Blatter-Zingerli Marianne (1920–2004)

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Marianne Blatter-Zingerli war während 46 Jahren die Chamer Dorffotografin im kleinen Haus der Luzernerstrasse 30.

Portrait von Blatter-Zingerli Marianne (1920–2004)
Portrait von Blatter-Zingerli Marianne, Fotografin (1920–2004)

Vorname: Marianne
Nachname: Blatter-Zingerli
Geschlecht: weiblich
Geburtsdatum: 29. November 1920
Geburtsort: Frauenfeld TG
Todesdatum: 2004
Todesort: Cham ZG
Beruf: Fotografin






Marianne Blatter in ihrem Studio, 1995

Stationen

1920 Marianne Zingerli kommt am 29. November als jüngstes von zehn Kindern in Frauenfeld TG zur Welt. Ihr ältester Bruder ist begeisterter Freizeitfotograf. Eine Schwester erlernt den Beruf der Fotografin und führt ein eigenes Geschäft in Stein am Rhein. [1] Dort absolviert Marianne die dreijährige Berufslehre. Sie besucht danach die Fotoklasse der Kunstgewerbeschule in Zürich und arbeitet an der Gewerbeschule Schaffhausen, bei Romedo Guler in Thusis, in der Papierfabrik Biberist und schliesslich bei Landis & Gyr in Zug. [2]

1948 Marianne Zingerli lernt beim Skifahren auf dem Zugerberg den Leiter der Skischule, Otto Blatter, kennen. Die Beiden verlieben sich und heiraten. Sie haben zwei Töchter, Ursula und Ruth. [3]

1949 Marianne und Otto Blatter übernehmen das Haus und das Geschäft von Josef Greter an der Luzernerstrasse 30 in Cham. Otto Blatter arbeitet als Zahntechniker, Marianne Blatter führt den Fotoladen und das Fotoatelier. Das Ehepaar wohnt im Obergeschoss der Liegenschaft. Marianne Blatter bindet jeweils das grosse Stativ und die Balgenkamera auf ihr Fahrrad, wenn sie zu ihren Kunden fährt. [4] Blatter ist eine Fotografin, «die mit grosser Sorgfalt und hoher fachlicher Kompetenz an ihre Arbeit ging». [5]

1981 Otto Blatter stirbt. Marianne Blatter führt das Fotogeschäft mit Ruth, einer der beiden Töchter, weiter. [6]

1995 Marianne Blatter, mittlerweile 75-jährig, schliesst ihr Atelier. Die Einführung der Mehrwertsteuer beschleunigte diesen Entscheid. [7]

2004 Marianne Blatter stirbt im Alter von 84 Jahren. Der für den Kanton Zug einzigartige Nachlass mit über 100'000 Negativen und das Mobiliar ihres Fotostudios kommt in die Sammlung des Museum Burg Zug. [8]


Dokumente

Die Chamer Fotografin Marianne Blatter und ihr Nachlass im Museum Burg Zug, Beitrag im Tugium 2009


Einzelnachweise

  1. Steiner, Hermann, Der Kanton Zug und seine Fotografen 1850–2000, Rotkreuz 2000, S. 46
  2. Steiner, Hermann, Der Kanton Zug und seine Fotografen 1850–2000, Rotkreuz 2000, S. 46
  3. Münzenmaier, Sabine/ Tobler, Mathilde, Bitte recht freundlich lächeln!: die Chamer Fotografin Marianne Blatter und ihr Nachlass im Museum Burg Zug, in: Tugium 25, 2009, S. 62
  4. Steiner, Hermann, Der Kanton Zug und seine Fotografen 1850–2000, Rotkreuz 2000, S. 46
  5. Münzenmaier, Sabine/ Tobler, Mathilde, Bitte recht freundlich lächeln!: die Chamer Fotografin Marianne Blatter und ihr Nachlass im Museum Burg Zug, in: Tugium 25, 2009, S. 64
  6. Schürpf, Markus, Zug im Bild. Streifzug durch 150 Jahre Zuger Fotografiegeschichte, in: Tugium 28, 2012, S. 110
  7. Zuger Nachrichten, 18.04.1995
  8. Schürpf, Markus, Zug im Bild. Streifzug durch 150 Jahre Zuger Fotografiegeschichte, in: Tugium 28, 2012, S. 111