Reck-Wyss Emilie (1901–1986)

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Emilie Reck-Wyss war eine Geschäftsfrau und erste Chamer Taxichauffeurin.

Portrait von Reck-Wyss Emilie (1901–1986)
Portrait von Emilie und Fritz Reck, Hochzeit, 1934

Vorname: Emilie
Nachname: Reck-Wyss
Geschlecht: weiblich
Geburtsdatum: 21. November 1901
Geburtsort: Cham ZG
Todesdatum: 1986
Todesort: Menzingen ZG
Beruf: Taxichauffeurin






Emilie Reck mit ihrem Taxi mit der Nummer «ZG 373» auf der Baarerstrasse in Zug, bewundert von Schulkindern
Gerne chauffierte Emilie Reck (links) auch Hochzeitspaare
Eines der Taxi-Fahrzeuge: ein «DeSoto»
Mit dem «DeSoto» auf dem Flüela-Pass
Führerausweis
Fritz und Emilie Reck, am Küchentisch

Stationen

1901 Emilie Wyss kommt am 21. November auf die Welt und erlebt zusammen mit fünf Geschwistern ihre Kinderjahre in der «Bützen» in Hünenberg. [1]

1905 Die Eltern von Emilie übernehmen 1905 den Bauernbetrieb und die Wirtschaft «Zum Wartstein» in St. Wolfgang. Die Jugendjahre auf dem Bauernhof und im Wirtschaftsbetrieb prägen sie für das ganze Leben und sie wird eine arbeitsame Frau. [2]

Im Wartstein erlernt sie das Handwerk der Köchin. Später wird sie nach Wohlen berufen, wo sie während vieler Jahre als Leiterin der Gemeindestube amtete.

1934 Emilie heiratet Fritz Reck (1891–1959), der in Cham an der Luzernerstrasse 68 einen Garagenbetrieb führt. Hier ersetzt sie zwei Kindern, Elsie und Willy, deren verstorbene Mutter. Sie selbst schenkt drei Kindern – Roland (1936–2017), Fritz (1941–1978) und Emilia – das Leben.

Nebst dem Haushalt führt sie das Büro des eigenen Garagenbetriebs. Mutter Reck war aber im Dorf vor allem als Taxichauffeurin bekannt, eine Tätigkeit, die vor ihr in Cham noch keine Frau ausgeübt hat. Tag und Nacht, auch an Weihnachten oder Ostern, ist sie mit ihrem Taxi «ZG 373» verfügbar. Besonders gerne chauffierte sie kleinere Gesellschaften zur Hochzeit, Taufe oder zu anderen Anlässen. [3]

1955 Aus gesundheitlichen Gründen gibt Fritz Reck den Garagenbetrieb auf. Die Familie zügelt an die Neuhofstrasse 17.

1959 Fritz Reck stirbt. Die beiden Söhne wohnen im Haus, Fritz der jüngere bleibt ledig und wohnt bei seiner Mutter.

1978 Fritz Reck der jüngere ertrinkt am 23. April bei einem Tauchunfall im Zugersee. [4]

1986 Emilie Reck-Wyss stirbt im Pflegeheim Luegeten in Menzingen, das sie nach einem zweimonatigen Spitalaufenthalt in Cham aufsucht. Bis kurz vor ihrem Tod bleibt das Auto ein wichtiger Begleiter. [5]


Eine musikalische Familie

Der Ehe von Fritz und Emilie Reck entsprangen drei Kinder: Roland , Fritz und Emilia. «Mily», wie Emilie auch gerufen wurde, spielte wie ihre beiden Brüder die Handorgel sowie die Geige. Es zog sie später zum Klavier und sie absolvierte das Konservatorium, das sie mit der Ausbildung als Musikpädagogin abschloss. Sie war als Musiklehrerin tätig, trat als Solistin auf und spielte in verschiedenen Musikformationen mit. [6]


Roland, Fritz und Emilia beim Musizieren, 1977


Einzelnachweise

  1. Nachruf auf Emilie Reck, zur Verfügung gestellt von Maria Reck-Ringele [23.02.2018]
  2. Nachruf auf Emilie Reck, zur Verfügung gestellt von Maria Reck-Ringele [23.02.2018]
  3. Nachruf auf Emilie Reck, zur Verfügung gestellt von Maria Reck-Ringele [23.02.2018]
  4. Todesanzeige Fritz Reck, Mai 1978
  5. Nachruf auf Emilie Reck, zur Verfügung gestellt von Maria Reck-Ringele [23.02.2018]
  6. Freundliche Auskunft von Maria Reck-Ringele, Cham, 23. Februar 2018