Donnerwäldli

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Das Donnerwäldli liegt direkt an der Autobahn A4, parallel führt ein Wanderweg von St. Wolfgang über das Rütiwäldli nach Enikon.


Das Donnerwäldli vom Rütiwäldli aus gesehen
Der Weg führt hinunter zur A4
Wegstück am Rande der A4
Blick von Nordwesten zum Donnerwäldli

Kleiner, schmaler Waldstreifen nordwestlich von Enikon, von der Rüti hinunter an die Autobahn A4a. Für die Anlage der Inertdeponie Rüti wird 2011 der westliche Teil des Wäldchens gerodet.


Chronologie

1850 Auf der Landeskarte von Guillaume-Henri Dufour (1787–1875) ist zwischen Enikon und Lindencham ein kleines Waldstück eingezeichnet, etwa dort, wo heute das Donnerwäldli liegt.

1887 Im Topografischen Atlas von Hermann Siegfried (1819–1879) ist das Donnerwäldli als schmaler Waldstreifen eingetragen, der noch weiter westlich in Richtung bis nahe ans Toggenhölzli reicht.

2011 Im Oktober 2011 beginnen die Vorarbeiten für die Inbetriebnahme der Inertstoffdeponie Rüti zwischen dem Donnerwäldli und dem Toggenhölzli. Der westliche Teil des Donnerwäldlis im Besitz der Korporation Hünenberg wird gerodet. Die Deponie für rund 450'000 Kubikmeter sauberen Erdaushub soll rekultiviert werden und wieder als Landwirtschaftszone in den Richtplan aufgenommen werden. [1]

2017 Das Donnerwäldli gehört verschiedenen Privatpersonen in Cham und Hünenberg See. [2] Der westliche Teil des Wäldchens wird wieder aufgeforstet.


Namensgebung

Die Namensgebung ist unklar. Das schweizerdeutsche Wort Donner verweist in Flurnamen auf «das laute Geräusch nach einem Blitzeinschlag» oder auch auf den «Knall von Schusswaffen». Ob das relativ nahe gelegene, bereits im 16. Jahrhundert erwähnte Schützenhaus in der Wart oder das im frühen 17. Jahrhundert fassbare Chamer Schützenhaus in Enikon bei der Namensgebung hier eine Rolle gespielt haben, muss offen bleiben. Der Name Donnerwäldli ist erst in der Landeskarte von 1887 überliefert, aber die südlich gelegene Donnerweid ist ab 1631 in den Schriftquellen erwähnt. [3]


Karten

Siegfriedkarte 1887


Aktueller Kartenausschnitt

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Einzelnachweise

  1. Medienmitteilung der Baudirektion des Kantons Zug, 12.10.2011
  2. www.zugmap.ch, Einträge Grundstücknummern 2224 und 2236 [Stand: 05.11.2017]
  3. Dittli, Beat, Zuger Ortsnamen. Lexikon der Siedlungs-, Flur- und Gewässernamen im Kanton Zug. Lokalisierung, Deutung, Geschichten, Zug 2007, Bd. 2, S. 20, Bd. 4, S. 263f.