Pflegezentrum Ennetsee

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Das Asyl Cham im Jahr 1909: ein erstes Heim für pflegebedürftige Menschen in Cham
Mit dem Spital Cham, erbaut 1962, wird das Asyl (Altbau) zum Haus für Pflegebedürftige
Luftaufnahme mit dem Pavillon Pflegezentrum
Beim Eingang des Pavillons
Spatenstich für das neue Pflegezentrum: Josef Huwiler, Spitalpräsident, Franz Heggli, Bürgerpräsident, Angelo Reggiori, Präsident der Baukommission, schauen Spenglermeister Paul Gisler beim Verlöten der Urne zu; rechts Bürgerweibel Alois Hausheer, 05.10.2000
Das neue Pflegezentrum aus dem Jahr 2002, links steht der Pavillon
Spatenstich für die Erweiterung des Pflegezentrums, 03.10.2014
Bürgerpräsident Othmar Werder (*1958) dankt den Mitgliedern der von ihm präsidierten Baukommission: Urs Karli, Annemarie Winistörfer, Wolfram Beduhn und André Altmann, 03.12.2016
Bistro im Erweiterungsbau des Pflegezentrums
Der Erweiterungsbau des Pflegezentrums, 2018

Cham hat seit 1909 ein Pflegezentrum, es ist damals Teil des Mehrspartenhauses Asyl. Das heutige Pflegezentrum Ennetsee besteht seit dem Jahr 2002.


Chronologie

1909 Das Asyl Cham ist in seinen Anfängen auch für pflegebedürftige Patientinnen und Patienten gedacht. [1] – nur entwickelt sich der Betrieb mehr und mehr in Richtung eines Spitals.

1962 Das Chamer Asyl bekommt einen modernen Spitalneubau. [2] Mit der Eröffnung des Neubaus ergibt sich der neue Name «Spital Cham». [3] Die Pflegebedürftigen kommen fortan im Altbau unter.

1991 Die Bürgergemeindeversammlung vom 28. Oktober spricht einen Projektierungskredit für den Neubau des Spitals Cham mit einem Pflegezentrum. [4]

1993 Der Sanitätsrat des Kantons Zug führt eine Inspektion des Altbaus durch. Er findet, dass die Verhältnisse dort für die Bewohnerschaft ebenso eine Zumutung seien wie für das Pflegepersonal. Daraufhin verfügt die Gebäudeversicherung aus feuerpolizeilichen Gründen die Schliessung des Altbaus. [5] Die Bürgergemeinde handelt umgehend: Die Bürgergemeindeversammlung vom 29. Juni beschliesst einen Pavillon als Zwischenlösung, auch ohne finanzielle Hilfe seitens des Kantons. [6]

1994 Der Pavillon wird am 9. April eingeweiht. Der Bürgerrat macht vorwärts und beschliesst den Bau eines neuen Pflegezentrums. Die Chamer Architektengemeinschaft Erich Weber, Ricardo Notari und Fred Schaepe beginnt mit der Planung eines neuen Pflegezentrums. [7]

1996 Im Mai 1996 reicht der Bürgerrat das Bauprojekt beim Zuger Regierungsrat ein. Wegen der anhaltenden Diskussion um das neue kantonale Spitalgesetz wird das Projekt Pflegezentrum Cham auf die lange Bank geschoben. [8]

1999 Endlich: Der Zuger Kantonsrat spricht am 26. November insgesamt 9 Millionen Franken für den Bau eines neuen Pflegezentrums Ennetsee. [9]

2000 Die Bürgergemeindeversammlung vom 24. Januar genehmigt den Kredit von 16,77 Millionen Franken für das neue Pflegezentrum. Am 5. Oktober erfolgt die Grundsteinlegung. Die Planung und Bauleitung liegt beim Chamer Architekten Erich Weber. [10]

2002 Das neu erbaute Pflegezentrum wird am 24. und 25. Mai mit der offiziellen Eröffnung gefeiert. Viel Prominenz ist anwesend und die Bevölkerung kann am Tag der offenen Tür die neuen, hellen Räume besichtigen. Die Betriebsleitung des Pflegezentrums obliegt der Aktiengesellschaft Pflegezentrum Ennetsee Cham AG, zusammengesetzt aus der Bürgergemeinde Cham, der AndreasKlinik Cham und den Einwohnergemeinden Cham, Hünenberg und Risch. [11]

