Schultheiss-Ineichen/Huwiler Adolf (1873–1957)
Adolf Schultheiss-Ineichen/Huwiler war ein Bäcker in Cham, der am Kirchenplatz seine Bäckerei zusammen mit einer Wirtschaft betrieb.
Stationen
1873 Adolf Schultheiss kommt am 14. August in Randen SH zur Welt. Sein Vater betreibt einen Bauernhof, eine Fuhrhalterei und einen Gasthof. Nach den Schulen absolviert Schultheiss eine Lehre als Bäcker und danach die Meisterschule. Den Militärdienst leistet er in Deutschland in der Artillerie. [1]
1898 Heirat mit Sophie Ineichen von Hellbühl LU. Sie haben miteinander vier Kinder und betreiben ein erstes Bäckereigeschäft in Radolfszell, der kleinen Stadt auf der deutschen Seite des Bodensees.
1904 Schultheiss kommt nach Cham. Er pachtet im Haus Merkur, Kirchbüel 2 in Cham eine Bäckerei.
Die Liegenschaften Kirchbüel 3 und 5, eine mit einer (Lebensmittel-)«Handlung», die andere mit einer «Conditorei/Bäckerei», um 1900
1906
Nach zwei Jahren im Pachtverhältnis kauft Adolf Schultheiss die Bäckerei und Wirtschaft direkt bei der Kirche, Kirchbühl 5. «Die ältere Generation wird sich Vater Schultheiss mit seinem Pferde-Brotfurhwerk noch lebhaft vorstellen können, wie er seiner Kundschaft bei Wind und Wetter, bei Sonnenschein und Hitze, das Brot brachte.»
1918 Schultheiss’ Ehefrau Sophie, geborene Ineichen, stirbt an der Spanischen Grippe. Schultheiss heiratet erneut, diesmal Ida Huwiler, die Köchin im «Neudorf».
1936 Adolf Schultheiss setzt sich zur Ruhe. Er übergibt das Geschäft am Kirchenplatz seinem Sohn Eugen. Schultheiss senior baut sich an der Pilatusstrasse ein neues Haus und hält dort im Garten Hühner und Tauben.
1957 Adolf Schultheiss stirbt nach längerem Leiden am 30. Juli im Alter von 84 Jahren.
Einzelnachweise
- ↑ Alle Angaben gemäss Nekrolog in: Zugersee-Zeitung, 08.08.1957