cham, 1. Generation (1813–1868)
  4. Staatsarchiv Zug, G 617.6.1, Assekuranzregister Cham, 1. Generation (1813–1868)
  5. Staatsarchiv Zug, G 617.6.1, Assekuranzregister Cham, 1. Generation (1813–1868)
  6. Staatsarchiv Zug, G 617.6.1, Assekuranzregister Cham, 1. Generation (1813–1868)
  7. Staatsarchiv Zug, G 617.6.1, Assekuranzregister Cham, 1. Generation (1813–1868)
  8. Zugersee-Zeitung, Festausgabe zur 1100-Jahr-Feier in Cham, 12./13.07.1958
  9. Staatsarchiv Zug, G 617.6.2, Assekuranzregister Cham, 2. Generation (1868–1929), 1. Band
  10. Staatsarchiv Zug, G 617.6.2, Assekuranzregister Cham, 2. Generation (1868–1929), 1. Band
  11. Zuger Nachrichten, 27.02.1924. Steiner, Hermann et al., Wasser und Feuer. 100 Jahre Feuerwehr Cham 1888–1988, Cham 1988, S. 79f.