2010 Josef Huwiler (*1948), der Chamer Spitalverwalter, hat sich seit 1991 dermassen für den Spital Cham und das Pflegezentrum eingesetzt, dass ihn die Bürgergemeinde Cham zu ihrem Ehrenbürger ernennt. [12]

2013 Der Verwaltungsrat der Pflegezentrum Ennetsee AG verabschiedet die Detailplanung für die Erweiterung des Pflegezentrums. Die Baukommission entwickelt das Projekt mit den Planern des Architekturbüros Albi Nussbaumer. Geplant sind 30 zusätzliche Pflegeplätze. Im Erweiterungsbau ist eine spezielle Abteilung für demenzkranke Mitmenschen geplant. Nach Inbetriebnahme des Erweiterungsbaus umfasst die Anlage 90 Pflegeplätze. [13]

2014 Am 3. Oktober 2014 findet der Spatenstich für die Erweiterung des Pflegezentrums statt.

2016 Die Bauarbeiten sind abgeschlossen und am 3. Dezember wird der Erweiterungsbau feierlich eingeweiht. Die beiden Chamer Pfarrherren Michael Sohn und Thomas Rey segnen das neue Gebäude. Über 800 Interessierte besuchen am Tag der offenen Tür trotz Kälte das neue Pflegezentrum. [14]

2017 Mitte Januar zügeln die ersten Patienten in den Erweiterungsbau. Am 16. Januar wird die Demenzabteilung in Betrieb genommen. [15]


Das Pflegezentrum von 2002

Beiteiligte Unternehmen
Bauherrschaft Bürgergemeinde Cham
Architekt und Bauleitung Erich Weber AG, Cham
Ausschreibung und Kosten Notari, Notter, Schaepe Architekten, Steinhausen
Bauingenieur ARGE Berchtold + Eicher AG, Plüss + Partner AG, Zug
Elektroingenieur EPZ Elektroplaner Pfaffhauser, Bienz + Partner AG, Zug
Ingenieur H/L/K Hans Abicht AG, Zug
Ingenieur Sanitär R. Arzethauser & Partner GmbH, Cham
Akustiker Kopitsis Bauphysik, Wohlen
Metallbau Metallbau Partner AG, Luzern
Gartengestaltung Benedikt Stähli, Garten- und Landschaftsarchitekt, Cham / Benedikt Kaufmann, Landschaftsarchitekt, Cham
Baugrubenaushub Abag-Zustra AG, Cham
Baumeister-ARGE Reggiori AG, Cham / Gebr. Käppeli AG, Cham
Gerüstarbeiten Lawil Gerüste AG, Littau
Montagebau in Holz Schwerzmann Holzbau AG, Baar
Montagebau in Stahl Mächler Metallbau AG, Cham
Elektroanlagen-ARGE Nussbaumer Elektro AG, Zug / Gasser Elektro AG, Ibach
Heizungsanlage Edwin Käppeli AG, Cham
Lüftungsanlage Yanair GmbH, Dornach
Sanitäranlage Jules Weinberger AG, Zug
Medizinalgas Carbamed Liebefeld, Bern
Aufzüge Henseler AG, Küssnacht am Rigi
Sanitärzellen Procasa AG, Langenthal
Metallverkleidungen Diethelm Fassadenbau AG, Hermetschwil
Glasfassade Kronenberger AG, Ebikon
Fenster in Holz-Metall BS Fenster- und Türenbau AG, Sursee
Leichtbauwände Comasi Bau AG, Hünenberg
Unterlagsböden Ulrich Unterlagsboden AG, Zug
Spenglerarbeiten Paul Gisler AG, Cham
Flachdacharbeiten Georges Helfenstein GmbH, Cham
Lamellen- und Sonnenstoren Griesser AG, Littau
Spüldesinfektoren / Hebewannen / Lifter Arjo-Sic AG, Basel
Innere Verputzarbeiten Niggli Gipserei AG, Cham
Innere Metalltüren Tobias Hürlimann, Walchwil
Haupttreppen in Stahl Helmut Breschan AG, Hünenberg
Türen mit Stahlzargen Franz Abt GmbH, Cham
Schiebewände Hodel Mobile Trennwandsysteme, Knutwil
Malerarbeiten Ernst Rast, Cham
Spezialküchen Stuber Team AG, Rotkreuz
Schreinerarbeiten Wandschränke ARGE Schreinerei Abt GmbH, Cham / Ernst Weibel, Hünenberg
Bodenbeläge aus Kunststoff Hans Rüedi AG, Zug
Bodenbeläge aus Naturstein Chr. Breitenstein AG, Zug
Bodenbeläge aus Holz Hans Hassler AG, Cham
Tapeziererarbeiten Arthur Haug, Hünenberg
Wandplattenbeläge Frowin Andermatt, Baar
Fugendichtungen Bera-Tech GmbH, Littau
Brandabschottungen AGI Zug AG für Isolierungen, Zug
Balkonbeschichtungen Erni Bau AG, Steinhausen
Elektroverteiler Franz Räber AG, Unterägeri
Lampen, Leuchten ARGE cd-Lichtsysteme AG, Cham / Kaspar Moos AG, Reussbühl
Telekommunikation Elektro Annen AG, Cham
Elektrokanäle Letrona AG, Fritschen
Buffetanlage Karl Bucher AG, Goldau
Umgebungsarbeiten Bucher Gartenbau AG, Cham


