Wegkreuz Altweid

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Das Wegkreuz steht in der Altweid beim Usserholz nordwestlich von Niederwil. An diesem Standort ist seit dem späten 18. Jahrhundert ein Wegkreuz nachweisbar. Das ehemalige Wegsystem beim und durch das Usserholz ist heute aber weitgehend verschwunden.


Wegkreuz Altweid, 31.03.2019
Detail des Wegkreuzes


Chronologie

1779 Der sehr detaillierte, von den Gemeinden Lindencham und Rumentik finanzierte Plan «Grund-Risse uber die Gemeinwercke Linden-Kahm u[nd] Romelticken, aufgenommen und geometrisch in grund gelegt» des Kartografen Jakob Joseph Clausner (1744–1797) enthält auch einen Spezialplan des heutigen Usserholzes (bei Clausner «Rumelticker Höltzlein»). Bei der Altweid verzweigen verschiedene Flurwege und es ist ein Wegkreuz eingezeichnet.

1887 Auf der Landeskarte von Hermann Siegfried (1819–1879) ist der ehemalige Fussweg vom Hof Neuwil durch das Usserholz zum Zisterzienserinnenkloster Frauenthal noch gut erkennbar. Beim Wegkreuz zweigen zwei weitere Wege nach Niederwil und nach Rumentikon ab.

1985 Gemäss der Inschrift wird das jetzige Wegkreuz «aus Dankbarkeit» vom Wehrverein Werthenstein LU errichtet. [1]

2019 Das Holzkruzifix ist im Inventar der schützenswerten Denkmäler in der Gemeinde Cham enthalten. [2]


Beschreibung

Das gut zwei Meter hohe, stark verwitterte Holzkreuz mit Schauseite nach Norden wurde aus zwei Balken gezimmert. Die Balken sind kehlförmig zugespitzt und mit einem provisorischen Blechwitterungsschutz versehen. Am Kreuzpunkt der Balken findet sich das Christusmonogramm «JHS» [3], darunter am Stamm eine Plakette mit der Aufschrift «Aus Dankbarkeit/ erstellt 1985/ Wehrverein Werthenstein». [4]


Karten

Clausenerplan von 1779 – Ausschnitt «Plan über das Rumelticker Höltzlein» (heute Usserholz)

15051 Plan 1779 Clausner-Gemeinwerk-Lindencham-Rumentikon.jpg

Aktueller Kartenausschnitt

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Einzelnachweise

  1. Archiv Amt für Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Zug, Datenblatt zur Bestandesaufnahme historischer Bauten im Kanton Zug [Stand: 07.03.2019]
  2. Amt für Denkmalpflege und Archäologie, Inventar der schützenswerten Denkmäler des Kantons Zug, Grundstücknummer 1068 [Stand: 28.03.2019]
  3. JHS oder IHS leitet sich von den ersten drei Buchstaben des Namens Jesu in griechischen Grossbuchstaben ab, d.h. I H Σ O Y Σ, wobei das Sigma Σ durch das lateinische S ersetzt wird
  4. Archiv Amt für Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Zug, Datenblatt zur Bestandesaufnahme historischer Bauten im Kanton Zug [Stand: 07.03.2019]