Wegkreuz Dürrast

Aus Chamapedia
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Das Wegkreuz im Dürrast nahe des Äbnetwalds
Der Verwitterungsprozess hat eingesetzt, dennoch ist die Jahrzahl 1980 noch entzifferbar
Das Wegkreuz befindet sich nahe von Niederwil (im Hintergrund
Das einfache Holzkreuz steht heute auf freiem Wiesland westlich des Äbnetwalds. In der Frühen Neuzeit stand hier an der Kreuzung der ehemals wichtigen Landstrassen von Luzern nach Zürich und von Zug über Cham (oder Steinhausen) nach Bremgarten das Wirtshaus «zum dürren Ast».


Chronologie

1712 Das Gasthaus zum Dürrast wird im Zweiten Villmergerkrieg von Reformierten Truppen zerstört und nicht mehr aufgebaut.

1828 Auf der Karte des Zürcher Kartografen Heinrich Keller (1778–1862) ist bei der Gabelung der Strassen von Knonau ZH nach Rumentikon und von Niederwil nach Maschwanden ZH ein Wegkreuz eingezeichnet. [1]

1980 Aus der am Wegkreuz eingeritzten Jahreszahl lässt sich schliessen, dass das Kreuz 1980 neu erstellt (und eventuell etwas nach Süden in Richtung Niederwil neu positioniert) wurde. [2]

2019 Das Holzkreuz ist im Inventar der schützenswerten Denkmäler der Gemeinde Cham aufgeführt. [3]


Beschreibung

Es ist ein schlichtes, aus zwei Balken gezimmertes und rund zweieinhalb Meter hohes Holzkreuz. Am oberen Ende des vertikalen Balkens steht das Christusmonogramm «JHS» [4], darunter auf dem Querbalken die Jahreszahl «19 / 80». Die Balken sind mit einem Blechwitterungsschutz versehen. [5]


Historische Karten

Gygerkarte 1667

In der Karte von Hans Conrad Gyger (1599–1674) von 1667 ist der Dürrast («Zum Türrenast») eingezeichnet (im hell hervorgehobenen Feld)


Aktueller Kartenausschnitt

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Einzelnachweise

  1. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 253
  2. Archiv Amt für Denkmalpflege und Archäologie der Kantons Zug, Wegkreuzverzeichnis Gemeinde Cham, 1996/1997
  3. www.zg.ch, Amt für Denkmalpflege und Archäologie, Inventar der schützenswerten Denkmäler, Grundstücknummer 1089 [Stand: 14.01.2019]
  4. JHS oder IHS leitet sich von den ersten drei Buchstaben des Namens Jesu in griechischen Grossbuchstaben ab, d.h. I H Σ O Y Σ, wobei das Sigma Σ durch das lateinische S ersetzt wird
  5. Archiv Amt für Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Zug, Datenblatt zur Bestandesaufnahme historischer Bauten im Kanton Zug [Stand: 07.03.2019]