Hirselarius-Fasnacht

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Die Feuerwehr Cham ruft 1961 die Chamer Kinderfasnacht ins Leben. Es gibt ein Bühnenspiel, vor allem aber einen jährlich, später der alle zwei Jahre durchgeführten Fasnachtsumzug. Dieser endet mit der Verbrennung des «Sträggs».

Der Strägg war die ursprüngliche Symbolfigur der Chamer Kinderfasnacht
Standarte der Feuerwehr Cham an der Chamer Kinderfasnacht
Das Verbrennen des «Sträggs» war der krönende Abschluss des Umzugs. Anfänglich wurde er auf dem Rigiplatz verbrannt, später auch im Hirsgarten
Prinz und Prinzessin Hirselarius auf dem Wagen am Umzug durch Cham
Hirsefressen am traditionellen Hirsekochen auf dem Schulhausplatz des Schulhauses Kirchbühl


Chronologie

1961 Zu Beginn der 1960er Jahre gibt es neue Impulse in der Chamer Fasnacht. Johann Josef Bühlmann (1919–2005) schreibt und veröffentlicht «S'Chomer Fasnachts-Speel» mit den Hauptfiguren «Hirselarius» und «Strägg». Die Hirselariusfigur spielt auf das einstige Chamer Hirsebrauchtum an, die «Sträggle» ist eine überregionale Sagenfigur. [1]

Die Feuerwehr Cham übernimmt die Organisation und führt am 14. Februar, am Fasnachtsdienstag, den ersten Hirselarius-Kinderumzug durch. Der Umzug mit über 40 Nummern und einigen Hundert Mitwirkenden wird bis 1966 jährlich, seitdem alle zwei Jahre durchgeführt. Der Reinertrag kommt der Chamer Schuljugend zugute. [2]

1988 Die 1987 gegründete Fasnachtgesellschaft Hirselarius Cham pflegt das Brauchtum weiter und übernimmt die Organisation eines Fasnachtsumzugs. Sie kreiert eine weitere Fasnachtsfigur, die «Hirsegriite». Die vom Chamer Künstler Thedy Huber geschaffene Figur erlebt im Januar 1988 ihre erste «Ufhänkete». Auch die alte Tradition des Hirsewettkochens lebt an der Fasnacht wieder auf. [3]

2003 Die Fasnachtsgesellschaft Hirselarius Cham löst sich nach zehn organisierten Umzügen auf. Das öffentliche Chamer Hirsekochen wird zum zweiten Mal nach 1798 eingestellt.


Einzelnachweise

  1. Zuger Neujahrsblatt 1963, Chronik 12.02.1961. Zuger Kalender 1972, Chronik Februar 1971. Steiner, Hermann et al., Vom Städtli zur Stadt Cham. Geschichte und Geschichten einer Zuger Gemeinde, Cham 1995, S. 128f.
  2. Steiner, Hermann et al., Wasser und Feuer. 100 Jahre Feuerwehr Cham 1888–1988, Cham 1988, S. 72
  3. Zuger Kalender 1989, Chronik 18.01.1988. Zuger Neujahrsblatt, Chronik 15.01.1988. Steiner, Hermann et al., Vom Städtli zur Stadt Cham. Geschichte und Geschichten einer Zuger Gemeinde, Cham 1995, S. 129