Erzinger, Ertle, Elektro

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Der Laden an der Hünenbergerstrasse 12
Radio- und TV-Abteilung Ertle-Erzinger, 1975
Serviceabteilung Ertle-Erzinger, 1975
Die Wagenflotte Erzinger im Hirsgarten, um 1964
Einladung an die Mitarbeiter, 1990
Ladenfassade Ertle-Erzinger, 2018
Die Liegenschaft Hünenbergerstrasse 12, 2018

An der Hünenbergerstrasse 12 befindet sich seit 1927 ein Elektrofachgeschäft. Gegründet wurde es von August Sidler. Danach hiess es Eugen Erzinger, schliesslich Ertle-Erzinger und seit 1994 Expert-Ertle. Zeitweilig war es mit einem Waffenladen gekoppelt.


Chronologie

1923 August Sidler gründet an der Sinserstrasse sein Elektrofachgeschäft (Liegenschaft früher Schreinerei Hübscher, später Schreinerei Hausheer). [1] 1927 Sidler zieht in sein neu erbautes Geschäftshaus an der Hünenbergerstrasse 12. Erstellt hat es der Chamer Baumeister Emil Reggiori. [2]

1954 Im November übernimmt Eugen Erzinger «das gutfundierte Elektrogeschäft» von August Sidler. [3] «Fernsehapparate wurden vor wenigen Jahren neu in das Verkaufsprogramm aufgenommen und finden dank des Aufschwunges des Fernsehens bei der Kundschaft Interesse und Absatz.» [4]

1974 Das Geschäft wird aufgeteilt: Der Sohn von Eugen Erzinger, der ebenfalls Eugen Erzinger heisst, führt die Firma Erzinger neu in Baar, die zuvor als Filialbetrieb aufgebaut wurde. Das Chamer Geschäft geht an die Tochter Gertrud sowie deren Ehemann Bruno Ertle-Erzinger und heisst «Ertle-Erzinger». Bruno Ertle (*1939) ist eidg. dipl. Elektroinstallateur. Er bietet weiterhin Radio und TV-Geräte an sowie grössere Haushaltsgeräte und Kühlschränke. Zudem kann er viele Mehrfamilienhäuser in Cham mit Kabel-TV-Anschlüssen ausrüsten. [5]

1987 Ein Teil des Ladenlokals nutzt Bruno Ertle als Waffengeschäft. Als passionierter Jäger hat Ertle ein Flair für Waffen. Er zieht den österreichischen Büchsenmachermeister Andreas Baumkircher (*1955) hinzu, miteinander betreiben sie die separate Firma Ertle & Baumkircher AG Cham. Baumkircher stellt auch alte Pistolen her, die weltweit verkauft werden. Die Ertle & Baumkircher AG ist spezialisiert auf den Nachbau alter Schwarzpulver-Wettkampfpistolen; deren Pistolen sind führend bei internationalen Schiesswettbewerben. Der Schütze Karl Menden aus St. Gallen wird mit einer Chamer Schwarzpulverbüchse von Ertle & Baumkircher sogar Weltmeister. [6]

1989 In einem grösseren Zeitungsartikel wird Ertle-Erzinger als «Markenspezialist mit Dorfladencharakter» genannt. Bruno Ertle wird wie folgt zitiert: «Aus der Sicht des Kunden sind wir ein Nachbar in seiner Nähe. Unser Unternehmen ist nicht anonym. Im Gegenteil, der Kunde findet immer eine Bezugsperson, der er vertrauen darf.» [7]

1994 Mitarbeiter von Ertle übernehmen die Firma unter dem Namen «Ertle-Expert». Adi Hadodo machte bereits die Lehre bei Ertle-Erzinger und führt das Geschäft mit Feri Hadodo. Büchsenmacher Baumkircher wirkt noch ein paar Jahre in Morgarten. 2001 verlässt Baumkircher Cham und 2006 kehrt er wieder zurück nach Graz, wo er noch immer als Büchsenmacher arbeitet. [8]


Ertle und die Jagd

Bruno Ertle geht schon seit 40 Jahren auf die Jagd – allerdings weniger im Kanton Zug. Seine Jagdreviere liegen im Freiamt bei Auw sowie im Elsass.


Dokumente

Logos


Waffenprospekte


Fotogalerie

Personen


Einzelnachweise

  1. Zugersee-Zeitung, Festausgabe, 12.–13.07.1958 (Inserat)
  2. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 121
  3. Zugersee-Zeitung, Festausgabe, 12.–13.07.1958 (Inserat)
  4. Zugersee-Zeitung, Festausgabe, 12.–13.07.1958 (Inserat)
  5. Freundliche Mitteilung von Bruno Ertle, 24.10.2017
  6. Zuger Woche, 02.11.1989
  7. Zuger Woche, 02.11.1989
  8. Freundliche Mitteilung von Bruno Ertle, 24.10.2017