Geistliche

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Auf dieser Seite werden alle auf Chamapedia verzeichneten Personen mit den folgenden Berufsbezeichnungen aufgelistet: „Geistliche“, „Geistlicher“ (bislang 24):

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Name geboren gestorben Kurzvita
Brandenberg, Maria Elisabeth Kunigunde 26. Oktober 1681 17. Dezember 1742 Maria Elisabeth Kunigunde Brandenberg stammt aus einer alteingesessenen Zuger Bürgerfamilie. Als 29. Äbtissin des Zisterzienserinnenklosters Frauenthal hatte sie das Heu aber nicht immer auf der gleichen Bühne wie die Zuger Ratsherren. Wirtschaftlich und architektonisch ist ihre Wirkungszeit aber besonders segensreich.
Bucher, Maria Consolata 1. November 1942 24. November 2015 2014 wird Consolata Bucher nach einem halben Jahrhundert Leben im Zisterzienserinnenkloster Frauenthal zur 40. Äbtissin gewählt. Zuvor prägt sie die Klostergemeinschaft viele Jahrzehnte als Sakristanin und Priorin-Administratorin entscheidet mit.
Bühlmann, Johannes Johannes Bühlmann ist von 1528/1531 bis 1555 (?) Pfarrer von Cham. Weder über sein Geburts- und Todesjahr noch über seine Herkunft oder seine Ausbildung ist etwas bekannt. Die Überlieferungen aus den 1530er-Jahren vermitteln das Bild eines Mannes, der Konfrontationen offenbar nicht aus dem Weg ging ... allerdings ist für das noch sehr quellenarme 16. Jahrhundert zu bedenken, dass Aussergewöhnliches und Umstrittenes eher verschriftlicht und damit ungleich besser überliefert wurde als die alltägliche Normalität.
Eigensatz, Johann 30. November 1889 6. September 1955 Der Entlebucher Priester Johann Eigensatz lebt und arbeitet nur während eines Jahres als Kaplan in Niederwil. Ab 1927 wirkt als Pfarrer in Obergösgen.
Estermann, Johannes 26. Februar 1897 19. September 1982 Johannes Estermann aus dem Kanton Luzern kam 1922 als junger Priester nach Cham, wo er während sieben Jahren als Kaplan von St. Andreas erste Erfahrungen in der Seelsorge sammelt.
Grossmann, Johannes Baptist 29. Juli 1914 13. Oktober 2007 Johannes Baptist Grossmann lebt und arbeitet während zwölf Jahren als Kaplan im Städtli. Er erlebt in Cham das Ende des Zweiten Weltkriegs und den Aufschwung in den 1950er-Jahren mit.
Gugolz, Johannes 4. Februar 1635 Der gebürtige Stadtzuger Johannes Gugolz wird 1606 zum Pfarrer von Cham gewählt. In seiner fast 30-jährigen Amtszeit beginnt er ab 1609 mit dem Schreiben von Pfarrbüchern (Tauf-, Ehe- und Sterbebücher), führt 1625 in der Pfarrei die Rosenkranzbruderschaft ein und erlebt mit der Pestepidemie von 1629 die wohl grösste Katastrophe der (bekannten) Chamer Geschichte mit. Kurz nach seinem Tod 1635 wird die Legende vom hl. Bischof ohne Namen aus Cham erstmals verschriftlicht.
Hausheer, Moritz 27. März 1863 20. August 1928 Moritz Hausheer wuchs auf dem Chamer Hof Hatwil auf und wurde Geistlicher. Er wirkte als Lehrer und Seelsorger in Walchwil, Neuheim und Menzingen.
Heggli, August 31. Juli 1900 9. November 1972 August Heggli war von 1932 bis 1944 zwölf Jahre lang Kaplan im Städtli. Er wird in den Zuger Erziehungsrat berufen und entfaltet sich nach seiner Chamer Zeit als Kantonsschullehrer, Arbeiter- und Gastarbeiterseelsorger.
Hildebrand, Johann Kaspar 30. Mai 1719 27. März 1772 Johann Kaspar Hildebrand wird in Bibersee geboren, wirkt nach seinem Theologiestudium für einige Jahre in Cham und schafft es in einer bemerkenswerten akademischen Karriere bis zum Rektor der «Albertina», später Albert-Ludwigs-Universität, in Freiburg im Breisgau.
Knüsel, Maria Josepha 25. März 1903 28. Juli 1967 Maria Josepha Knüsel aus Risch prägt als 37. Äbtissin des Zisterzienserinnenklosters Frauenthal die Nachkriegsjahre entscheidend mit. In den Vereinigten Staaten begleitet sie die Gründung einer Zweigniederlassung der Zisterzienserinnen.
