Thürig Caspar (1885–1957)

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Caspar Thürig-Steffen stammte aus Inwil im Kanton Luzern und kam wie soviele aufgrund einer Anstellung bei der Nestlé nach Cham. Später war er Versicherungsagent und ein begeisterter Sportschütze.

Portrait von Thürig Caspar (1885–1957)
Portrait von Caspar Thürig (1885–1957), Leidbild

Vorname: Caspar
Nachname: Thürig
Geschlecht: männlich
Geburtsdatum: 21. Oktober 1885
Geburtsort: Inwil LU
Todesdatum: 12. November 1957
Todesort: Cham ZG






Caspar Thürig in jungen Jahren
Caspar Thürig als Soldat im Ersten Weltkrieg
Albertina und Caspar Thürig
Caspar Thürig in den 1930er Jahren mit Söhnen im Garten, im Hintergrund wird das Haus Blättler erstellt
Albertina Thürig (1887–1943)
Caspar Thürig mit Familie

Stationen

1885 Caspar Thürig kommt am 21. Oktober in Inwil LU zur Welt. [1]

1892 Als Caspar sieben Jahre alt ist, stirbt sein Vater. Dies ist für den Knaben ein einschneidendes Erlebnis.

1908 Caspar wirkt als Landwirt in Schwarzenberg LU, kommt dann aber als Fabrikarbeiter zum Milchkonzern Anglo-Swiss Condensed Milk Company nach Cham. Er wohnt in Steinhausen, wo er Albertina Schriber (1887–1943) kennenlernt und heiratet. [2]

1920 Trotz Wirtschaftskrise können Caspar und Albertina Thürig-Schriber die Liegenschaft «Linde» in Steinhausen von Peter Schriber übernehmen. Das Haus kostet 7000 Franken. [3]

1921 Als die Nestlé einen Teil ihrer Produktion schliesst, sattelt Thürig beruflich um. Er übernimmt die Vertretung mehrerer Versicherungsgesellschaften, «deren Kreis er mit Eifer und Gewissenhaftigkeit pflegte». [4]

1930 Thürig kann die Liegenschaft von Bautechniker Ernst Oelhafen (*1848) an der Zugerstrasse 64 erwerben (das Haus stammt von 1906). Thürig wohnt mit seiner Frau und den fünf Kindern im neuen Heim. Im Garten hält die Familie Hühner und pflanzt Gemüse an. Albertina Thürig verkauft jeweils Eier und Gemüse auf dem Markt in Zug. [5]

1943 Albertina Thürig-Schriber stirbt am 24. Juni nach schwerer Krankheit im Alter von 56 Jahren.

1949 Caspar Thürig lernt in der Kur in Reichenau eine Serviertochter kennen, verliebt sich und heiratet daraufhin ein zweites Mal: Martha Steffen (1903–1966) heisst seine neue Gemahlin und stammt aus Reiden LU. [6]

1957 Caspar Thürig stirbt am 12. Dezember im Alter von 72 Jahren. [7]

1966 Martha Thürig-Steffen, die von ihren im gleichen Haus lebenden Enkeln «Tanti» genannt wird, stirbt am 7. Oktober im Alter von 63 Jahren. [8]

Charakterisierung

«Die Arbeit als Broterwerb beanspruchte ihn nicht restlos.» Deshalb pflegte er zwei weitere Leidenschaften: Zum einen die Musik. Er war Mitglied der Musikgesellschaft Steinhausen und wurde sogar deren Ehrenmitglied. Zum anderen war er ein begeisterter Schütze: Er war aktiv bei den Stand-, Sport- und Armbrustschützen und brachte viele Kränze nach Hause. Ansonsten war er der «bescheidene, stille Mann, der vor allem den Weg der Pflicht geht.» [9]


Anekdote

Caspar Thürig hatte als Versicherungsvertreter relativ früh ein Telefon. Er war der Erste des östlichen Teils im Städtli-Quartier, der über einen eigenen Telefonanschluss verfügte. So riefen Leute im Hause Thürig an, wenn sie jemanden des Quartiers erreichen wollten. Caspars Sohn Hans verdiente sich ein Taschengeld damit, Nachbarn an das Telefon zu holen oder ihnen telefonisch deponierte Mitteilungen zu überbringen. [10]


Einzelnachweise

  1. Zugersee-Zeitung, 20.12.1957
  2. Zugersee-Zeitung, 20.12.1957
  3. Privatarchiv Andreas Thürig, Cham, Kaufvertrag vom 30.04.1920
  4. Zugersee-Zeitung, 20.12.1957
  5. Freundliche Auskunft von Andreas Thürig, Cham, 07.03.2018
  6. Freundliche Auskunft von Martha Schöpfer-Thürig und Marianne Iten Thürig, 07.03.2018
  7. Zugersee-Zeitung, 20.12.1957
  8. Privatarchiv Andreas Thürig, Cham, Leidkarte Martha Thürig-Steffen
  9. Freundliche Auskunft von Andreas Thürig, Cham, 07.03.2018
  10. Freundliche Auskunft von Andreas Thürig, Cham, 07.03.2018