Gretener, Schuhhaus

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Das Schuhhaus Gretener hat eine längere Geschichte. Gegründet wurde es 1907, seit 1929 ist es am Kirchenplatz zuhause. Zeitweilig gehörten Schuhgeschäfte in Luzern, Zug, Affoltern am Albis und Lenzburg dazu.

Fliegeraufnahme mit dem Schuhhaus Gretener in der Mitte, um 1960
Das Schuhhaus Gretener in der Liegenschaft Kirchbüel 1, 2016


Chronologie

1907 Im März kauft Frau Gretener-Waldisbühl ab Baregg das Haus Hänsli an der Sinserstrasse mit bescheidenem Laden und Werkstatt. Sohn Johann lernt damals den Schuhmacherberuf bei Schuhmacher Stadlin in Zug und arbeitet nachher im Schuhhaus Boog in Luzern. [1]

1911 Johann Gretener übernimmt das Geschäft von seiner Mutter, die weiterhin mitarbeitet.

1921 Heirat von Johann Gretener mit Louise Schneiter. Die junge Ehefrau arbeitet mit Leidenschaft mit.

1929 Das Ehepaar Gretener-Schneiter kauft das Haus von Frau Schwerzmann-Bosler im Kirchbüel.

1930 Eröffnung des Schuhladens im April im Neubau am Kirchenplatz. Für die damalige Krisenzeit ist die Erstellung eines Neubaus in Kirchbüel 1 ein unternehmerisches Wagnis, das gelingt.

1938 Sohn Hans Gretener lernt den Beruf des Schuhmachers bei Boog in Luzern.

1945 Nach weiteren Stationen in St. Gallen und Herisau tritt Hans Gretener zusammen mit seiner Frau Helen, einer geborenen Maître, ins elterliche Geschäft ein.

1950 Generationenwechsel am Kirchenplatz – Hans Gretener-Maître übernimmt die Firma. [2]

1963 Umbau und Eingliederung des Comestibles-Geschäfts unter der Leitung von Innenarchitekt F. Bürki aus Zürich. Die Schaufensterfront wird gegen die Luzernerstrasse hin erweitert. Es sei alles «praktisch, übersichtlich, gediegen und hübsch ist alles eingerichtet». [3]

1964 Das Schuhhaus Gretener tritt der Einkaufsvereinigung EVUS bei, die im Ausland einkauft. Dadurch vergrössert sich die Auswahl.

1974 Sohn Guido Gretener tritt schrittweise in das Unternehmen ein, nach Ausbildungen in Luzern, Genf und Deutschland.

1975 Das Ladenlokal in Cham wird umgebaut; das benachbarte Coiffeur-Geschäft wird einbezogen, und die Herrenabteilung kommt neu in das Untergeschoss.

1979 Das Chamer Schuhhaus expandiert: Es übernimmt das Schuhgeschäft «Günthard» in Affoltern am Albis und eröffnet den Laden neu am Sternenplatz.

1982 Gretener eröffnet das «Botty»-Geschäft im Müli Märt in Lenzburg.

1983 Auch in Cham selber weitet sich die Geschäftstätigkeit Greteners aus: Er eröffnet im Neudorf-Center einen «Botty»-Schuhladen.

1987 In der Stadt Zug ist Gretener neu mit einem grossen City-Geschäft an der Bahnhofstrasse 22 präsent.

1998 Hans Gretener fungiert als Verwaltungsratspräsident der Schuhaus Gretener AG (bis 2007) und der Immobilien AG Kirchbühl (bis 2014).

2000 Das Stammhaus in Cham erfährt einen Umbau, das Untergeschoss wird neu erschlossen.

2001 Jetzt kommt noch ein City-Geschäft an der Weggisgasse in Luzern dazu (bis 2006).

2008 Der «Botty»-Laden im Chamer Neudorf schliesst seine Pforten, das Geschäft in Lenzburg wird verkauft. [4]

2014 Hans Gretener stirbt am 30. Dezember im Alter von 93 Jahren.


Weblink

Webseite Schuhhaus Gretener


Dokumente

Inserate


Einzelnachweise

  1. Zugersee-Zeitung, Festausgabe 1100 Jahre Cham, 12./13.07.1958
  2. Zugersee-Zeitung, Festausgabe zur 1100-Jahr-Feier in Cham, 12./13.07.1958
  3. Zugersee-Zeitung, 26.10.1962
  4. Schuhhaus Gretener, www.gretener-schuh.ch [Stand: 04.07.2016]