Wegkreuz Bibersee

Aus Chamapedia

Das wuchtige Sandsteinkreuz von Bibersee steht am Kreuzzungspunkt dreier einst lokal und national wichtiger Wegverbindungen. Das heutige Kreuz stammt aus dem Jahr 1911.

Die Landschaft um Bibersee mit Blickrichtung Süden, gezeichnet von Heinrich Keller (1778–1862): Vorne in der Bildmitte der Weiler Bibersee mit dem Wegkreuz; hinten links der Hof Lätten (Gemeinde Steinhausen) sowie zentral respektive rechts die Höfe Grindel und Plegi (Gemeinde Cham), 1832
Das Wegkreuz von Bibersee, undatiert (ca. 1970–ca. 1975)
Das Wegkreuz, 31.03.2019
Detailaufnahme: Inschrift «Gelobt sei/ Jesus Christus» im obersten Sockelfeld und Jahrzahl «1911» im mittleren Sockelfeld, 31.03.2019


Chronologie

1832 Auf der vom Zürcher Kartografen und Panoramenzeichner Heinrich Keller (1778–1862) angefertigten aquarellierten Bleistiftzeichnung (in Vogelschauansicht) ist an der heutigen Stelle mitten im Weiler Bibersee ein Wegkreuz eingezeichnet. [1]

1911 Anstelle des Vorgängers wird ein neues Wegkreuz aufgestellt, das heute noch steht. [2]

2024 Das Sandsteinkreuz ist im Inventar der schützenswerten Denkmäler der Gemeinde Cham enthalten. [3]


Beschreibung

Das wuchtige, neugotische Sandsteinkreuz steht auf einem dreifach gegen oben abgestuften, quadratischen Sockel. Der Stamm und die Arme des Wegkreuzes sind achtkantig, ein Korpus fehlt. Im obersten Sockelfeld steht die Inschrift «Gelobt sei/ Jesus Christus» und im mittleren Sockelfeld die Jahreszahl «1911». [4]


Kulturhistorische Würdigung

«Das Wegkreuz im Kern des Weilers zeugt vom Kreuzungspunkt dreier historisch gesicherter Verkehrswege von regionaler und nationaler Bedeutung (nach Frauenthal und von Cham nach Maschwanden). Es nimmt eine starke Präsenz im Ortsbild von Bibersee ein, zeigt die religiöse Prägung der Region und besitzt somit auch einen sehr hohen heimatkundlichen Wert. Zudem ist es in seiner aufwändigen Ausformung ein für die Kunst- und Kulturgeschichte wichtiges Objekt.» [5]


Aktueller Kartenausschnitt

Die Karte wird geladen …



Einzelnachweise

  1. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 176
  2. Amt für Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Zug, Wegkreuzverzeichnis der Gemeinde Cham 1996/1997
  3. Amt für Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Zug, Inventar der schützenswerten Denkmäler der Gemeinde Cham, Grundstücknummer 2324 [Stand: 11.04.2024]
  4. Vgl. Anmerkung 1 (Grünenfelder), S. 253
  5. Amt für Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Zug, Datenblatt zur Bestandesaufnahme historischer Bauten im Kanton Zug [Stand: 07.03.2019]