Bahnhofstrasse 3

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Die Liegenschaft Bahnhofstrasse 3, erbaut 1903
Bahnhofstrasse 3, 18.10.2017
Bahnhofstrasse 3, 06.07.2019

Das Haus wird 1903 erbaut. 1956 geht die Liegenschaft an den katholischen Gesellenverein Cham-Hünenberg, der im Hochparterre gegen die Bahnhofstrasse hin sein Vereinslokal einrichtet. 2002 wird das «Kolpinghaus» von der katholischen Kirchgemeinde Cham-Hünenberg übernommen, deren Geschäftsstelle sich ebenfalls im Gebäude befindet.


Chronologie

1903 An der Bahnhofstrasse wird ein dreigeschossiges Haus (Ass.-Nr. 175a) mit einem eher flach geneigten Kreuzgiebeldach gebaut. Ursprünglich liegt auf dem Sichtbacksteinsockel ein vertikal verbretterter Kantholzständerbau. [1] Die Liegenschaft gehört Xaver Milz, Strohhutfabrikant aus Lindenberg in Bayern. [2]

1906 Zusätzlich wird ein Hühnerhaus als Anbau erstellt (Ass.-Nr. 175b). [3]

1911 Die Liegenschaft (neu Ass.-Nr. 217a) geht an Theodor Keller über. [4]

1941 Die Geschwister Keller übernehmen die Liegenschaft. [5]

1956 Anfang April 1956 wird Kaplan Johannes Baptist Grossmann (1914–2007), Präses des Katholischen Gesellenvereins Cham-Hünenberg, informiert, dass die Liegenschaft Bahnhofstrasse 3 käuflich zu erwerben ist. Nur wenige Tage später wird der Kaufvertrag im Gemeindehaus unterzeichnet und im Gasthaus Raben begossen. [6]

1958 Nach einer zweijährigen, von viel Freiwilligenarbeit geprägten Umbauphase wird am 9. November das Vereinslokal eingeweiht und bezogen. Die Chamer und Hünenberger Gesellen sind begeistert und freuen sich über ihr neues Daheim. [7]

1989 Die Liegenschaft muss saniert werden, weil im Dachstock die Holzbalken vom Hausbock (lat. hylotrupes bajulus) befallen sind. Die Bauleitung übernimmt die Firma Iten Bau AG aus Zug. [8]

2002 An der Versammlung der Katholischen Kirchgemeinde Cham-Hünenberg vom 18. März folgen die 95 Stimmberechtigten dem Antrag des Kirchenrats, die Liegenschaft Bahnhofstrasse 3 vom Verein Kolping Cham-Hünenberg für 750'000 Franken zu kaufen. Die Kirchgemeinde räumt Kolping Cham-Hünenberg ein unkündbares und unentgeltliches Benützungsrecht am Vereinslokal und an den Nebenräumen ein. [9] Das Lokal im Erdgeschoss wird saniert und ausgebaut. Es erhält einen gläsernen Windfang und einen behindertengerechten Zugang.

2017 Das Kolpinghaus ist im der Besitz der Katholischen Kirchgemeinde Cham-Hünenberg. Neben dem Vereinslokal befindet sich im Erdgeschoss die Geschäftsstelle der Kirchgemeinde. [10]

2018 Die Fenster und Fensterläden werden gestrichen, die Dachfenster ersetzt und ein Blitzschutz wird installiert. [11]

2021 Die katholische Kirchgemeinde modernisiert und erweitert ihre Geschäftsstelle an der Bahnhofstrasse 3. Das bisherige Kolpinglokal wird zu einem Sitzungsraum umgebaut. Als Ersatz wird zwischen dem Pfarreiheim und dem Bänihaus ein Pavillon erstellt mit einem Saal für 30 bis 50 Personen und genügend Platz für die Freiwilligengruppen in der Pfarrei. [12]


Aktueller Kartenausschnitt

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Einzelnachweise

  1. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 119
  2. Staatsarchiv Zug, G 617.6.2, Assekuranzregister Cham, 2. Generation (1868–1929), 1. Band
  3. Staatsarchiv Zug, G 617.6.2, Assekuranzregister Cham, 2. Generation (1868–1929), 1. Band
  4. Staatsarchiv Zug, G 617.6.2, Assekuranzregister Cham, 2. Generation (1868–1929), 1. Band
  5. Staatsarchiv Zug, G 617.6.5, Assekuranzregister Cham, 3. Generation (1929–1960), 2. Band
  6. Staatsarchiv Zug, G 617.6.5, Assekuranzregister Cham, 3. Generation (1929–1960), 2. Band. Vereinsarchiv Kolping Cham-Hünenberg, Gedenkbuch Gesellenhaus Cham, o.S.
  7. Vereinsarchiv Kolping Cham-Hünenberg, Gedenkbuch Gesellenhaus Cham, o.S.
  8. Freundliche Mitteilung von Luzia Bircher, Hagendorn, 07.07.2017
  9. Neue Zuger Zeitung, 20.03.2002
  10. www.zugmap.ch, Eintrag Grundstücknummer 80 [Stand: 05.07.2017]
  11. Vorlage Kirchgemeindeversammlung, 28.05.2018
  12. Zuger Zeitung, 05.12.2021