Wegkreuz Baregg

Aus Chamapedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das markante Sandsteinkreuz wird im späten 18. Jahrhundert erbaut. Es stand etwas nördlich des Hofes Baregg und muss 1973 schliesslich dem Bau der Autobahn A4a weichen. Beim Hof Baregg wird eine Kopie des Chamer Bildhauer Louis Schiess aufgestellt.


Wegkreuz in der Baregg, aufgenommen zwischen 1970 und 1975
Das Wegkreuz, 31.03.2019
Detailaufnahme, 31.03.2019


Chronologie

1770/1773 In der Vogteienkarte der Zuger Kartografen Franz Fidel Landtwing (1714–1782) und Jakob Joseph Clausner (1744–1797)) ist nördlich des Hofes Baregg ein Wegkreuz dargestellt. [1]

1795 Das in der Baregg stehende Sandsteinkreuz ist mit diesem Jahr datiert. [2]

1970/1973 Weil am alten Standort die Fahrbahn der neuen Autobahn A4a von Cham nach Walterswil gebaut wird, muss das alte Wegkreuz weichen. Der Chamer Bildhauer Louis Schiess stellt 1973 eine Kopie her, die «relativ genau das Erscheinungsbild des älteren Kreuzes wiedergibt.» Das neue Kreuz steht beim Bauernhaus in der Baregg. [3]

2019 Das Wegkreuz ist im Inventar der schützenswerten Denkmäler in der Gemeinde Cham enthalten. [4]


Beschreibung

Das drei Meter hohe Sandsteinkreuz steht auf einem Sockel. Die Kreuzbalken sind durch erhöhte Randleisten gerahmt. Die Balken «besitzen kleeblattförmige Enden mit Strahlenansätzen in den Zwickeln.» [5] Im Zentrum hängt ein stark plastisches Herz mit Dornenkrone und darüber ein bewegter INRI-Zettel. [6] Die Inschrift lautet: «INRI 1795». [7]


Aktueller Kartenausschnitt

Die Karte wird geladen …



Einzelnachweise

  1. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 253
  2. Archiv Amt für Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Zug, Wegkreuzverzeichnis der Gemeinde Cham 1996/1997
  3. Archiv Amt für Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Zug, Datenblatt zur Bestandesaufnahme historischer Bauten im Kanton Zug [Stand: 07.03.2019]
  4. Amt für Denkmalpflege und Archäologie, Inventar der schützenswerten Denkmäler des Kantons Zug, Grundstücknummer 2357 [Stand: 28.03.2019]
  5. Archiv Amt für Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Zug, Datenblatt zur Bestandesaufnahme historischer Bauten im Kanton Zug [Stand: 07.03.2019]
  6. I.N.R.I. sind die Inititalen des lateinischen Satzes Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum («Jesus von Nazaret, König der Juden»), der nach dem Evangelium von Johannes (Joh 19,19–22) auf einer Tafel oben am Kreuz Christi angebracht worden war
  7. Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 253