Schwerzmann Josef Joachim Anton (1807–1860)

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Josef Joachim Anton Schwerzmann lebt über 25 Jahre als Pfarrer in Oberägeri. 1858 wird er Pfarrer in Cham. Eine schwere Krankheit hindert ihn daran, sich im Ennetsee richtig zu entfalten.

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Vorname: Josef Joachim Anton
Nachname: Schwerzmann
Geschlecht: männlich
Geburtsdatum: 12. Dezember 1807
Geburtsort: Zug ZG
Todesdatum: 30. August 1860
Todesort: Cham ZG
Beruf: Geistlicher, Pfarrer
Religion: römisch-katholisch



Stationen

1807 Am 12. Dezember kommt Josef Joachim Anton Schwerzmann in Zug zur Welt. Sein Vater ist Josef Ludwig Schwermann, seine Mutter Maria Barbara Müller. Josefs jüngerer Bruder Franz Xaver (1810–1854) tritt ins Benediktinerkloster Engelberg ein, seine Schwester Marie Elisabeth (1811–1875) sieht ihre Berufung im Kloster Maria Opferung in Zug (Oberin von 1863 bis 1869). [1]

1830 Als junger Geistlicher wird Schwerzmann Lehrer der deutschen Schule in der Stadt Zug. [2]

1831 Nur ein Jahr später wird Schwerzmann am 13. November als Pfarrer nach Oberägeri gewählt. Er widmet sich der Volksschulbildung und engagiert sich u.a. für den Neubau des Dorfschulhauses. [3] Auch setzt er sich für Reformen in der Armenfürsorge ein, insbesondere in der Versorgung der Kinder. Ein Projekt für eine Armenanstalt lässt sich aber nicht verwirklichen. [4]

1843 Pfarrer Schwerzmann interessiert sich auch für die Geschichtsforschung. Er erstellt Genealogien der Oberägerer Bürgergeschlechter. Schwerzmann engagiert sich in Historischen Vereinen und ist Gründungsmitglied im Historischen Vereins der Fünf Orte (seit 2006 Historischer Verein Zentralschweiz).

1851 Der Zuger Regierungsrat beruft Josef Joachim Anton Schwerzmann am 24. Februar in den Erziehungsrat. In diesem Gremium bleibt er acht Jahre lang, zeitweise ist er auch dessen Präsident. [5]

1854 Pfarrer Schwerzmann ist auch ein Förderer der Kirchenmusik: In Oberägeri bildet sich ein Kirchengesangsverein, der am 13. Juni zusammen mit der Blechmusik Pfarrer Schwerzmann zu Ehren seinen ersten öffentlichen Auftritt gibt, an dessen Namenstag (Antonius von Padua). Der gerührte Pfarrer Schwerzmann spendiert darauf einen «Abendtrunk». [6]

1857 Nach 26 Jahren gibt Pfarrer Schwerzmann seine Anstellung in Oberägeri auf und zieht auf die Kaplanei Oberwil bei Zug. In Oberägeri war Schwerzmann nicht unumstritten. [7] Die «Neue Zuger Zeitung» begründet seinen Wegzug aber mit einem Unfall: «Die Folgen eines Beinbruchs, den er bei der fleißigen und treuen Ausübung seines priesterlichen Berufes im harten Winter auf der Straße an gefährlicher Stelle erlitten, nöthigen ihn, in seine Heimathgemeinde Zug, nach dem ruhigen Oberwyl, sich zurückzuziehen.» [8]

1858 Nach eineinhalb Jahren in Oberwil ist es für Pfarrer Schwerzmann mit der Ruhe wieder vorbei: Am 6. September wählen ihn seine Stadtzuger Mitbürger zum Pfarrer von Cham, als Nachfolger von Fidel Alois Schell (1794–1858), der drei Tage vorher am 3. September gestorben war.

1860 Pfarrer Schwerzmann kann sich an seiner neuen Wirkungsstätte nicht richtig mehr entfalten, da ihn «eine langwierige Krankheit an’s Schmerzenbett gefesselt» hat. [9] Schwerzmann stirbt am 30. August, gegen Abend um vier Uhr, an den Folgen seiner Krankheit.


Einzelnachweise

  1. Iten, Albert, Tugium Sacrum. Der Weltklerus zugerischer Herkunft und Wirksamkeit bis 1952, Stans 1952, S. 373
  2. Iten, Albert, Tugium Sacrum. Der Weltklerus zugerischer Herkunft und Wirksamkeit bis 1952, Stans 1952, S. 373
  3. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 1, Die ehemalige Äussere Amt, Basel 1999, S. 284f.
  4. Iten, Albert, Tugium Sacrum. Der Weltklerus zugerischer Herkunft und Wirksamkeit bis 1952, Stans 1952, S. 373
  5. Neue Zuger Zeitung, 01.03.1851. Neue Zuger Zeitung, 14.01.1860
  6. Zugerisches Kantonsblatt, 17.06.1854
  7. Iten, Albert, Tugium Sacrum. Der Weltklerus zugerischer Herkunft und Wirksamkeit bis 1952, Stans 1952, S. 373
  8. Neue Zuger Zeitung, 11.04.1857
  9. Neue Zuger Zeitung, 03.03.1860