Kirchbüel 8 «Bänihaus»

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Kirchbüel 8 «Bänihaus», undatiert

Gleich neben der Pfarrkirche St. Jakob steht ein Haus, dessen Kernbau aus dem 17. Jahrhundert stammen dürfte. Weil während 41 Jahren Bernhard «Bäni» Baumgartner (1874–1946) der Eigentümer war, heisst das Haus bis heute «Bänihaus».


Chronologie

17. Jahrhundert Der Kernbau des Gebäudes im Kirchbüelquartier stammt aus dieser Zeit. [1]

1806 Auf der Karte von Sigrist Oswald Villiger (1375–1809) heisst die Liegenschaft «Oswald Bütlers Haus». Es handelt sich möglicherweise bereits um das heutige Gebäude. [2]

1828 Als Eigentümer des Hauses fungiert Ratsherr Michael Stutz. [3]

1877 Das Haus Kirchbüel 8 gehört Catharina Baumgartner-Müller. [4]

1915 Die neuen Eigentümer sind die Geschwister Bernhard und Maria Baumgartner. [5] Bernhard «Bäni» Baumgartner ist zu dieser Zeit bereits Gemeindepräsident von Cham. Er ist von 1911 bis 1946 im Amt.

1946 Das Haus gehört jetzt, nach dem Tode von Bernhard Baumgartner, der Einwohnergemeinde Cham. [6]

1964 Die Katholische Kirchgemeinde Cham-Hünenberg erwirbt die Liegenschaft. [7]

1967 Die Kirchgemeinde restauriert das Gebäude fachgerecht. [8]

2005 Das «Bänihaus» befindet sich im Inventar der Schutzobjekte der Einwohnergemeinde Cham unter der Bezeichnung K138. [9]

2013 Die Kirchgemeinde saniert ihre Liegenschaften am Kirchenplatz. Das «Bänihaus» erhält eine neue Gasheizungsanlage. [10]


Kunsthistorische Beschreibung

«Es ist im Kern ein Blockbau wohl des 17. Jahrhunderts, der nach 1800 ein klassizistisches Aussehen erhielt, indem er ganz verputzt und mit Einzelfenstern versehen wurde. Zweigeschossiges, traufbetontes Haus von drei auf fünf Fensterachsen, unmittelbar neben der Hauptfront der Kirche und wichtig als massstabbildendes Element. Verputztes Fachwerk auf hohem Kellergeschoss, mit leicht geknicktem Stutzwalmdach über Hohlkehle und ausgeschiedenen Giebelfeldern, die Gebäudekanten mit grau gefassten Ecklisenen. Platzseitig am Kellergeschoss, heute vertieft, axiales frühklassizistisches Sandsteinportal; geschnitzte Tür Louis XVI.» [11]


Einzelnachweise

  1. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 123
  2. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 123
  3. Staatsarchiv Zug, G 337, Gebäudeversicherung, Lagerbuch I, Cham, Ass.-Nr. 5a
  4. Staatsarchiv Zug, G 337, Gebäudeversicherung, Lagerbuch I, Cham, Ass.-Nr. 5a
  5. Staatsarchiv Zug, G 337, Gebäudeversicherung, Lagerbuch I, Cham, Ass.-Nr. 5a
  6. Staatsarchiv Zug, G 337, Gebäudeversicherung, Lagerbuch I, Cham, Ass.-Nr. 5a
  7. Staatsarchiv Zug, G 337, Gebäudeversicherung, Lagerbuch I, Cham, Ass.-Nr. 5a
  8. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 123
  9. Einwohnergemeinde Cham, Inventar Schutzobjekte, März 2005, http://www.cham.ch/dl.php/de/20041018160350/CA02_Inventar_Schutz_Maerz05.pdf [Stand: 07.05.2017]
  10. Katholische Kirchgemeinde Cham-Hünenberg, Rechnung 2014, http://www.pfarrei-cham.ch/__/frontend/handler/document.php?id=921&type=42 [Stand: 07.05.2017]
  11. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 123