Das Leitbild

Leitbild des Pflegezentrum Ennetsee


Einzelnachweise

  1. Odermatt, Alice / Stadlin, Judith, Vom Asyl Cham zur AndreasKlinik. Eine Erfolgsgeschichte der Bürgergemeinde Cham, Cham 2009, S. 12
  2. Odermatt, Alice / Stadlin, Judith, Vom Asyl Cham zur AndreasKlinik. Eine Erfolgsgeschichte der Bürgergemeinde Cham, Cham 2009, S. 44
  3. Odermatt, Alice / Stadlin, Judith, Vom Asyl Cham zur AndreasKlinik. Eine Erfolgsgeschichte der Bürgergemeinde Cham, Cham 2009, S. 48
  4. http://www.buerger-cham.ch [Stand: 15.06.2019]
  5. Odermatt, Alice / Stadlin, Judith, Vom Asyl Cham zur AndreasKlinik. Eine Erfolgsgeschichte der Bürgergemeinde Cham, Cham 2009, S. 90f.
  6. Odermatt, Alice / Stadlin, Judith, Vom Asyl Cham zur AndreasKlinik. Eine Erfolgsgeschichte der Bürgergemeinde Cham, Cham 2009, S. 92
  7. Odermatt, Alice / Stadlin, Judith, Vom Asyl Cham zur AndreasKlinik. Eine Erfolgsgeschichte der Bürgergemeinde Cham, Cham 2009, S. 92
  8. Odermatt, Alice / Stadlin, Judith, Vom Asyl Cham zur AndreasKlinik. Eine Erfolgsgeschichte der Bürgergemeinde Cham, Cham 2009, S. 93
  9. Odermatt, Alice / Stadlin, Judith, Vom Asyl Cham zur AndreasKlinik. Eine Erfolgsgeschichte der Bürgergemeinde Cham, Cham 2009, S. 93
  10. Odermatt, Alice / Stadlin, Judith, Vom Asyl Cham zur AndreasKlinik. Eine Erfolgsgeschichte der Bürgergemeinde Cham, Cham 2009, S. 93
  11. Odermatt, Alice / Stadlin, Judith, Vom Asyl Cham zur AndreasKlinik. Eine Erfolgsgeschichte der Bürgergemeinde Cham, Cham 2009, S. 94
  12. Neue Zuger Zeitung, 24.06.2010
  13. Vorlage Bürgergemeindeversammlung vom 24.06.2014
  14. Vorlage Bürgergemeindeversammlung vom 20.06.2017
  15. Vorlage Bürgergemeindeversammlung vom 20.06.2017