Schoch, Gärtnerei

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Eindrücklicher Längsbau mit Treibhäusern: das Gebäude der Gärtnerei Schoch in der Chrämermatt
Eindrückliche Ausbreitung: die Gärtnerei Schoch aus der Luft fotografiert, um 1961
Einst die grösste Handelsgärtnerei im Ennetsee: die Gärtnerei Schoch in der Chrämermatt
Hier gingen die Chamerinnen und Chamer Gemüse und Blumen einkaufen: das Haus der Gärtnerei Schoch in der Chrämermatt, um 1988

Über 125 Jahre wirkte die Blumen- und Gemüsegärtnerei Schoch in vier Generationen. Legendär waren etwa die Erdbeeren, die Schoch an der Hünenbergerstrasse zogen. Dazu führte die Schoch Blumen- und Gemüseläden im Ortskern von Cham. Nach der Einzonung des Geländes entstand hier die Gesamtüberbauung Chrämermatt.


Chronologie

1875 Die Gebrüder Leopold und Franz Schoch wirken als Gärtner für die Anglo-Swiss Condensed Milk Company und für deren Direktoren George Ham Page (1836–1899) und David Steven Page (1844–1903). Doch schon 1875, also neun Jahre nach der Gründung der «Milchsüdi», machen sich die Brüder selbstständig; und zwar an der seit zehn Jahren ausgebauten Hünenbergerstrasse. Damals ziehen Gärtnereien weniger Zierpflanzen, die damals kaum jemand bezahlen kann. Stattdessen setzen die Gärtnereien auf rationellen Gemüse- und Früchteanbau. [1]

o. D. Übergabe des Geschäftes an Leopold Schoch.

1908 In unmittelbarer Nähe der Gärtnerei wird das Schützenhaus gebaut.

1913 Der Vertreter der dritten Generation, Franz Schoch-Grob (1892–1959), übernimmt den Betrieb, vergrössert ihn beträchtlich und hat damit die grösste Handelsgärtnerei im Ennetsee. [2]

1925 Franz Schoch fügt dem Betrieb ein Verkaufslokal im Kirchbüel bei, in dem er Blumen und Setzlinge, aber auch die beliebten Chamer Erdbeeren feilbietet. Zudem ist die Gärtnerei Schoch jeweils auf dem Samstagsmarkt in Baar präsent. [3]

1953 Umbau des Blumenladens.

1959 Firmenpatron Franz Schoch stirbt. Andreas (1927–2010), der zweitjüngste der sieben Kinder, übernimmt den Betrieb, unterstützt von seinen Schwestern Louise Kleiner, Hedy Baumgartner und Alice Baumgartner. Viel Handarbeit ist gefragt: Die Bewässerung von Blumen, Gemüse und ganzen Treibhäusern geschieht von Hand, mit Wasser aus dem Brunnen. Besonders stolz ist man auf die weitherum gefragten Geranien, aber auch die Weihnachtssterne, Alstromerien, Tomaten usw. sind sehr gefragt. [4]

1992 Gärtnerbesitzer Andreas Schoch kommt ins Pensionsalter.

1997 Schoch entscheidet sich, das Gärtnergelände zu verkaufen und für die Bebauung freizugeben. Von 1997 bis 1999 realisiert die Generalunternehmung Aula in zwei Etappen die Gesamtüberbauung «Chrämermatt», mit 58 Wohnungen in sechs Mehrfamilienhäusern. [5]


Dokumente

Inserate


Fotogalerie

Personen

Die Gärtnerei 1996

Die Gärtnerei Schoch 1996: die Profile für eine Wohnüberbauung stehen, das Ende der Gärtnerei naht


Einzelnachweise

  1. Zuger Nachrichten, 11.07.1958
  2. Zuger Nachrichten, 11.07.1958
  3. Zuger Nachrichten, 11.07.1958
  4. Freundliche Mitteilung von Rechtsanwalt Rudolf Kleiner, Cham
  5. Freundliche Mitteilung von Rechtsanwalt Rudolf Kleiner, Cham