Stutz-Keiser Paul Robert (1880–1957)
Paul Stutz war ein Sohn des Rabenwirts und Politikers Johann Josef Stutz. Er wirkte in Zürich als Kaufmann und Geschäftsmann in leitender Funktion. In seinem Testament vermachte er mit dem nach ihm, seiner Frau und seinem Bruder benannten «Lina, Paul, Emil Stutz-Fonds» dem Asyl Cham 300'000 Franken.
Stationen
1880 Paul Robert Stutz kommt am 29. April in Cham als Sohn von Johann Josef Stutz (1852–1895) und Luise Stutz, geborene Spillmann, zur Welt. [1] Sein Vater ist Wirt im Gasthaus Raben in Cham, Gemeinderat, Kantonsrat und Oberrichter.
1892 Pauls Bruder Emil (1892–1929) wird am 2. Februar geboren. [2] Emil wird später Jurist und schlägt eine diplomatische Laufbahn ein und stirbt 1929 mit 37 Jahren in Paris. [3]
1895 Paul Roberts Vater stirbt am 2. Januar im kurz vor seinem 43. Geburtstag. [4]. Paul Robert ist knapp 15-jährig.
um 1895 Paul Stutz macht eine kaufmännische Ausbildung.
1906 Paul Stutz arbeitet bei der Firma Anton Waltisbühl in Zürich und erhält die Einzelprokura. [5]
ca. 1905 Paul heiratet Lina Keiser. Sie ist eine Tochter der Zuger Familie Julius Keiser-Fridlin aus der Villa Hongkong am Oberwiler Kirchweg in Zug. [6]
1918 Die Firma Anton Waltisbühl wird in die Firma Anton «Waltisbühl & Co.» überführt. Die Firma handelt mit Büromaschinen und Büromöbeln. Paul Stutz ist Teilhaber. [7]
Die Mutter von Paul Stutz stirbt. In der Todesanzeige sind Paul und seine Frau Lina Stutz-Keiser und sein Bruder Emil aufgeführt. [8]
1920 Paul Stutz ist Mitglied im Verwaltungsrat der neu gegründeten «Timber» Holdinggesellschaft für Werte der Holzindustrie, Zürich. Zweck dieser neuen Aktiengesellschaft ist die Verwaltung von Beteiligungen an Unternehmungen des Holzhandels und der Holzindustrie und der mit diesen zusammenhängenden land- und forstwirtschaftlichen Unternehmungen. Das Aktienkapitel beträgt drei Millionen Franken. [9]
1925 Paul Stutz tritt aus dem Verwaltungsrat der «Timber» Holdinggesellschaft aus. [10]
1926 Die Firma Anton «Waltisbühl & Co.», deren Teilhaber Paul Stutz ist, eröffnet eine Filiale in Lausanne. [11]
1929 Pauls Bruder Emil stirbt. In der Todesanzeige sind Paul und seine Frau Lina Stutz-Keiser aufgeführt. [12]
Die Firma Anton «Waltisbühl & Co.» eröffnet eine Filiale in La-Chaux-De-Fonds NE. [13]
1932 Stutz wird Mitglied im Vorstand des «Verbandes der Möbelfabrikanten und mechanischen Schreinereien Zürich». [14]
1934 Paul Stutz scheidet aus Firma Anton «Waltisbühl & Co.» aus. [15]
1936 Stutz wird Mitglied im Verwaltungsrat der Firma «Smith Premier-Schreibmaschinen Aktiengesellschaft». [16]
1941 Paul Stutz-Keiser wird als Suppleant der Kontrollstelle der Metallwarenfabrik Zug gewählt. [17]
1945 Die Ehefrau von Paul Stutz, Lina Keiser-Stutz stirbt im 59. Lebensjahr «nach langem Krankenlager» in Zürich. Sie wird in Zug beerdigt. Als Trauerhaus ist die Villa Hongkong in Zug angegeben. [18]
späte 1940er- und 1950er-Jahre Eine Haushälterin, Fräulein Berti Pfister, kümmert sich um den Haushalt von Paul Stutz. [19]
1957 Paul Stutz-Keiser stirbt im 77. Altersjahr am 12. Januar nach einer schweren Krankheit. Er wird in Zug bestattet. [20]
Todesanzeige für Paul Stutz–Keiser, Neue Zürcher Zeitung, 14.01.1957
Am 24. Oktober versteigert die Schweizerische Bankgesellschaft als Testamentsvollstreckerin das Dreifamilienhaus von Paul Stutz an der Konkordiastrasse 12 in Zürich. Der Brandversicherungswert beträgt 244'000 Franken. [21]
Stutz hatte in seinem Testament mit dem «Lina, Paul, Emil Stutz-Fonds» dem Asyl Cham 300'000 Franken vermacht. [22]
Einzelnachweise
- ↑ Gruber, Eugen et al., Geschichte von Cham, Bd. 2, Cham 1962, S. 66
- ↑ Neue Zürcher Zeitung, 17.09.1918
- ↑ Neue Zürcher Zeitung, 08.04.1929
- ↑ Zuger Volksblatt, 05.01.1895
- ↑ Schweizerisches Handelsamtsblatt (SHAB), Band 24 (1906)
- ↑ Neue Zürcher Zeitung, 27.05.1947. https://www.zugkultur.ch/F97PJr/sie-heisst-hongkong-zug [Stand: 10.12.2024]
- ↑ Schweizerisches Handelsamtsblatt (SHAB), Band 36 (1918), S. 1978
- ↑ Neue Zürcher Zeitung, 17.09.1918
- ↑ Neue Zürcher Zeitung, 22.12.1920. Schweizerisches Handelsamtsblatt (SHAB), Band 38 (1920) S. 1766
- ↑ Neue Zürcher Zeitung, 22.06.1925
- ↑ Schweizerisches Handelsamtsblatt (SHAB), Band 44 (1926) S. 1142
- ↑ Neue Zürcher Zeitung 8. April 1929
- ↑ Schweizerisches Handelsamtsblatt (SHAB), Band 47 (1929), S. 2577
- ↑ Schweizerisches Handelsamtsblatt (SHAB), Band 50 (1932), S. 1581
- ↑ Schweizerisches Handelsamtsblatt (SHAB), Band 52 (1934), S. 356
- ↑ Schweizerisches Handelsamtsblatt (SHAB), Band 54 (1936), S. 1422
- ↑ Neue Zürcher Zeitung, 22.09.1941
- ↑ Neue Zürcher Zeitung, 10.07.1945
- ↑ Neue Zürcher Zeitung, 14.01.1957
- ↑ Neue Zürcher Zeitung, 14.01.1957
- ↑ Neue Zürcher Zeitung, 11.10.1957
- ↑ Vgl. Anmerkung 1 (Gruber et al.), S. 66