Bossard-Burger Fritz (1863–1931)

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Fritz Bossard-Burger stammte aus Zug, kam aber als junger Arzt nach Cham. Obwohl eher ein resoluter Typ, fanden viele Patienten den Weg in seine Praxis. Bossard war 1909 auch einer der drei ersten Ärzte im Chamer Asyl.

Portrait von Bossard-Burger Fritz (1863–1931)
Portrait von Bossard-Burger, Fritz (1863–1931)

Vorname: Fritz
Nachname: Bossard-Burger
Geschlecht: männlich
Geburtsdatum: 5. Juli 1863
Geburtsort: Zug
Todesdatum: 7. Juni 1931
Todesort: Cham ZG
Beruf: Arzt, Politiker, Kantonsrat
Partei: Katholisch-konservative Partei





Stationen

1863 Friedrich «Fritz» Bossard kommt am 5. Juli in Zug zur Welt, er ist der Sohn von Fritz Bossard vom Hotel Ochsen und Karolina, geb. Dossenbach, ab der «Sennweid» in Baar. Die Primarschule besucht er in Zug, dann die Klosterschule Mehrerau am Bodensee und die Klosterschule in Einsiedeln. Medizin studiert Fritz an den Universitäten in Basel und Zürich.

1885–1893 Bossard engagiert sich als Student und später als ausgebildeter Arzt im Vorstand der Tugenia, dem zugerischen Kantonalverband des Schweizerischen Studentenvereins (StV), als Aktuar, Vizepräsident und Präsident. [1]

1891 Bossard heiratet Ida Burger und eröffnet eine eigene Arztpraxis in Cham. Er wohnt in Liegenschaft «Mattli» beim Bahnhof Cham. «Seine Patientengemeinde wurde immer grösser und sie hing mit berechtigtem Vertrauen an ihrem Arzte, sie fühlte es heraus, dass Herr Dr. Bossard, wenn auch äusserlich etwas kurzmaschig, resolut, sagen wir, etwas schroff, doch wieder mit viel Liebe und Aufopferung und Hingabe seine Patienten behandelte.» [2]

1894 Die Chamer wählen Bossard für die Katholisch-konservative Partei in den Kantonsrat (bis 1898). [3]. Daneben wirkt er in der Gemeinde auch als Schulrat.

1898 Bossard ist einer der vier Mitgründer des Samaritervereins Zug. [4]

1909 Bossard arbeitet seit Beginn auch als Arzt im Chamer Asyl (bis 1930). Er gilt als «origineller und besonders auf elektrotherapeutischem Gebiet erfolgreicher Arzt». [5]

1931 Fritz Bossard stirbt am 7. Juni nach schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren.


Einzelnachweise

  1. Zumbach, Ernst, Frühgeschichte der Tugenia, in: Heimatklänge, kulturelle Beilage zu den «Zuger Nachrichten» 40, 1960, S. 45
  2. Zuger Nachrichten, 10.06.1931
  3. Staatsarchiv Zug, Zuger Personen- und Ämterverzeichnis [Stand: 01.05.2018]
  4. Geschichte Samariterverein Zug, www.http://www.samariterzug.ch/verein/geschichte [Stand: 14.07.2017]
  5. Zuger Neujahrsblatt 1933, Chronik 07.06.1931