Zehnder Alois (1872–1967)

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Wagnermeiser Alois Zehnder (zweiter von links) in seiner Werkstatt an der Schmiedgasse

Alois Zehnder war ein Chamer Handwerker und Politiker. Mit seiner Wagnerwerkstatt inmitten von Cham und seiner Feuerwehrtätigkeit war er gut vernetzt und gründete auch zwei wichtige Berufsverbände.

Stationen

1872 Alois Zehnder kommt am 22. März in Rumentikon zur Welt. Er lernt den Beruf des Wagners wie schon sein Vater, der ebenfalls Alois heisst.

1876 Vater Alois Zehnder baut seine Wagnerwerkstatt direkt neben der Schmiede von Franz Dogwiler an der Schmiedgasse. Das ergibt wichtige Synergien.

1895 Alois Zehnder tritt dem Chamer Männerchor und der Theatergesellschaft bei. Den Sängern hält er bis 1958 die Treue, den Theaterfreunden bis 1948.

1892 Alois Zehnder begibt sich nach der Berufslehre auf Wanderschaft in der Ostschweiz und absolviert die Meisterausbildung.

1903 Der junge Alois übernimmt die väterliche Wagnerei an der Schmiedstrasse.

1905 Der Chamer Alois Zehnder sieht die Notwendigkeit eines Fachverbandes und ist einer der Gründungsmitglieder des zugerischen Schmiede- und Wagnermeisterverbandes.

1908 Auch bei der Gründung des Kantonalen Gewerbeverbands ist Zehnder als Gründungsmitglied dabei. Im gleichen Jahr fungiert Zehnder zum ersten Mal als Kommandant der Feuerwehr Cham (bis 1911).

1911 Die Chamer wählen Zehnder als Vertreter der Konservativen Partei in den Gemeinderat.

1914 Zehnder wird zu Beginn des Ersten Weltkriegs vom Wachtmeister zum Landsturm-Leutnant befördert.

1919 In der krisenhaften Zeit nach dem Ersten Weltkrieg springt Alois Zehnder nochmals ein, als ein Feuerwehrkommandant gesucht wird. Er hat dieses Amt zum zweiten Mal inne, dieses Mal bis 1922.

1943 Nach 40 Jahren Geschäftszeit verkauft er seine Firma an Franz Abt-Keusch, einen seiner ehemaligen Lehrlinge. Zudem tritt er nach 32 Jahren aus dem Gemeinderat zurück. [1]

1967 Alois Zehnder stirbt am 9. März im Alter von fast 95 Jahren. [2]

Einzelnachweise

  1. Alle Angaben gemäss Zugersee-Zeitung, 16.03.1962, sowie Zugersee-Zeitung, 23.03.1962
  2. Staatsarchiv Zug, PERAD