Käfer, Josef 1. Mai 1866 13. Juli 1932 Der aus Basel stammende Josef Käfer bringt sich während seinen Jahren als Kaplan im Städtli in öffentlichen Vorträgen, als Gründer von Vereinen und einer Krankenkasse, aber auch als konsequenter Verfechter der katholischen Morallehre immer wieder in die öffentliche Diskussion ein. 1898 wird Josef Käfer als Pfarrer nach Grellingen im Laufental berufen und er sorgt auch dort für Schlagzeilen. Selbst das Bundesgericht in Lausanne muss sich mit ihm auseinandersetzen.
Landtwing, Johann Georg 8. Mai 1664 7. September 1734 Johann Georg Landtwing wird mit 32 Jahren Pfarrer von Cham. Er prägt die Pfarrei fast vier Jahrzehnte massgebend mit. Zahlreiche Schenkungen übergibt den Stadtzuger Kirchen St. Michael und St. Oswald.
Muff, Josef 6. Oktober 1905 18. Dezember 1994 Der Luzerner Josef Muff war während 27 Jahren prägender Dorfpfarrer von Cham. Sein Wirken wurde mit dem Chamer Ehrenbürgerrecht gewürdigt.
Müller, Anton 22. April 1878 16. August 1939 Anton Müller war der Nachfolger von Franz Michael Stadlin als Pfarrer von Cham. Er wirkte während 31 Jahren in Cham, in einer Zeit, als die Gemeinde stark von der Industrie und dem liberalen Geist geprägt war.
Müller, Jost 6. Dezember 1551 JL Jost (auch Jodocus) Müller war von 1505 bis 1527 oder 1528 Pfarrer in Cham. Spätestens zu Beginn der 1520er-Jahre bekennt sich Müller offen zur neuen Glaubenslehre und bildet zusammen mit seinem jungen Pfarrhelfer in Cham eine «protestantische Zelle». Er steht in Kontakt mit den bekannten Zürcher Reformatoren Huldrych Zwingli und Heinrich Bullinger. 1528 muss er die Pfarrei Cham verlassen. Er zieht nach Thalwil und 1535 weiter in die Stadt Zürich, wo er am 6. Dezember 1551 stirbt.
Ofner, Johannes [[1564 JL]] Während der Reformation ist der wohl aus dem süddeutschen Gebiet stammende Johannes Ofner Pfarrer in Rapperswil. Später ist er Pfarrer in der Stadt Zug und von 1555 bis 1564 auch in Cham. Er stirbt 1564 wahrscheinlich an der Pest.
Schell, Fidel Alois 22. Januar 1794 3. September 1858 Der Stadtzuger Fidel Alois Schell ist über drei Jahrzehnte Pfarrer von Cham. In Niederwil darf er von 1846 bis 1849 den Neubau der Kirche St. Mauritius begleiten. Sein forsches Auftreten und sein Predigtstil ist aber in der Bevölkerung nicht unumstritten.
Schwerzmann, Josef Joachim Anton 12. Dezember 1807 30. August 1860 Josef Joachim Anton Schwerzmann lebt über 25 Jahre als Pfarrer in Oberägeri. 1858 wird er Pfarrer in Cham. Eine schwere Krankheit hindert ihn daran, sich im Ennetsee richtig zu entfalten.
Stadlin, Franz Michael 11. September 1835 7. Mai 1908 Franz Michael Stadlin aus Zug war während 37 Jahren prägender Dorfpfarrer von Cham – in einer Zeit, als Cham aufgrund der Industrialisierung stark wuchs. Er war Chams erster Ehrenbürger.
Treier, Beat Jakob 29. Oktober 1629 26. Februar 1706 Kaplan Beat Jakob Treier (auch Träer, Träger oder Treher) war einer der wenigen «einheimischen» Geistlichen in der Geschichte der Pfarrei Cham. Seine lange Wirkungszeit von 52 Jahren im Kaplanenhaus im Städtli bleibt unerreicht.
Wyss, Johannes 22. Dezember 1915 17. August 1965 Johannes Wyss feiert mitten im Zweiten Weltkrieg seine Primiz in der Pfarrkirche Cham und wirkt von 1948 bis 1958 als Kaplan im Städtli. Bis zu seinem frühen Tod 1965 ist er Pfarrer in Risch.
Zehnder, Bernhard Jakob 29. Oktober 1843 17. April 1895 Der aus Neuheim stammende Beat Jakob Zehnder wirkt 16 Jahre als Kaplan in Niederwil. Er unterrichtet in Niederwil und in der Kinderarbeitsanstalt in Hagendorn, wird kantonaler Erziehungsrat und Feldprediger in der Armee. 1887 wird er wegen Sittlichkeitsvergehen zu 18 Monaten Arbeitshaus verurteilt. Der Strafe entzieht er sich durch Flucht ins Ausland.
Zürcher, Franz Josef 23. August 1813 8. Dezember 1866 22 Jahre lang lebt und wirkt der aus Menzingen stammende Franz Josef Zürcher als Kaplan, Lehrer und Organist im Kirchbüel. In den letzten Monaten seines Lebens ist er Kaplan in Niederwil.