Hatwilerholz

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Das Hatwilerholz auf der Strasse von Hatwil in Richtung Niederwil (Südseite), im Hintergrund links das Unterholz

Westseite des Hatwilerholz
Blick in das Gehölz, von der Südseite her


Kleiner Wald südöstlich des Hofes Hatwil, der höchste Punkt des Wäldchens erreicht 451 m ü.M. Das Wäldlein wird im 17. und 18. Jahrhundert auch als Frauentalerwald, Gmeindhölzli oder Hatwilerwald bezeichnet.


Chronologie

1273–1274 Hetzel Schenk von Brunegg und seine Gemahlin Anna von Iberg verkaufen am 27. Februar 1273 «den hof, der da heiset hatwile vnd lit bi massewandon in der parochie von kamo» dem Zisterzienserinnenkloster Frauenthal. Der Verkauf wird von anderen Adelsfamilien vielleicht angefochten, jedenfalls muss er von Anna von Iberg am 29. Dezember 1274 in Mellingen noch einmal ausdrücklich bestätigen. Ob das Hatwilerholz bereits im 13. Jahrhundert existiert, ist nicht klar. [1]

1651 In einem Urbar (Güterverzeichnis) der Kirche St. Wolfgang Hünenberg wird «der hattwilern holtz» erwähnt. [2]

1770/1773 Auf der Vogteienkarte von Franz Fidel Landtwing (1714–1872) und Jakob Joseph Clausner (1744–1797), der ersten exakten Karte mit Teilen des Kantons Zug, ist der südliche Waldteil mit «Gmeind hölzlin» bezeichnet. [3]

1779 Auf einer Karte von Lindencham und Rumentikon von Jakob Joseph Clausner (1744–1797) wird das Waldstück mit «Hatwiler wäldlein» wiedergegeben. [4]

1887 Im Topografischen Atlas von Hermann Siegfried (1819–1879) ist das Hatwilerholz eingezeichnet. Die Waldfläche entspricht bereits ungefähr der heutigen Waldfläche.

2018 Der westliche Teil des Hatwilerholzes gehört nach wie vor dem Zisterzienserinnenkloster Frauenthal. Der östliche Waldteil ist im Besitz von Landwirten aus Niederwil und Zug. [5]


Karten

Siegfriedkarte 1887

1508 Siegfried-Karte Hatwil.jpg


Aktueller Kartenausschnitt

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Bemerkung: die Bezeichnung «Unterholz» ist hier falsch. Der Wald Unterholz liegt einige Meter nordöstlich des Hatwilerholzes an der Zürcher Kantonsgrenze.


Einzelnachweise

  1. Stocker, Thomas, Urkundenlese aus dem Cistercienserkloster Frauenthal 1261–1300, in: Der Geschichtsfreund 3, 1846, S. 119–149. Merz, Walther, Schloss Brunegg, in: Basler Zeitschrift für Geschichte 2, 1903, S. 274–299
  2. Bürgerarchiv Zug, A 15.5.1, Urbar St. Wolfgang, fol. 72v
  3. Dittli, Beat, Zuger Ortsnamen. Lexikon der Siedlungs-, Flur- und Gewässernamen im Kanton Zug. Lokalisierung, Deutung, Geschichten, Zug 2007, Bd. 2, S. 267
  4. Dittli, Beat, Zuger Ortsnamen. Lexikon der Siedlungs-, Flur- und Gewässernamen im Kanton Zug. Lokalisierung, Deutung, Geschichten, Zug 2007, Bd. 2, S. 398
  5. www.zugmap.ch, Eintrag Grundstücknummern 1072, 1073, 1075, 1076, 1081 und 1084 [Stand: 12.02.2018]