Poststrasse 13-15

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Das Kirchbüel-Quartier um 1930, im Vordergrund die Liegenschaft Poststrasse 13-15
Die Liegenschaft Poststrasse 13-15, 18.10.2017
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Das zweigeschossige Heimatstil-Haus direkt beim Bahnhof Cham diente als Wohnhaus und als Käsekeller für die Käse-Export-Firma Lustenberger & Dürst. Seit 1921 gehört das Haus der Käsefirma, respektive deren Nachfolgefirmen.


Chronologie

1908 Der in Cham ansässige Baumeister und Architekt Hans Miesch (1880–1941) erstellt das Gebäude mit Keller, Magazin sowie Büro mit Wohnung an der Poststrasse im damals beliebten Heimatstil auf eigene Kosten. Offiziell heisst es im Register dazu: «Keller, Magazin & Bureau mit Wohnung» auf der Rabenmatt. [1]

1913 Hauseigentümer Hans Miesch meldet den Konkurs an.

1914 Wie alle anderen Liegenschaften von Miesch fällt auch die Poststrasse 13-15 nach einer konkursamtlichen Steigerung der Hypothekargenossenschaft Cham zu. [2]

1919 Moritz Baumgartner übernimmt am 14. Oktober die Liegenschaft. [3]

1921 Carl Ritter (1880–1951) kauft das Haus. Er ist Spenglermeister, Wirt im «Blech», Bürgerrat und Fleischschauer. Vor allem ist er mit Luise Lustenberger verheiratet. [4] Deshalb geht die Liegenschaft gleich weiter, nämlich an die Käsefirma M. Lustenbergers & Söhne u. Gebr. Dürst A.-G [5] Seither ist das Haus im Besitz der Käsefirma und ihrer Nachfolgegesellschaften. Die Käsefirma ist sehr interessiert an den zentral gelegenen Magazinräumen unter dem grosszügigen Terrassenanbau, die sie als Käsekeller nutzt. [6]

1934 Die Käsefirma bringt die Liegenschaft in die firmeneigene Immobiliengesellschaft Langrüti AG ein. [7]

1942 Während des Zweiten Weltkriegs lebt für einige Monate die Familie Robert Ritter-Luterbacher (1892–1975) im Haus.

1949 Die neue Eigentümerin heisst Limex AG Langrüti. [8]

1980 Nun besitzt die Firma Lustenberger und Dürst AG die Liegenschaften. [9]

2016 Die Liegenschaft gehört der LeSuperbe Immobilien AG, wiederum eine Tochtergesellschaft der Käsehandlung Lustenberger. [10]


Kunsthistorische Beschreibung

«Bezug auf bernisch-bäuerliche Architekturformen mit durch Kantenbemalung zusätzlich hervorgehobener «Berner Ründe» im Giebelfeld des hohen Krüppelwalmdachs, Fensteranordnung geschossweise differenziert.» [11]


Einzelnachweise

  1. Staatsarchiv Zug, G 617.6.2, Assekuranzregister Cham, 2. Generation (1868–1929), 1. Band
  2. Staatsarchiv Zug, G 617.6.2, Assekuranzregister Cham, 2. Generation (1868–1929), 1. Band
  3. Staatsarchiv Zug, G 617.6.2, Assekuranzregister Cham, 2. Generation (1868–1929), 1. Band
  4. Staatsarchiv Zug, G 617.6.2, Assekuranzregister Cham, 2. Generation (1868–1929), 1. Band
  5. Staatsarchiv Zug, G 617.6.2, Assekuranzregister Cham, 2. Generation (1868–1929), 1. Band
  6. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 132
  7. Staatsarchiv Zug, G 617.6.5, Assekuranzregister Cham, 3. Generation (1929–1960), 2. Band
  8. Staatsarchiv Zug, G 617.6.5, Assekuranzregister Cham, 3. Generation (1929–1960), 2. Band
  9. Staatsarchiv Zug, G 617.6.7, Assekuranzregister Cham, 4. Generation (1960–1990), 2. Band
  10. www.zugmap.ch, Eintrag Grundstücknummer 91 [Stand: 14.12.2016]
  11. Vgl. Anmerkung 6 (Grünenfelder), S. 13