Wasserspiel im Hammerpark

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1535 Lorzenweg Hammer Brunnen DSC 2929.jpg

Lassen sich von den Fontänen nicht stören: Die Kühe laben sich am Wasser des Brunnens
Für jeden Spass zu haben: Der damalige «Hammer»-Besitzer Andrea von Planta imitiert seine Brunnenfigur
Bildhauer Böbbi Schiess (Mitte oben) platziert die Brunnenfigur
Die Brunnenfigur von 1990: der griechische Meeresgott, in der Interpretation von Sophie Lechner-Laur
Auch Exotisches wie diese Rundhütte mit Pfau hatte Platz: historischer Blick in den Park der Villa Hammer

Das Wasserspiel war zweimal im Weg, bis es seinen Standort am Nordende des Hammerparks erhielt. Ergänzt wurde es durch die Götterfigur Triton; die vier ionischen Säulen dahinter stammen von der Westseite der Hammervilla. Mit der Mauer, die vom einstigen Steinbruch herrührt, entstand hier ein zufälliges, aber dennoch sehenswertes Ensemble.


Chronologie

1825 Der Zürcher Eisenhändler Johann Jakob Vogel-Nötzli (1783–1841) baut in Cham an der Lorze ein elegantes Herrenhaus und umgibt es mit einem Park. [1]

1929/30 Vogel-Nötzlis Urenkelin Emy Naville-Vogel (1885–1981) erneuert die Villa Hammer komplett. Ihr Onkel Richard Vogel (1870–1950) gestaltet den Park nach englischem Vorbild um (1934/35 baut er für sich als Alterssitz die Villa Solitude auf der Täubmatt direkt am Zugersee und legt auch dort eine Parkanlage im englischen Stil an). [2]

Das Wasserspiel wird südlich des Haupthauses mitten im Rasen platziert. [3] Doch dort beeinträchtigt der Brunnen mit den aufspritzenden Fontänen des Wasserspiels den bei englischen Gärten geforderte Durchblick, so dass das Brunnenbecken einen neuen Platz hinter dem Ponystall bekommt.

1984 Die Villa Hammer geht in den Besitz von Andrea von Planta über (bis 2013). Der neue Eigentümer baut die Villa Hammer bis 1991 um. [4]

um 1989 Becken und Wasserspiel bekommen einen neuen Standort in der Nordecke des Hammerparks, bei der Rossweid und gleich vor der Mauer des einstigen Steinbruchs. [5]

1990 Die Keramikkünstlerin Sophie Lechner-Laur aus Zumikon ZH bekommt den Auftrag, den Brunnentrog um eine Götterfigur zu ergänzen. Sie wählt Triton, den griechischen Meeresgott, der das Meer aufwühlen oder beruhigen kann. Die Figur scheint in das Brunnenbecken hineinsteigen zu wollen. Ergänzt hat Bauherr Andrea von Planta den Ort um die vier dorischen Säulen; diese stammen aus der Hammervilla von 1930 und waren auf der Westseite als Pergolastützen im Einsatz. Als dort ein Wintergarten platziert wird, bekommen die Säulen im Hammerpark einen neuen Standort. [6] Auch wenn die Einzelstücke etwas zufällig zueinander gekommen sind, bilden sie ein interessantes Ensemble und werten den Park auf.

2015 Der neue Lorzenweg führt direkt an der Rossweid und am Brunnen vorbei.


Einzelnachweise

  1. Zurfluh, Christoph, Hammer, Von der «Chupferstrecki» 1690 bis zur «Ära Lüdi» 2014, Cham 2014, S. 58f. Dürst, Elisabeth R., Johann Jakob Vogel (1783–1841). Probleme eines Zürcher Eisenhändlers in Cham, in: Der Kanton Zug zwischen 1798 und 1850, Bd. 1, 23 Lebensgeschichten. Alltag und Politik in einer bewegten Zeit, Zug 1998, S. 118–127
  2. Zurfluh, Christoph, Hammer, Von der «Chupferstrecki» 1690 bis zur «Ära Lüdi» 2014, Cham 2014, S. 74f.
  3. Erinnerung von Gärtner Ami Ribeaud, freundlicherweise wiedergegeben von Andrea von Planta
  4. Zurfluh, Christoph, Hammer, Von der «Chupferstrecki» 1690 bis zur «Ära Lüdi» 2014, Cham 2014, S. 131ff.
  5. Freundliche Mitteilung von Andrea von Planta
  6. Freundliche Mitteilung von Andrea von Planta