Benutzer:Thomas Faehndrich

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Kloster Frauenthal, Überblick


Klosteranlage von Osten

Frauenthal ist die älteste Schweizer Zisterzienserabtei, die am Ort ihrer Gründung bis heute besteht. Obwohl das Kloster ruhig und weltabgeschieden liegt, hat Frauenthal eine sehr bewegte Geschichte.

Adelskloster - von der Gründung bis zur Reformation

Rekonstruktionszeichnung der Schnabelburg in der Nähe des Albispasses

Das Kloster Frauenthal ist durch eine Schenkung der hochadeligen Familie von Schnabelburg entstanden, die ihren Stammsitz am Albis hatte. Sie schenkte das Land auf der Lorzeinsel nördlich von Hagendorn in der Mitte des 13. Jh. den Beginen von Hausen am Albis, die in enger Beziehung zum Zisterzienserkloster Kappel am Albis standen. Bis zur Reformation standen dem Kloster meist Äbtissen aus lokalen Adelsfamilien vor. Mit der Reformation in Zürich verliessen die Nonnen das Kloster Frauenthal.

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Neuanfang nach der Reformation - Krisenzeit

Wappen von Anna von Fulach, der ersten nachreformatorischen Äbtissin

Nach dem Wegzug der Schwestern war das Kloster 24 Jahre verwaist. Frauenthal wurde zu einer Vogtei der Stadt Zug. 1552 wurde der Konvent wieder errichtet. Es folgte eine schwierige Zeit. Während 50 Jahren herrschte Streit, wer in Frauenthal das Sagen hat, die Äbtissin und die Nonnen von Frauenthal oder der Rat der Stadt Zug. Zudem war der Konvent gespalten, die Schwestern waren sich nicht einig, wie das klösterliche Leben gestaltet werden soll. Die Visitatoren berichten von desolaten Zuständen.

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Der Vertrag von Jonen - Entspannung

Grab von Abt Peter Schmid in der Klosterkirche Wettingen

1602 gelingt es dem Abt von Wettingen, dem Baarer Peter Schmid, der die kirchliche Aufsicht über Frauenthal hat, die Lage zu beruhigen. In einem Vertrag zwischen dem Kloster, der Stadt Zug und dem Kloster Wettingen, werden die Kompetenzen und das klösterliche Leben geregelt. Damit kehrt etwas mehr Ruhe in Frauenthal ein.

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kriegerische Zeiten

Zug der Innerschweizer in die Schlacht von Villmergen AG vom 25. Juli 1712

Ab Mitte des 17. Jh. werden die Zeiten unruhig. Die Villmergerkriege, eine Auseinandersetzung zwischen den reformierten und den katholischen eidgenössischen Orten, der Einmarsch der Franzosen 1798 und damit verbunden das Ende der Alten Eidgenossenschaft, der Aargauer Klosterstreit und der Sonderbundskrieg betreffen das Kloster Frauenthal, das nahe der Grenze zu Zürich und Aargau liegt, ganz direkt. Die Klosterfrauen suchen zweimal in der Stadt Zug Schutz, das Kloster muss mehrmals Soldaten beherbergen und verpflegen.

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Das Kloster expandiert und engagiert sich für die Bildung junger Frauen

Neu Frauenthal, Wisconsin USA

Nach der Schaffung des schweizerischen Bundesstaates eröffnet das Kloster eine Schule für junge Frauen, stellt eine Primarlehrerin in Hagendorn und eröffnet 1953 eine Bäuerinnenschule. 1957 gründet Frauenthal in Wisconsin (USA) eine Niederlassung, die 1965 zu einem selbständigen Priorat wird.

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Frauenthal - ein idealtypisches Zisterzienserkloster

Frauenthals Lage auf der Lorzeninsel

Das Kloster Frauenthal verkörpert wegen seiner Lage, seiner Wirtschaftsform, aber auch wegen seines Pioniergeistes den Idealtypus eines Zisterzienserklosters.

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Frauenthals Besitztümer

Hatwil - Lehenshof des Klosters

Durch Schenkungen, Erbschaften und Käufe erwarb sich das Kloster im Lauf der Zeit einen ansehnlichen Grundbesitz. Mit dem Einmarsch Frankreichs 1798, dem Ende der Alten Eidgenossenschaft und der Schaffung der Helvetischen Republik, verlor Frauenthal einen grossen Teil seiner Besitztümer.

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Sozialstruktur des Klosters

Nonne bei der geistlichen Lesung

In einem Zisterzienserinnenkloster leben Nonnen und Konversen. Hauptaufgabe der Nonnen ist das Gebet. Die Konversen haben weniger Gebetsverpflichtungen, leisten dafür einen grossen Teil der Land- und Forstwirtschaftsarbeiten. In den Anfängen des Klosters waren die Nonnen meist adelig, die Konversen stammen aus Bauern- und Bürgerfamilien.

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Frauenthaler Lebkuchen

Frauenthaler Lebkuchen

Jedes Jahr in der Weihnachtszeit ehrt die Stadt Zug Menschen, die ohne viel Aufhebens Eindrückliches leisten, mit einem Frauenthaler Lebkuchen. Die Wurzeln dieses Brauches reichen ins 14. Jh. zurück.

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