Laubacher-Rüttimann Josef (1889–1977)

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Portrait von Laubacher-Rüttimann Josef (1889–1977)
Portrait von Josef Laubacher-Rüttimann (1889–1977)

Vorname: Josef
Nachname: Laubacher-Rüttimann
Geschlecht: männlich
Geburts­datum: 9. April 1889
Geburt­sort: Cham ZG
Todes­datum: 23. Dezember 1977
Todes­ort: Cham ZG
Beruf: Metzger, Wirt
Amt: Kantonsrat
Religion: römisch-katholisch
Partei: Katholische-Konservative Partei

Josef Laubacher-Rüttimann betreibt eine Metzgerei mit angegliedertem Schlachthaus an der Hünenbergerstrasse und ist zeitweilig im Kantonsrat. Mit seiner Frau Elisabeth hat er sieben Töchter.



Der 39-jährige Laubacher, links, gemeinsam auf der Jagd mit Baumeister Emil Reggiori (1887–1978), rechts, 1928


Stationen

1889 Josef Laubacher kommt 9. April zur Welt, er ist Bürger von Muri AG. [1] Er absolviert bei Metzger Johann Doswald am Rigiplatz in Cham eine Metzgerlehre. [2]

1912 Josef Laubacher, mittlerweile 23-jährig, hat in der Zwischenzeit Elisabeth Rüttimann (1891–1972) geheiratet. Er übernimmt die Metzgerei Doswald und führt diese als Pächter; neben der Metzgerei betreibt das Ehepaar auch die Gastwirtschaft «Laubacher». [3]

1921 Als Metzger ist Laubacher mit der Jagd verbunden. Er jagt aktiv, ist Vorstandsmitglied des Zuger Patentjägerverbandes und übernimmt jetzt für vier Jahre das Präsidium des Vereins. [4]

1928 Weil die Gemeinde Cham den Pachtvertrag für das Gebäude auf dem Rigiplatz nicht mehr verlängert, ziehen die Laubachers an die Hünenbergerstrasse 4 um. Laubacher ergänzt das bestehende Haus um einen flachen Anbau für das Schlachten der Tiere und modernisiert das Ladenlokal. Architekt dieses Umbaus ist der Zuger Emil Weber (1879–1945). Die Liegenschaft ist in der Folge bei der Gebäudeversicherung als «Wohn- und Geschäftshaus mit Schlachthaus, Wursterei, Remise und Doppelgarage» eingetragen. [5]

1935 Die Chamer wählen Josef Laubacher in den Kantonsrat. Er vertritt dort die Katholisch-Konservativen. Er bleibt bis 1946 im Amt. [6]

1942 Bei den Kantonsratswahlen vom 22. November erzielt Laubacher ein gutes Resultat: Er bekommt 442 persönliche Stimmen; nur Johann Werder hat mit 460 Stimmen mehr erhalten. [7]

1950 Josef Laubacher verkauft die Metzgerei an Schwiegersohn Adolf Villiger (1903–1967), der seine älteste Tochter Margrith (1918–1992) geheiratet hat. [8] Villiger ist der Sohn eines Viehhändlers im Röhrliberg und «verbindet nun in glücklicher Weise Landwirtschaft, Viehhandel und Metzgerei zu einem erspriesslichen Geschäft». [9]

1972 Laubachers Frau Elisabeth stirbt am 21. Februar im Alter von 81 Jahren. [10]

1977 Josef Laubacher-Rüttimann stirbt kurz vor Weihnachten am 23. Dezember im Alter von 88 Jahren. [11]


Die Töchter

  • Margrith (1918–1992): Sie heiratet Adolf Villiger (1903–1967) vom Röhrliberg und nach dessen frühen Tod Dr. Max Kühn (1913–1998) aus Zug.
  • Gertrud (Trudy) (1919–2017): Sie heiratet den Zuger Stadtbibliothekar Dr. Hans Koch (1907–1988).
  • Elisabeth (Lisbeth): Ehelicht einen Herr Maurer und wohnt in Davos.
  • Annemarie: Heiratet den Schreinermeister Edy Rominger (1923–2014) und lebt in Pontresina GR.
  • Hedy: Heiratet im fortgeschrittenen Alter.
  • Claire (*1924): Sie absolviert die Handelsschule und heiratet in die Westschweiz.
  • Rosmarie (*1927): Sie heiratet einen Hrn. Klaus und führt mit diesem ein Geschäft für Orientteppiche.


Einzelnachweise

  1. Staatsarchiv Zug, Zuger Personen- und Ämterverzeichnis [Stand: 01.01.2021]
  2. Zuger Nachrichten, Beilage zur 1100-Jahr-Feier in Cham, 11.07.1958
  3. Vgl. Anmerkung 2
  4. Vgl. Anmerkung 2
  5. Staatsarchiv Zug, Fichen der Gebäudeversicherung IV
  6. Vgl. Anmerkung 1
  7. Zuger Nachrichten, 23.11.1942
  8. Vgl. Anmerkung 5
  9. Vgl. Anmerkung 2
  10. Leidbildchensammlung von Marie Theres Widmer, Cham, zur Verfügung gestellt am 12.06.2021
  11. Zuger Nachrichten, 13.01.1978