Wegkreuz Städtlerallmend

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Das rund drei Meter hohe Holzkreuz steht seit 1974 an dieser Stelle. 1997 wird es komplett erneuert. Auf der Städtlerallmend haben die Mitglieder der Gemeinde Städtli (heute Waldgenossenschaft Städtli) aber bereits 1786 ein Wegkreuz errichtet. Das Motiv für diese Kreuzstiftung ist nicht alltäglich.


Wegkreuz Städtlerallmend, 29.09.2019
Detailansicht des Wegkreuzes
Inschrift am Fuss des Wegkreuzes


Chronologie

1786 Die Genossen im Städtli errichten auf der Städtlerallmend ein Kreuz, nachdem «grosse, schwarze Wildkatzen Frauen und Kindern auf der Strasse von Cham nach Steinhausen angegriffen hatten.» [1]

1926 Das Kreuz wird erneuert. [2]

1974 Wegen dem Bau der Autobahn Autobahn A4a von Cham nach Walterswil wird das Wegkreuz versetzt. [3]

1997 Auf Initiative der Waldgenossenschaft Städtli wird durch Schüler der Landwirtschaftliche Schule Cham ein neues Kreuz errichtet. Spenglermeister Paul Gisler aus Cham stiftet die kupferne Schutzabdeckung. Am 17. August weiht Kaplan Johann Langenegger (1918–2001) das Wegkreuz ein. [4]

2019 Das Holzkruzifix ist im Inventar der schützenswerten Denkmäler in der Gemeinde Cham enthalten. [5]


Beschreibung

Das einfache Wegkreuz, «dessen Balken sich von der Mitte zu den Enden hin verjüngen und dort kleeblattförmig ausgebildet sind», ist rund drei Meter hoch und besteht aus Eichenholz. Am Querbalken befindet sich die Inschrift mit Jahreszahl und Christusmonogramm («19/ IHS [6]/ 97»), darunter am Kreuzstamm «Landw./ Schule/ Cham» sowie eine Plakette mit der Aufschrift «Allmend-Kreuz/ Waldgenossenschaft/ Städtli-Cham/ 1786». [7]


Aktueller Kartenausschnitt

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Einzelnachweise

  1. Chomer Bär, offizielle Zeitschrift für Cham und Umgebung, 1997, S. 9. Für das nicht alltägliche Stiftungsmotiv wird keine Primärquelle genannt.
  2. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 255
  3. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 255
  4. Chomer Bär, offizielle Zeitschrift für Cham und Umgebung, 1997, S. 9
  5. www.zg.ch, Amt für Denkmalpflege und Archäologie, Inventar der schützenswerten Denkmäler des Kantons Zug [Stand: 14.01.2019]
  6. JHS oder IHS leitet sich von den ersten drei Buchstaben des Namens Jesu in griechischen Grossbuchstaben ab, d.h. I H Σ O Y Σ, wobei das Sigma Σ durch das lateinische S ersetzt wird
  7. Archiv Amt für Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Zug, Datenblatt zur Bestandesaufnahme historischer Bauten im Kanton Zug [Stand: 07.03.2019]