AndreasKlinik Cham

Aus Chamapedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die AndreasKlinik mit dem Ärztehaus, 2019
AndreasKlinik, Caféteria, Aufenthalt, 2009
AndreasKlinik, Blick zum Ärztehaus (ehemals Asyl Cham), 19.04.2009

Aus dem ehemaligen Asyl und dem Spital Cham entstand 1998 die AndreasKlinik. Sie ist eine Privatklinik und gehört der Hirslanden-Gruppe. Die Liegenschaften befinden sich noch heute auf dem Boden der Bürgergemeinde Cham.


Chronologie

1997 Trotz aller Irrungen und Wirrungen der kantonalen Spitalpolitik und dem Rückzug der amerikanischen Spitalgesellschaft AMI (American Medical International) geben die Chamer nicht auf. Sie suchen den Kontakt mit der Klinik Liebfrauenhof in Zug und gründen gemeinsam die Nachfolgegesellschaft Klinik St. Andreas-Liebfrauenhof AG. [1]

1998 Am 2. März eröffnet die Klinik mit Belegarztsystem ihren Betrieb, dafür schliesst, wie vom Kanton Zug verlangt, Ende März die Klinik Liebfrauenhof in Zug. Die AndreasKlinik wird finanziert von von der Bürgergemeinde Cham, der Ärzteschaft und der Stiftung Liebfrauenhof. [2]

1999 Der Zuger Kantonsrat spricht insgesamt 9 Millionen Franken für den Bau des neuen Pflegezentrums Ennetsee. [3]

2000 Die Bürgergemeindeversammlung genehmigt den Kredit von 16,77 Millionen Franken für das neue Pflegezentrum. [4]

2001 Nachdem die Krankenkassen den Vertrag bezüglich der Grundversicherung aufkündigen, steht die AndreasKlinik vor dem Aus. Der Kanton Zug gewährt kurzfristig ein Überbrückungsdarlehen. In der Folge kommt es zur (nächsten) Rettung: Die Zürcher Hirslanden-Gruppe übernimmt am 26. Oktober die AndreasKlinik. [5]

2002 Das neu erbaute Pflegezentrum wird eröffnet. [6] Weil es direkt an die AndreasKlinik angebaut ist, eröffnen sich Synergien.

2007 Die Hirslanden-Gruppe, die Besitzerin der AndreasKlinik, wird ihrerseits übernommen, nämlich von der spezialisierten Medi-Clinic-Gruppe aus Südafrika. [7]

2008 Die AndreasKlinik kann ihr zehnjähriges Bestehen feiern. Rund 65 Belegärzte und 200 Mitarbeitende betreuen die Patientinnen und Patienten. [8]

2010 Josef Huwiler (*1948), der Chamer Spitalverwalter, hat sich seit 1991 dermassen für den Spital Cham und das Pflegezentrum eingesetzt, dass ihn die Bürgergemeinde Cham zu ihrem Ehrenbürger ernennt. [9] In der AndreasKlinik erfährt das Ärztehaus einen Umbau, dadurch können weitere vier Privatzimmer in Betrieb genommen werden. [10]

2015–2017 Die AndreasKlinik modernisiert ihre Räumlichkeiten: Die Nasszellen und Babyzimmer werden renoviert, zudem wird die Reception umgebaut und die Lobby neu möbliert. [11]

2017 Das neue Parkhaus Rigiplatz mit 151 Parkplätzen wird realisiert, es ist ein gemeinsames Projekt der Bürgergemeinde und der Einwohnergemeinde Cham. [12] Die AndreasKlinik stellt um auf ressourcenfreundliche Heizung: Die Klinik wird mit eigener Erdwärme (mittels Erdsonden) versorgt. [13]

2018/2019 Zum 20-Jahr-Jubiläum eröffnet die Klinik im Juli 2018 ein eigenes Institut für Radiologie. Im September 2019 wird ein Magnetresonanztomograf (MRT) geliefert. Das rund 10 Tonnen schwere Gerät ermöglicht es, detaillierte Schnittbilder des menschlichen Körpers zu produzieren und damit Aufschlüsse über die Organe respektive über mögliche Krankheiten zu erhalten. [14]

2019 Im August öffnet am Dorfplatz 1 das Ärztezentrum zur Lorze als Aussenstandort der AndreasKlinik. Schwerpunktmässig sind die Fachgebiete Gynäkologie, Geburtshilfe, Neurologie und Rheumatologie vertreten. Ergänzt wird das Angebot durch Behandlungen von ästhetischer, plastischer und rekonstruktiver Chirurgie und durch Behandlungen in der Fortpflanzungsmedizin. Auch dentalhygienische und kosmetische Behandlungen im Zentrum sind möglich. Im Spätherbst entsteht im Ärztezentrum zudem ein neues Café an zentraler Lage. [15]


Entwicklung der Kennzahlen von Asyl, Spital, AMI-Klinik, AndreasKlinik

Jahr Patienten Pflegetage Geburten Personal
1910 84 5553
1920 283 14’810
1930 468 18’840
1940 643 17’054
1950 901 21’000
1960 1059 21’432 197
1970 1998 30’676 237
1980 1365 22’657 119 66
1990 1101 20’749 91 130
2000 3574 20’280 981 139
2006 3631 20’031 616 153
2015/16 3837 (dazu 3122 Notfälle) 16’698 490 269 (exkl. angestellte Ärzte)
2017/18 4136 (dazu 3778 Notfälle) 17’343 472 272 (exkl. angestellte Ärzte) [16]


Aktueller Kartenausschnitt

Die Karte wird geladen …



Einzelnachweise

  1. Odermatt, Alice / Stadlin, Judith, Vom Asyl Cham zur AndreasKlinik. Eine Erfolgsgeschichte der Bürgergemeinde Cham, Cham 2009, S. 80
  2. Odermatt, Alice / Stadlin, Judith, Vom Asyl Cham zur AndreasKlinik. Eine Erfolgsgeschichte der Bürgergemeinde Cham, Cham 2009, S. 80
  3. Odermatt, Alice / Stadlin, Judith, Vom Asyl Cham zur AndreasKlinik. Eine Erfolgsgeschichte der Bürgergemeinde Cham, Cham 2009, S. 100
  4. Odermatt, Alice / Stadlin, Judith, Vom Asyl Cham zur AndreasKlinik. Eine Erfolgsgeschichte der Bürgergemeinde Cham, Cham 2009, S. 100
  5. Odermatt, Alice / Stadlin, Judith, Vom Asyl Cham zur AndreasKlinik. Eine Erfolgsgeschichte der Bürgergemeinde Cham, Cham 2009, S. 80
  6. Odermatt, Alice / Stadlin, Judith, Vom Asyl Cham zur AndreasKlinik. Eine Erfolgsgeschichte der Bürgergemeinde Cham, Cham 2009, S. 94
  7. Neue Zuger Zeitung, 03.08.2007
  8. Neue Zuger Zeitung, 05.03.2008
  9. Neue Zuger Zeitung, 24.06.2010
  10. www.hirslanden.ch [Stand: 19.03.2019]
  11. www.hirslanden.ch [Stand: 19.03.2019]
  12. Zuger Zeitung, 19.06.2017
  13. www.hirslanden.ch [Stand: 19.03.2019]
  14. Zuger Zeitung, 24.09.2019
  15. www.hirslanden.ch [Stand: 25.09.2019]
  16. Orsouw, Michael van, Cham – Menschen, Geschichten, Landschaften, Cham 2008, S. 236. www.hirslanden.ch, Kennzahlen AndreasKlinik [Stand: 15.06.2019]