Luzernerstrasse 24, «Haus Schmidle»

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Uhrmachergeschäft Römer mit Besitzer Carl Römer (1868–1922) am Garteneingang, undatiert (um 1900)
Haus der Uhren in Cham: das Haus Luzernerstrasse 24
Situation Luzernerstrasse, undatiert (um 1970)
Das Uhren- und Optikergeschäft ist bereits geschlossen, 15.01.1992
Haus Luzernerstrasse 24, 18.10.2017
Haus Luzernerstrasse 24, 18.10.2017

Das Haus Luzernerstrasse 24 ist während beinahe 100 Jahre ein Haus der Optiker und Uhrmacher. Es weicht im Jahr 2000 einem Neubau.


Chronologie

1896 Uhrmacher Carl Römer (1868–1922) erstellt auf der Rabenmatt sein Backsteinhaus (Ass.-Nr. 274a). [1] 1890 hatte Römer das Uhrengeschäft von Candid Muff (1842–1910) übernommen und im Parterre der Liegenschaft Kreuz gearbeitet. [2]

1902 Aufgrund einer Krankheit muss Römer seinen Beruf aufgeben. Die Liegenschaft an der Luzernerstrasse verkauft er am 25. Oktober seinem Verwandten Erwin Schmidle (1875–1952). [3]

1947 Armin Schmidle-Distel (1916–2006), Sohn von Erwin und Anna Schmidle, übernimmt am 24. Januar die Liegenschaft und das Geschäft für Uhren, Schmuck, Brillen und Bestecke. [4]

1953 Während neun Wochen baut Armin Schmidle den Laden und das Schaufenster um. Die zwei grossen Schaufenster, nachts mit «neuzeitlichem Gitterschutz versehen», würden «einer Geschäftsstrasse selbst in einer Grossstadt alle Ehre einlegen». [5]

1973 Das Uhrmacher-Geschäft wird umgebaut und um eine eigene Optik-Abteilung ergänzt. [6]

1983 Peter Schmidle zieht ins Einkaufszentrum Neudorf und eröffnet dort sein neues Uhren-Bijouterie-Geschäft. Im Geschäft an der Luzernerstrasse 24 wird die Uhren-Reparaturwerkstatt belassen und eine Gross-Uhren-Abteilung eingerichtet, welche von Armin und Margrith Schmidle-Distel weitergeführt wird. [7]

1989 Die Reparaturwerkstatt für Uhren an der Luzernerstrasse 24 schliesst nach 93 Jahren. [8]

2000/2001 Die Liegenschaft weicht einem Neubau. Ein Sieben-Familien-Haus wird erstellt. [9]

2022 Die Liegenschaft an der Luzernerstrasse 24 ist im Besitz der Landis Bau Immobilien AG. [10]


Kunsthistorische Beschreibung

«Zweigeschossiger, dunkelgelber Sichtbacksteinbau mit Sandstein-Eckquaderung und dunkelroten Dachuntersichten [...] Die Strassenfassade mit steil geneigtem Quergiebel mit neugotischen Sägearbeiten unter dem First und eisernem Verandaaufbau über dem Ladengeschäft.» [11]


Vorher – nachher

Sie sehen zwei Fotografien der Liegenschaften 24–28: eine aus dem Jahr 1992, eine zweite aus dem Jahr 2018.


Aktueller Kartenausschnitt

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Einzelnachweise

  1. Staatsarchiv Zug, G 617.6.3, Assekuranzregister Cham, 2. Generation (1868–1929), 2. Band. Gruber, Eugen et al., Geschichte von Cham, Bd. 2, Cham 1962, S. 116
  2. Zuger Volksblatt, 27.09.1890
  3. Staatsarchiv Zug, G 617.6.3, Assekuranzregister Cham, 2. Generation (1868–1929), 2. Band
  4. Staatsarchiv Zug, G 617.6.5, Assekuranzregister Cham, 3. Generation (1929–1960), 2. Band
  5. Zugersee-Zeitung, 13.11.1953
  6. Freundliche Mitteilung von Peter Schmidle, Locarno, 29.11.2016
  7. Freundliche Mitteilung von Peter Schmidle, Locarno, 29.11.2016
  8. Freundliche Mitteilung von Peter Schmidle, Locarno, 05.12.2016
  9. www.zugmap.ch, Eintrag Grundstücknummer 61 [Stand: 05.12.2016]
  10. Grundbuchfläche: 1026 m2, Gebäude: 331 m2, übrige befestigte Fläche: 347 m2, Strasse und Weg: 22 m2; Trottoir: 45 m2; Gartenanlage: 281 m2; www.zugmap.ch, Eintrag Grundstücknummer 61 [Stand: 08.09.2022]
  11. Grünenfelder, Josef, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe Bd. 2, Bern 2006, S. 128