Werder Mathias (1843–1921)

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Mathias Werder war ein Geistlicher aus Niederwil, der als Kaplan, Pfarrhelfer und Professor an verschiedenen Orten im Kanton Zug wirkte.


Chronologie

1843 Mathias Werder kommt am 11. Dezember in Niederwil zur Welt. [1] Er ist Bürger von Hünenberg. Nach den Schulen in Cham studiert er in Einsiedeln, Eichstätt, Tübingen und Münster (Westfalen). [2]

1870 Werder wird zum Priester geweiht und übernimmt als erste geistliche Stelle die Kaplanei in Risch. [3]

1873 Mathias Werder wird Kaplan in Oberägeri.

1874 Neben seiner geistlichen Tätigkeit als Kaplan in Zug wird Werder «Professor für Grammatik» in Zug. [4]

1875 Werder wirkt als Pfarrhelfer in Neuheim (bis 1891).

1891 Nun folgen Jahre ausserhalb des Kantons Zug: Werder wird Klosterkaplan im Kapuzinerinnenkloster Namen Jesu in Solothurn (bis 1892).

1892 Werder wirkt in ähnlicher Stellung wie zuvor in Solothurn jetzt im Prämonstratenserinnenkloster Berg Sion in Gommiswald SG, wo er in den benachbarten Pfarreien auch noch als Aushilfe wirkt. Doch Werder kehrt, «von Schwermut befallen», zurück in den Kanton Zug. [5]

1921 Werder stirbt am 26. Januar im Franziskusheim in Oberwil bei Zug: «Mit Mathias Werder scheidet ein gebildeter, pflichteifriger Priester, dessen verdienstliche Tätigkeit leider durch seine kränkliche Konstitution beeinträchtigt wurde.» [6]


Pädagogisches Selbstverständnis 1872

An der kantonalen Lehrerkonferenz vom 23. Mai in der Wart in Hünenberg referiert Kaplan Werder über die Fragestellung «Wie kann der Lehrer zur Charakterbildung der Jugend beitragen?». Er führt u.a. aus: «Alsdann stellte er die allgemeinen Gesichtspunkte auf, die ganz besonders bei der Charakterbildung in Betracht fallen müssen und nannte als solche: den Unterricht, das Beispiel des Lehrers und die Uebung. Jn Bezug auf den erstern Punkt sei namentlich der Unterricht in der Religionslehre, biblischen Geschichte, sowie auch Profan- und vaterländische Geschichte der charakterbildend. - Das Leben und die Haltung des Lehrers sowohl in als ausserhalb der Schule sei von höchster Wichtigkeit; denn Worte bewegen nur, Beispiele aber reissen hin. Der Lehrer bestrebe sich daher der Pflichtbeflissenheit, der Charakterfestigkeit und der Religiosität.» [7]


Einzelnachweise

  1. Bibliothek Zug, Zumbach-Personenkatalog
  2. Bieler, Anton, Die Zuger an ausländischen Hochschulen, Zug 1948, S. 19, 83, 89
  3. Iten, Albert, Tugium Sacrum. Der Weltklerus zugerischer Herkunft und Wirksamkeit bis 1952, Stans 1952, S. 440
  4. Iten, Albert, Tugium Sacrum. Der Weltklerus zugerischer Herkunft und Wirksamkeit bis 1952, Stans 1952, S. 440
  5. Iten, Albert, Tugium Sacrum. Der Weltklerus zugerischer Herkunft und Wirksamkeit bis 1952, Stans 1952, S. 440
  6. Zuger Neujahrsblatt 1922, Chronik 26.01.1921
  7. Neue Zuger Zeitung, 25.05.1872