Plegiwäldli

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Das genau eine Hektare grosse Wäldchen liegt nordöstlich des Hofes Plegi bei einer Anhöhe auf gut 440 m ü.M.. Im 18. Jahrhundert hiess das Waldstück Plegihölzli, in früheren Jahrhunderten wurde es wahrscheinlich Pfaffenhölzli genannt.


Chronologie

1540 In einem Urbar des ehemaligen Zisterzienserklosters Kappel am Albis erscheint das Waldstück «pfaffen holtz». Der Zuger Ortsnamenforscher Dr. Beat Dittli vermutet aufgrund der Lokalisierung südwestlich von Bibersee, dass das Pfaffenholz / Pfaffenhölzli mit dem heutigen Plegiwäldli identisch ist. [1]

1711 Im frühen 18. Jahrhundert wird das Waldstück «Plegihölzli» genannt. [2]

1887 Im Topografischen Atlas von Hermann Siegfried (1819–1879) ist die heutige fünfeckige Form des Wäldchens – es erscheint nun erstmals unter dem Namen «Plegiwäldli» – gut erkennbar. Die Waldgrenze hat sich in den letzten 130 Jahren kaum verändert.

ca. 1971 Für den Bau der Autobahn A4 von der Verzweigung Blegi durch das Knonaueramt wird von der Verzweigung Grindel bei Steinhausen eine Strasse zur Autobahnbaustelle bei Bibersee gebaut («Schwertransportpiste»), um den Nachschub mit Baumaterialien sicher zu stellen. Die neue Strasse führt am östlichen Waldrand des Plegiwäldlis vorbei. [3]

2011–2013 Die ehemalige «Schwertransportpiste» wird aus- respektive teilweise neu gebaut. Die neue Kantonsstrasse wird innerhalb von zwei Jahren erstellt und verbindet nun den Kreisel Grindel mit dem Gebiet Bibersee. Die alte Streckenführung östlich am Plegiwäldli vorbei wird beibehalten. [4]

2017 Das Plegiwäldli ist in zwei Grundstücke aufgeteilt, die Peter Werder und Roman Schuler aus dem benachbarten Bibersee gehören [5]


Aktueller Kartenausschnitt

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Einzelnachweise

  1. Staatsarchiv Zürich, F II a 58, Urbar Kappel, fol. 59v, 60r. «In Flurnamen ist Pfaffen- meist ein Hinweis auf kirchlichen Besitz oder auf eine Zinspflicht gegenüber einem Priester oder einer kirchlichen Institution.» Dittli, Beat, Zuger Ortsnamen. Lexikon der Siedlungs-, Flur- und Gewässernamen im Kanton Zug. Lokalisierung, Deutung, Geschichten, Zug 2007, Bd. 3, S. 486f.
  2. Staatsarchiv Zug, Hypothekenbücher, Bd. 30, fol. 233r
  3. Neue Zuger Zeitung, 20.11.2013
  4. Neue Zuger Zeitung, 20.11.2013
  5. www.zugmap.ch, Einträge Grundstücknummern 2332 und 2333 [Stand: 20.10.2017]