Sumpfbach

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Der Sumpfbach mündet beim Alpenblick in den Zugersee.

Sumpfbach, im Hintergrund die Anhöhe Schlossberg in der Gemeinde Steinhausen, 1932 (Quelle: Staatsarchiv Zug, G 256)
Sumpfbach, Morgendämmerung

Etwa 400 Meter langer Bach, der aus der heute weitgehend überbauten Riedlandschaft Sumpf herkommend in der Zugersee mündet. Der Bach entsteht beim Zusammenfluss des eingedolten Rotenbach und des aus der Gemeinde Steinhausen stammenden Dorfbaches. Seit dem 16. Jahrhundert ist das Gewässer als Sumpfgraben fassbar. Bis heute bildet der Sumpfbach die Gemeindegrenze zwischen Cham und der Stadt Zug.


Chronologie

1505 In einer im Staatsarchiv Zug aufbewahrten Gült (Grundpfandverschreibung) vom 10. Oktober wird der «Sumpfgraben» erstmals erwähnt. Der präzise Verlauf ist nicht bekannt. [1]

1754 Auf der Fischereikarte vom Zugersee des Zuger Kartografen Franz Fidel Landtwing (1714–1782) wird der «Sunfft-Graben» erstmals kartografisch dargestellt. [2]

1887 Auf der Landeskarte von Hermann Siegfried (1819–1879) wird das Gewässer nach dem Zusammenfluss des Rotenbach und dem von Steinhausen her kommenden Ochsenbach (heute Dorfbach) bis zur Mündung in den Zugersee als «Sumpfgraben» bezeichnet. Der Sumpfgraben fliesst unter der Zugerstrasse (nach Chollermüli und weiter nach Zug), dem 1970 rückgebauten Bahngleise Cham–Steinhausen–Knonau sowie unter dem Bahngleise Cham–Zug durch.

1982 Ein grosser Teil des Bachlaufes gehört zum kantonalen Naturschutzgebiet Choller-Sumpf. Es ist das bedeutsamste Feuchtgebiet im nördlichen Zugersee. Der Mündungsbereich des Sumpfbaches gehört sogar zur Seeuferlandschaft von nationaler Bedeutung. [3]

2016 Da am Oberlauf des Sumpfbaches die Industriegebiete von Cham und Steinhausen liegen, muss die Ölwehr der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zug (FFZ) immer wieder bei Schadensfällen ausrücken, so beispielsweise 2005, 2011 und 2016. [4]


Karten

Siegfriedkarte 1887

Ausschnitt aus der Siegfriedkarte von 1887

Aktueller Kartenausschnitt

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Einzelnachweise

  1. Urkundenbuch von Stadt und Amt Zug vom Eintritt in den Bund bis zum Ausgang des Mittelalters 1352–1528, 2 Bde., Zug 1952–1964. UBZG II, Nr. 1879, S. 914f.
  2. Korporationsarchiv Zug (ohne Signatur), «Plan oder Grund-Riß eines Theils deß See-Gestades, worinnen die Fischerey Mn. Gnädigen Herren und Burgeren der Lobl. Statt Zug angezeigt, neu ausgemarchet und Geometrisch in Grund gelegt durch ihren Underthänig- und gehorsambsten Diener Landtwing Lt. Col. Major, Zug, den 1. November 1754.»
  3. Hegglin, Peter F.X., Seeufersanierung am Zugersee, in: Anthos - Zeitschrift für Landschaftsarchitektur 28, 1989, Heft 2, S. 35–41
  4. Freiwillige Feuerwehr Stadt Zug, Jahresberichte und Rechnung 2005, S. 47; Freiwillige Feuerwehr Stadt Zug, Jahresberichte und Rechnung 2011, S. 19; Freiwillige Feuerwehr Stadt Zug, Jahresberichte und Rechnung 2016, S. 20