Staub Ferdinand (1895–1935)

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Der Mediziner Ferdinand Staub-Meier kam 1933 nach Cham, um die Praxis im «Doktorhaus» zu übernehmen. Doch schon zwei Jahre später verstarb er.

Portrait von Staub Ferdinand (1895–1935)
Portrait von Staub Ferdinand (1895–1935)

Vorname: Ferdinand
Nachname: Staub
Geschlecht: männlich
Geburtsdatum: 17. Juni 1895
Geburtsort: Baar ZG
Todesdatum: 14. März 1935
Todesort: Cham ZG
Beruf: Arzt






Todesanzeige von Ferdinand Staub

Stationen

1895 Ferdinand Staub kommt am 17. Juni in Baar zur Welt. [1] Seine Eltern führen in Baar das «altbekannte» Geschäft «Staub-Binzegger». [2] Ferdinand studiert Medizin in Freiburg und Zürich.

1919 Eine heimtückische Krankheit lässt ihn sein Studium für drei Jahre unterbrechen. [3]

1920 Ferdinands Vater stirbt; seine Mutter und ein Bruder führen das Geschäft in Baar weiter. [4]

1930 Trotz der Unterbrüche und trotz seiner Krankheit schliesst Ferdinand Staub das Medizinstudium mit dem Staatsexamen ab. Er arbeitet während zwei Jahren am Kreuzspital in Chur, wo er sich in der gynäkologischen und der chirurgischen Abteilung weiterbildet.

1932 Staub promoviert mit der Arbeit «Weitere experimentelle Untersuchungen über Ultrarotkatarakt [= Eintrübung der Augenlinse, «Grauer Star»] beim Kaninchen mit besonderer Berücksichtigung der Pigmentwirkung».

1933 Staub erwirbt das kantonale Arztpatent und übernimmt die Arztpraxis von Otto Zürcher (1884–1974) im «Doktorhaus» an der Schulhausstrasse 10; da Zürcher Chefarzt im Zuger Bürgerspital wird. Die Praxis bringt Staub «ein Uebermass von Arbeit». [5]

1934 Der junge Arzt vermählt sich mit Berty Meier aus Cham: «Frau Doktor brachte Sonne und Glück und ein grosses Verständnis für den Beruf des Gatten ins Haus.» [6]

1935 Das alte Nierenleiden holt Ferdinand Staub wieder ein. Er stirbt am 14. März im Alter von nicht einmal 40 Jahren. [7]


Würdigung

«Als Arzt schien er voraus bestimmt gewesen zu sein. Die grosse Praxis zeugte von seiner Güte, Intelligenz, seltener Energie und Schaffensfreudigkeit.» [8] «Seine Erziehung, seine Charakterverlagung, die lange Zeiten durchgemachte Krankheit verschafften» Staub «schon früh eine innere Reife, die nur der erfassen konnte, welcher ihm näher stand.» [9]


Einzelnachweise

  1. Steiner, Hermann, Das Spital Cham im Rahmen seiner Ortsgeschichte, in: Heimatklänge, kulturelle Beilage zu den «Zuger Nachrichten» 66, 1986, S. 47
  2. Zuger Nachrichten, 20.03.1935
  3. Zuger Nachrichten, 20.03.1935
  4. Zuger Nachrichten, 20.03.1935
  5. Zuger Nachrichten, 20.03.1935
  6. Zuger Nachrichten, 20.03.1935
  7. Steiner, Hermann, Das Spital Cham im Rahmen seiner Ortsgeschichte, in: Heimatklänge, kulturelle Beilage zu den «Zuger Nachrichten» 66, 1986, S. 47
  8. Steiner, Hermann, Das Spital Cham im Rahmen seiner Ortsgeschichte, in: Heimatklänge, kulturelle Beilage zu den «Zuger Nachrichten» 66, 1986, S. 47
  9. Zuger Nachrichten, 20.03.1935